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Jungspund
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Jungspund

Beitrag von Damian Fuller »

Original von Wolfgang Müller
Mitte-Links sind im übrigen die Seeheimer und Netzwerker nicht, eher wollen die die Mitte verkörpern. Einen säkularen CDU-/CSU-Klon und die CDU propagiert jetzt Dinge, die die SPD teilweise schon seit 60 Jahren will.
Natürlich wollen sie Mitte spielen. Aber die "Mitte" ist heute deutlich weiter links als noch vor 20 Jahren. Nur ist das Original an Staatsgläubigkeit schon mit der Linkspartei gut vertreten, Mitte-Links positioniert sich die CDU, die "rechte" Seite der Globalisierungsangst verteten auch Linkspartei und die NPD recht gekonnt. Daher ist es derzeit für die SPD schwierig, sich zu positionieren.
 

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Damian Fuller
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Original von Tennessee Rockefeller

Wieso, ich dachte du bist JuSO-/SPD-Mitglied? An deiner Stelle würde ich mich freuen, der Abgang des Dicken war das beste, das der Partei passieren konnte. Sein Nachfolger Müntefering dürfte wieder etwas Wind längst vergangener Schröder-Zeiten wehen lassen, als zumindest noch offen über Reformen geredet werden durfte. Mit Beck wäre das nichts geworden, mit seinem Rauswurf hat die SPD wieder ein kleines Stück an Zukunftsfähigkeit zugelegt.
Ja, ich bin SPD-/Juso-Mitglied. Ich bin AfA-Mitglied und Gewerkschafter. Also zähle ich zum linken Flügel und bei Schröder und Müntefering kriege ich das kotzen. Gerade deren Kurs hat uns Sozialdemokraten in die Krise gesteuert. Man soll einfach nicht in Revieren wildern in denen es schon eine Hausmacht (Union und FDP) gibt. Mit den Müntefering heißt die Zukunft 10% SPD, 40% Die Linke. Ich glaube, dass du sowas am wenigsten willst.

Kurt wurde nicht rausgeworfen, sondern rausgemobbt. Müntefering hat sich ja selber zurückgezogen, nur weil er einmal nicht seinen Kopf durchsetzen konnte. Ich hoffe, er beißt wieder auf Granit.
 

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Wolfgang Müller
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Beitrag von Damian Fuller »

Original von Wolfgang Müller
Ja, ich bin SPD-/Juso-Mitglied. Ich bin AfA-Mitglied und Gewerkschafter. Also zähle ich zum linken Flügel und bei Schröder und Müntefering kriege ich das kotzen. Gerade deren Kurs hat uns Sozialdemokraten in die Krise gesteuert.
Dass Reformen bei vielen Wählern der SPD nicht gut ankamen hat sich gezeigt. Aber wer keine Reformen will, bzw. noch weiteren Staatsausbau der wählt Links, nicht mehr SPD. Diese wird noch die nächsten Jahre mit der Agenda 2010 und Hartz I-IV in Verbindung gebracht werden. Allerdings könnte es mit der Linkspartei und den Grünen zusammen eventuell für eine Legislaturperiode an der Macht reichen.
 

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Damian Fuller
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Original von Damian Fuller

Natürlich wollen sie Mitte spielen. Aber die "Mitte" ist heute deutlich weiter links als noch vor 20 Jahren. Nur ist das Original an Staatsgläubigkeit schon mit der Linkspartei gut vertreten, Mitte-Links positioniert sich die CDU, die "rechte" Seite der Globalisierungsangst verteten auch Linkspartei und die NPD recht gekonnt. Daher ist es derzeit für die SPD schwierig, sich zu positionieren.
Die Mitte wandert ständig zwischen links und rechts. Hängt immer davon ab, welche Bevölkerungsgruppe, die Bevölkerungsmehrheit stellt.

Die CDU ist ja auch inhaltlich zerstritten, nur als etwas autoritäre Partei, wird das nicht so offen ausgetragen, wie bei der SPD.

Die Linkspartei profitiert davon, dass es halt eben SPDler gab, die es nicht mehr in der SPD ausgehalten haben.

Die NPD macht nur Pseudokrams und ist gesellschaftlich (zum Glück) weitesgehend geächtet.

Globalisierungsangst von der NPD ist purer Ethnopluralismus (Rassismus ohne Rassen) bzw. traditioneller Rassismus/Antisemitismus.

Bei der Linkspartei ist dies einfach nur eine protektionistische Positionierung, welche die SPD und die Unionsparteien längst abtgestriffen haben.
 

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Wolfgang Müller
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Beitrag von Damian Fuller »

Original von Wolfgang Müller
Die Mitte wandert ständig zwischen links und rechts. Hängt immer davon ab, welche Bevölkerungsgruppe, die Bevölkerungsmehrheit stellt.
Richtig. Und das sind seit einigen Jahren in Deutschland die Transferempfänger. Und das wird sich in den nächsten Jahren auch nicht ändern. Nur kam die Linkspartei der SPD in der Erkenntnis und Nutzung dieser Tatsache zuvor.
Die NPD macht nur Pseudokrams und ist gesellschaftlich (zum Glück) weitesgehend geächtet.
Im Osten sind NPD und Linkspartei gesellschaftsfähig. Im Westen ist es derzeit nur die Linkspartei. Da die CDU zur SPD wurde und die SPD nicht weiß, was sie machen soll, können die Rechtspopulisten eventuell die Mitte-Rechts-Position der CDU besetzen. Die CSU gibt es ja nicht bundesweit.
 

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Damian Fuller
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Original von Damian Fuller
Daher ist es derzeit für die SPD schwierig, sich zu positionieren.
Ich hätte da einen Tipp: Umbau der SPD zur Partei des gut ausgebildeten, leistungsbejahenden, lebensartbewussten und optimistischen Teils der Bevölkerung, der die Chancen der Globalisierung gezielt zu seinem ideellen und wirtschaftlichen Gewinn nutzt.

So eine Partei wäre der Hit, denn ein zahlenmäßig nicht zu unterschätzendes gesellschaftliches Spektrum bekäme endlich auch mal eine politische Interessenvertretung, neben -zig Wahlalternativen für den Bodensatz und Abschaum der Gesellschaft.

Ironischerweise war die SPD ja mit ihrem im Bundestagswahlkampf 1998 entwickelten und bis zu Anfang des neuen Jahrtausends gepflegten Image und Konzepten ja auf bestem Weg dorthin, ist dann aber doch vor den innerparteilichen Widerstandskämpfern eingeknickt und hat auf dem Tiefpunkt "Mr. Rückwarts" auf ihren Chefsessel gehievt.

Da der jetzt hoffentlich auf Nimmerweidersehen entsorgt ist, dafür Reformer Münte wieder da, bietet sich der SPD eine wahrhaft historische Chance - sie muss nur ihre Gossengenossen zur diesen intellektuell angemessenen Bespaßung an die Herrschaften Gysi, Lafontaine, Rüttgers, Roth, Westerwelle, Apfel und Co. weiterreichen.
 

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Tennessee Julianne Rockefeller
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Ich hätte da einen Tipp: Umbau der SPD zur Partei des gut ausgebildeten, leistungsbejahenden, lebensartbewussten und optimistischen Teils der Bevölkerung, der die Chancen der Globalisierung gezielt zu seinem ideellen und wirtschaftlichen Gewinn nutzt.

So eine Partei wäre der Hit, denn ein zahlenmäßig nicht zu unterschätzendes gesellschaftliches Spektrum bekäme endlich auch mal eine politische Interessenvertretung, neben -zig Wahlalternativen für den Bodensatz und Abschaum der Gesellschaft.

Ironischerweise war die SPD ja mit ihrem im Bundestagswahlkampf 1998 entwickelten und bis zu Anfang des neuen Jahrtausends gepflegten Image und Konzepten ja auf bestem Weg dorthin, ist dann aber doch vor den innerparteilichen Widerstandskämpfern eingeknickt und hat auf dem Tiefpunkt "Mr. Rückwarts" auf ihren Chefsessel gehievt.

Da der jetzt hoffentlich auf Nimmerweidersehen entsorgt ist, dafür Reformer Münte wieder da, bietet sich der SPD eine wahrhaft historische Chance - sie muss nur ihre Gossengenossen zur diesen intellektuell angemessenen Bespaßung an die Herrschaften Gysi, Lafontaine, Rüttgers, Roth, Westerwelle, Apfel und Co. weiterreichen.
:lol:

Wegen so nem Scheiß steht die SPD da wo ist. Die von dir angesprochene Partei will doch die FDP sein. Und schau dir mal an, wo die herumkrebst.

Die SPD muss wieder die Partei des sozialen Ausgleichs werden.
 

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Beitrag von Damian Fuller »

Original von Wolfgang Müller
Die SPD muss wieder die Partei des sozialen Ausgleichs werden.
Ausgleich für alle, auf Kosten von Leistungsanreiz und Wettbewerbsfähigkeit der Wirtschaft bietet die Linkspartei schon.
Sozialer Aufstieg und sozial gestaltete Rahmenbedingungen für eine flexible Wirtschaft, das war unter Schröder und Platzeck mal angedacht. Inzwischen aber, spätestens seit dem Hamburger Parteitag, ad acta gelegt.
 

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Damian Fuller
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Original von Tennessee Rockefeller
Gysi, Lafontaine, Rüttgers, Roth, Westerwelle, Apfel und Co. weiterreichen.
:D
 

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Damian Fuller
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Original von Wolfgang Müller
Die von dir angesprochene Partei will doch die FDP sein. Und schau dir mal an, wo die herumkrebst.
Richtig, die will sie zwar sein, wird sie aber partout nicht.

Und das liegt nicht daran, dass es für eine solche Partei keine ausreichend breite Basis gäbe, sondern findet seinen Grund ganz einfach darin, dass sie die gegenwärtige Generation der "dynamischen" Leistungsträger auf Grund ihrer Geschichte nicht anspricht und nicht erreicht.

Wer heute zwischen Anfang dreißig und Ende vierzig ist, der hat das Denken der "68-er" einfach buchstäblich mit der Muttermilch aufgesogen. Er musste nicht von Mitschülern, Kommilitonen oder Arbeitskollegen mit Flugblättern eingedeckt, in Diskussionen verwickelt und zur Demonstration mitgeschleppt werden um zum überzeugten Anhänger von Frieden, Ökologie und "sozialer Gerechtigkeit" zu werden, er wurde von Kindesbeinen dazu erzogen, ein "progressiver, intellektueller Linker" zu sein.

Zu diesem Selbstverständnis passt die FDP, die in den ersten beiden Jahrzehnten der Bundesrepublik das klerikal-autoritaristische Adenauerregime ungerührt mittrug, und 1982 die Rache ihrer unter dem Prädikat "nationalliberal" firmierenden Hinterbänkler für dreizehn Jahre gesellschaftliche Reformpolitik zu spüren bekam, indem diese dem selbstausgerufenen Restaurator der alten Odnung Helmut Kohl zur Kanzlersachaft verhalfen, einfach nicht.

Egal wie weit sich die eigenen Lebensentwürfe und Lebenssituation mittlerweile vom spießigen und strukturkonservativen, ultralinksdogmatischen Muff der SPD-Basis entfernt hat, man ist und bleibt pro forma selbstverständlich "linksintellektuell", und hält die FDP darum für "asozial".

Als die SPD 1998 dann plötzlich den Kleingartenverein Gelsenkirchen-Bismarck verließ, und die Lust auf Leistungsbereitschaft und Lebensart entdeckte, passten sie und hunderttausende ihrer förmlichen Anhänger endlich auch mit Herz und Seele zusammen, Konsequenz: die SPD explodierte sie Wahltag in einem 41%-Feuerwerk, während die FDP mit gerade etwas über 6% knapp noch in den Bundestag kriechen konnte.
Die SPD muss wieder die Partei des sozialen Ausgleichs werden.
Und sich um dieses Prädikat mit CDU/CSU, Grünen, Linkspartei und NPD kloppen? Die sich alle bereits vor ihr wieder von Globalisierung, Lesitungsdenken und Eigenverantwortung abgewandt bzw. das sowieso nicht verfochten haben?

Da hat sie keine Chance... =)
 

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Tennessee Julianne Rockefeller
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