Ein Umsturz der gesellschaftlichen Ordnung zu einer emanzipatorischen und solidarischen Gesellschaft, ist leider nicht möglich.Original von Kreittmayr
Langweiliges Rumgedoktore, das doch nie fruchtbar wird. Man überlasse es der Interaktion auf dem Markt; der wird das beste Modell schon evolutiv ausfiltern.
Im Übrigen ist man hier mal wieder vom Hölzchen aufs Stöckchen gekommen.
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Wolfgang Müller
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Die stellenweise Abkehr von der sozialstaatlich-interventionistischen Wirtschaftspolitik durch die Thatcher-Generation hat kein Weniger an Staat gebracht, nur ein Weniger an Wirtschaftsdemokratie.Original von Rafael van der Linden
Sozialstaatlich-interventionistisch ist in allen westlichen Ländern der status quo.

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Lern' mal Smileys/Emoticons zu deuten.Original von Kreittmayr
Abgedroschenes Gesülze.
Wolfgang Müller
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Naja, bei der "Reagan-Revolution" wurden einseitig Steuern gesenkt (nicht dass das falsch wäreOriginal von Montgomery Scott
Die stellenweise Abkehr von der sozialstaatlich-interventionistischen Wirtschaftspolitik durch die Thatcher-Generation hat kein Weniger an Staat gebracht, nur ein Weniger an Wirtschaftsdemokratie.
In der Thatcher-Politik wurden tatsächlich auch Staatsausgaben an vielen Stellen gekürzt, staatliche Einrichtungen (manche sagen: verschwenderische, ineffiziente Staatsunternehmungen, manche sagen Kernaufgaben des Staates) privatisiert, gewerkschaftliche Funktionärsmonopole gebrochen, und tatächlich das Staatsdefizit gesenkt. Der Staat hat sich also schon aus manchen Bereichen zurückgezogen bzw. herausgehalten. Einige dieser Änderungen wurden allerdings teilweise unter John Major und unter Anthony Blair (unsinnigerweise/völlig zurecht) wieder zurückgenommen.
Victoria Virginia Sewell
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Das siehst Du nicht ganz richtig. Die Staatsausgaben sanken unter Thatcher nicht, alleine schon deswegen, weil die steigende Arbeitslosigkeit ein beträchtlicher Kostenfaktor war. Der Staat hat sich, was die Steuerung angeht, aus einigen Bereichen zurückgezogen, ja. Die vielleicht bedeutendste Änderung war aber das Ende des Korporatismus durch die Trennung von Staat und Klassenorganisationen, die freilich vorallem dadurch vorangetrieben wurde, dass die Regierung einen regelrechten Kampf gegen die Gewerkschaften ausfocht.Original von Victoria Sewell
Naja, bei der "Reagan-Revolution" wurden einseitig Steuern gesenkt (nicht dass das falsch wäre), aber die Staatsausgaben noch mal deutlich erhöht. Was faszinierenderweise zu einem gigantischen Staatsdefizit geführt hat, welches erst von der Bush-Republikaner-Regierung übertroffen wurde.
In der Thatcher-Politik wurden tatsächlich auch Staatsausgaben an vielen Stellen gekürzt, staatliche Einrichtungen (manche sagen: verschwenderische, ineffiziente Staatsunternehmungen, manche sagen Kernaufgaben des Staates) privatisiert, gewerkschaftliche Funktionärsmonopole gebrochen, und tatächlich das Staatsdefizit gesenkt. Der Staat hat sich also schon aus manchen Bereichen zurückgezogen bzw. herausgehalten. Einige dieser Änderungen wurden allerdings teilweise unter John Major und unter Anthony Blair (unsinnigerweise/völlig zurecht) wieder zurückgenommen.
Ein Großteil des öffentlichen Sektors war verhältnismäßig ineffizient, das stimmt. Die Armut des Neoliberalismus besteht aber darin, dass er die einzige Alternative im Ausverkauf gesellschaftlicher Institutionen an private Kapitalisten sieht anstatt Hand an den bürgerlichen Staatsapparat selbst zu legen.

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Was sind für Dich diese gesellschaftlichen Institutionen und was der bürgerliche Staatsapparat? Was unterscheidet Deiner Einschätzung nach z.B. einen bürgerlichen von einem nichtbürgerlichen (aristokratischen etc.) Staatsapparat?Original von Montgomery Scott
Die Armut des Neoliberalismus besteht aber darin, dass er die einzige Alternative im Ausverkauf gesellschaftlicher Institutionen an private Kapitalisten sieht anstatt Hand an den bürgerlichen Staatsapparat selbst zu legen.
Zuletzt geändert von Victoria Sewell am Mi 24. Sep 2008, 13:17, insgesamt 1-mal geändert.
Victoria Virginia Sewell
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Nun, wenn wir mal bedenkien, dass vor Maggie Thatchers Antigewerkschaftspolitik Menschen, die keine Gewerkschafter waren in vielen Betrieben keine Anstellung bekamen, weil die Gewerkschaften das so durchgesetzt hatten, dann war ihre aktive Bekämpfung der Gewerkschaften richtig. Zumal der EuGHMR geurteilt hatte, dass ein faktischer Zwang, in eine Gewerkschaft einzutreten um Arbeit zu bekommen mit der EMRK unvereinbar und verboten ist. Thatcher musste diesen Kampf also sogar führen, weil die Menschenrechte eine Einschränkung der Gewerkschaftsmacht erfordeten.Original von Montgomery Scott
Das siehst Du nicht ganz richtig. Die Staatsausgaben sanken unter Thatcher nicht, alleine schon deswegen, weil die steigende Arbeitslosigkeit ein beträchtlicher Kostenfaktor war. Der Staat hat sich, was die Steuerung angeht, aus einigen Bereichen zurückgezogen, ja. Die vielleicht bedeutendste Änderung war aber das Ende des Korporatismus durch die Trennung von Staat und Klassenorganisationen, die freilich vorallem dadurch vorangetrieben wurde, dass die Regierung einen regelrechten Kampf gegen die Gewerkschaften ausfocht.
Ein Großteil des öffentlichen Sektors war verhältnismäßig ineffizient, das stimmt. Die Armut des Neoliberalismus besteht aber darin, dass er die einzige Alternative im Ausverkauf gesellschaftlicher Institutionen an private Kapitalisten sieht anstatt Hand an den bürgerlichen Staatsapparat selbst zu legen.
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Charakteristisch für den bürgerlichen Staatsapparat ist, dass er darauf ausgelegt ist, die Macht des Bürgertums zu sichern. Demokratie wird insoweit für gut befunden, wie sie die Mitbestimmung des Bürgertums sichert und die anderen Schichten dazu bringt, sich nicht als unmündig und unterdrückt zu verstehen. Die Rechtsgrundsätze sind (gerade auch im Gegensatz zu früheren Epochen) so ausgeprägt, das sie z. B. hinsichtlich Eigentumsrecht, Vertragsfreiheit etc. das Bürgertum schützen und fördern.Original von Victoria Sewell
Was sind für Dich diese gesellschaftlichen Institutionen und was der bürgerliche Staatsapparat? Was unterscheidet Deiner Einschätzung nach z.B. einen bürgerlichen von einem nichtbürgerlichen (aristokratischen etc.) Staatsapparat?
Was ich nun meine, ist, dass der Staat - seinem Anspruch nach Organ für alle Mitglieder der Gesellschaft - Institutionen aufgebaut hat, um grundlegende Leistungen für alle Menschen bereitzustellen. Bei einer Privatisierung wird alles, was eine solche Institution ausmacht - Know How, Organisationsstrukturen, Produktionsmittel - und was bis dahin allen Mitgliedern der Gesellschaft gleichermaßen gehört, anteilsweise an Leute verkauft, die damit Profit erwirtschaften wollen. Die Grundversorgung der Menschen wird damit von einer (in gewisser Weise) Selbstversorgung auf eine Abhängigkeit von ganz bestimmten Leuten verlagert. Die Gesellschaft gibt etwas auf, was sie selbst erarbeitet und geschaffen hat, weil es essentiell für ihr Bestehen ist.

Kaiser
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McCain dürfte es dieser Tage bitter bereuen, dass er diese Tussi als Vize erwählt hat und nicht Mitt Romney. Gerade jetzt, wo die Finanzkrise zum größten Thema des Wahlkampfs wird, hätte er mit einem Wirtschaftsexperten punkten können.Original von Kreittmayr
Und diese Frau könnte ab nächstem Jahr nur einen Herzschlag davon entfernt sein, den mächtigsten Militärapparat der Welt zu kommandieren.