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Original von James Didot

Dann frag dich mal, wieviele (kommunalen) Dienstleistungen du so alles in Anspruch nimmst, die du allein gar nicht bezahlen könntest. :rolleyes:
Keine.

Mein Personalausweis ist abgelaufen, aber da ich in Deutschlands schönstem Bundesland lebe brauche ich keinen gültigen, was soll ich Ausland? Ausweispflicht? Schön für den deutschen Staat, bzw. doof wenn er glaubt, das interessiert mich...

Mein Hund erledigt seine großen Geschäfte im Gebüsch, ergo brauche ich keine städtisch gesponsorten Papier- oder Plastiktüten.

Ich fahre Auto, wenn ich besoffen bin gehe ich zu Fuß oder rufe mir ein Taxi.

Das Letzte das ich täte wenn ein Einbrecher vor mir steht wäre es, die korrupte und weinerliche Staatspolizei zu rufen ("Buäääh, wir können nicht kommen - wir müssen Autofahrer fotografieren/Jugendlichen ihr Gras wegnehmen/haben Schiss in der Hose...) - wozu habe ich mal Judo betrieben?

Ich habe keine Kinder und will keine Kinder über deren Wohlergehen das inkompetente Jugendamt (ich kenne die Herrschaften beruflich bedingt, kein weiterer Kommentar) wachen müsste, hätte ich welche würde ich notfalls hungern um ihnen eine Privatschulausbildung zu ermöglichen und ihnen diese Zombiefabrik namens Staatsschule zu bezahlen.

Ich engagiere mich ehrenamtlich bei der Organisation des bürgerschaftlkich veranstalteten Stadtfestes zu dem Bürgermeister nicht mal kommt ("Sorry, hab Urlaub gebucht..."), schenke alte Kleidung, Bücher etc. der Diakonie um sie an Bedürftige weiterzugeben, spende der FFw ->in meinem Ort passiert viel Gutes, weil wir Bürgerinnen und Bürger es tun, in Vereinen, Kirchengemeinden, Initiativen usw.

Ohne die Stadtverwaltung ginge es uns besser.
 

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Tennessee Julianne Rockefeller
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Doch, doch ;)
Original von Kreittmayr
Das ist nicht richtig. Wissen, wie etwas gemacht wird, ist auf jeder Stufe des Produktionsprozesses ganz zentral, vom autark lebenden Bauern, der seine Löffel selber schnitzt, bis hin zum Unternehmer in einer kapitalistischen Austauschwirtschaft, der aufgrund seines Wissens (entweder der Materie selbst oder wo er qualifizierte Experten auftreiben kann) hochkomplexe Massenproduktionsprozesse effizient zu organisieren vermag. Einen Weltkonzern erfolgreich zu leiten (und damit meine ich nicht das Herausschachern von Privilegien vom Staat) erfordert eine ganz ausserordentliche Intelligenzleistung und ein nicht geringes Wissen. Und dieses Wissen ist weitaus komplexer als das des Löffelschnitzers, und gesamtwirtschaftlich gesehen auch weitaus wertvoller als das Wissen, was ein einzelner Fließbandarbeiter von seiner spezifischen Tätigkeit haben mag, da das Wissen des Fließbandarbeiters in seiner Spezialisierung nur operativ werden kann, weil es überhaupt erst einen Bedarf an Fließbandarbeit gibt, wenn als dessen Voraussetzung der Unternehmer da ist mit seinem Wissen, wie ein massenhafter Produktionsprozess effizient zu organisieren sei. Und dieses Wissen wiederum erlangt seinen Wert daher, dass durch einen Massenproduktionsprozess die Bedürfnisse zahlreicher Menschen günstig befriedigt werden können. Daher ist der Unternehmer so reich, und allein deshalb verdient auch der Fließbandarbeiter etwas; und im Vergleich zu dem, was er geistig zur Produktion beiträgt, sogar eine ganze Menge.
Nach dieser Betrachtungsweise bräuchte man die Unternehmer ja geradezu, um zu überleben. Aber genau das ist nicht der Fall. Natürlich sind die Menschen an der Spitze von Konzernen zumeist umfangreich ausgebildete Leute, die nach Maßstab des Konzerns sehr verantwortungsvolle Tätigkeiten ausführen. Tatsächlich ist dieses Know How aber etwas, das bloses Handwerkszeug ist, um seinen eigenen Plan ökonomischer Machtausübung und -erweiterung ausführen zu können.
Wissen und Können sind keine Dinge, die vom Himmel fallen. Arbeitsteilung gibt es, weil manche Leute bestimmte Dinge besser können als andere. Und weil das so ist, macht jeder, was er am Besten kann, und man arbeitet dann zusammen, um die gegenseitigen Bedürfnisse kostengünstiger und reichlicher befriedigen zu können. Arbeitsteilung nützt allen Beteiligten, nicht nur dem Unternehmer. Der Unternehmer profitiert, wenn er gut ist, in besonderem Maße nur deshalb, weil er - aus der Perspektive der Käufer und Konsumenten - mehr und wichtigeres kann (und sich geistig hart angestrengt hat, es zu lernen), als der ungebildete Arbeiter.

So much for Economics 101.
Arbeitsteilung gibt es, weil sie effizient ist und aus keinem anderen Grund. Und welche Arbeitsteilung in welcher Intensität ausgeprägt wird, ist die Frage nach dem Interesse, das die Rationalisierung einfordert.

Und im Kapitalismus gibt es eben eine ganz bestimmte Arbeitsteilung: Nämlich die zwischen dem sinnorientierten Handeln und die zwischen dem bestenfalls mit instrumenteller Arbeitshaltung, ansonsten im Tran ideologischer Disziplinierung ausgeführten Lohnarbeit, in der der Mensch dem Produkt seiner Arbeitstätigkeit entfremdet ist.
 

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Typisch Juso, wirft Marxisten mit utopischen Sozialisten und Reformisten in einen Topf.
 

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Typisch Juso, wirft Marxisten mit utopischen Sozialisten und Reformisten in einen Topf.
Tut er das?
 

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Beitrag von Pharaoh »

Original von Tennessee Rockefeller

Keine.

Ich fahre Auto, wenn ich besoffen bin gehe ich zu Fuß oder rufe mir ein Taxi.
Na dann hoffe ich mal, du benutzt die Straßen nicht, denn die hat die Kommune/das Land gebaut und die wurden durch Steuern bezahlt. Deine Ausbildung wurde durch Steuern bezahlt, oder hattest du Privatlehrer? Also vergiss mal fein, was du so alles weißt. Wurde alles aus Steuern bezahlt. Achso, Strom aus, Wasserholen gehen, diese Infrastruktur wurde auch durch den Staat zu mindest unterstützt. Und pass bloß auf, dass nichts brennt, wenn du dir dein Abendfeuerchen machen musst, denn die böse Staatsfeuerwehr kommt noch und plündert dein Schloss. :D

Sorry, aber ich habe selten so viel Bullshit gelesen wie in diesem Thread und das sogar verglichen zu Spamthreads von "Kiddie-Mns". :D Ein paar Leute hier sollte mal wirklich arbeiten gehen. So ein Jahr lang aufm Bau und dann diese Sprüche bringen, dann kommt die harte Realität von ganz allein auf euch zu.

PS.: Danke für das Amüsemang zum Morgen.
 

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Grusz,
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Original von Tennessee Rockefeller

Keine.

Mein Personalausweis ist abgelaufen, aber da ich in Deutschlands schönstem Bundesland lebe brauche ich keinen gültigen, was soll ich Ausland? Ausweispflicht? Schön für den deutschen Staat, bzw. doof wenn er glaubt, das interessiert mich...

Mein Hund erledigt seine großen Geschäfte im Gebüsch, ergo brauche ich keine städtisch gesponsorten Papier- oder Plastiktüten.

Ich fahre Auto, wenn ich besoffen bin gehe ich zu Fuß oder rufe mir ein Taxi.

Das Letzte das ich täte wenn ein Einbrecher vor mir steht wäre es, die korrupte und weinerliche Staatspolizei zu rufen ("Buäääh, wir können nicht kommen - wir müssen Autofahrer fotografieren/Jugendlichen ihr Gras wegnehmen/haben Schiss in der Hose...) - wozu habe ich mal Judo betrieben?

Ich habe keine Kinder und will keine Kinder über deren Wohlergehen das inkompetente Jugendamt (ich kenne die Herrschaften beruflich bedingt, kein weiterer Kommentar) wachen müsste, hätte ich welche würde ich notfalls hungern um ihnen eine Privatschulausbildung zu ermöglichen und ihnen diese Zombiefabrik namens Staatsschule zu bezahlen.

Ich engagiere mich ehrenamtlich bei der Organisation des bürgerschaftlkich veranstalteten Stadtfestes zu dem Bürgermeister nicht mal kommt ("Sorry, hab Urlaub gebucht..."), schenke alte Kleidung, Bücher etc. der Diakonie um sie an Bedürftige weiterzugeben, spende der FFw ->in meinem Ort passiert viel Gutes, weil wir Bürgerinnen und Bürger es tun, in Vereinen, Kirchengemeinden, Initiativen usw.

Ohne die Stadtverwaltung ginge es uns besser.
Wenn man das so liest wünscht man dir einen Einbrecher mit Schußwaffe, einen Taxifahrer ohne Lizenz, der nen Unfall baut..und viele ähnlich lustige Dinge, die Du bisher das Glück hattest nicht zu erleben, aber wo Du nach winseln wirst das Vater Staat dir doch helfen möge...und am besten noch eine lange Arbeitslosigkeit dazu, in der deine Verwandten dir jegliche Unterstützung verweigern und dir deine Bude übern Kopf abbrennt. Dann komme ich gerne vorbei und lache mich tot.
 

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Ach Kinder... ;)

Es war sicherlich mein Fehler, mich - scherzhaft (!) - auf diesen unsinnigen Gang der Diskussion: "Denk mal daran, was der Staat dir alles Gutes tut..." einzulassen, denn das ist in dieser nicht zielführend.

Praktisch verhält es sich doch einfach so: bis ich irgendwo auf meine einsame Insel fliehen kann sitze ich in Deutschland fest und zahle hier Steuern, also darf ich auch diejenigen Dienste in Anspruch nehmen, die der Staat erbringt - schließlich finanziere ich sie mit, das lässt mir teilweise gar kein Budget mir, bestimmte Bedürfnisse auf alternativen, privatwirtschaftlichen Wegen zu befriedigen, oder der Staat verbietet es mir schlicht. Damit hat es sich für den Moment ganz praktisch erledigt.

Davon ab ist es aber sehr wohl möglich, eine freiheitliche Welt ohne Steuern und Staaten zu schaffen. Und natürlich würde diese grundsätzlich anders funktionieren als das herrschende System des Etatismus, ja, also braucht man auch gar nicht erst anzufangen auf der Basis von: "Wie willst du dies oder das denn dann machen...?" darüber zu diskutieren.

Es gab schon immer Menschen mit Visionen und Menschen, die solche Menschen für bescheuert gehalten haben weil sie dachten, es ginge doch niemals anders als es ist ("Boah, nee, jetzt ist Ugu-Ugu aber völlig meschugge - der läuft ja nur noch auf zwei Beinen! Viel Spaß beim auf die Fresse fliegen, hö hö hö...").

Was ich abschließend nur noch klarstellen möchte, insbesondere an Pharaoh: ich weiß was Arbeit ist, denn ich habe während meines Studiums z. B. auch auf dem Bau gearbeitet. Klatsch, das war der Fettnapf... ;)
 

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Tennessee Julianne Rockefeller
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Schön, dass Du ein Einsehen hast ;)

Es ist ja auch nicht so, dass nicht die meisten in diesem Thread deine Kritik auf eine gewisse Weise teilen würden. Gerade die Linken unter uns haben ja irgendwie den Kommunismus als Ideal, in dem es eben keinen Staat gibt. Was ich persönlich aber ablehne, ist eine staatsfeindliche Denkweise, die darauf abzielt, dass der Staat selbst dann als Feind anzusehen ist, wenn er das einzige - wenn auch nicht optimale - Mittel ist, Ausbeutung, Unsolidarität und Konflikthaftigkeit einzugrenzen.
 

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Jungspund

Beitrag von Pharaoh »

Original von Tennessee Rockefeller
Was ich abschließend nur noch klarstellen möchte, insbesondere an Pharaoh: ich weiß was Arbeit ist, denn ich habe während meines Studiums z. B. auch auf dem Bau gearbeitet. Klatsch, das war der Fettnapf... ;)
Hast du deinen Kollegen dann aber auch erklärt, dass es für dich richtig ist, dass sie so wenig verdienen und dass Manager es verdient haben so viel zu verdienen? Deine Aussage klang teilweise schon menschenverachtend, denn Jeder wäre seines eigenen Glückes Schmied und wer arm ist, sei ja praktisch selbst daran Schuld. Vll siehst du es nicht so, so kam es aber bei mir jedenfalls an.

Im Übrigen bin ich kein Anhänger deiner freiheitlichen Anarchie, denn sowas führt zu Despotismus. Wenn niemand herrscht, bilden sich automatisch Herrschercluster aus, da es immer Unterschiede in der Leistungsfähigkeit gibt. Diese Herrscher würden sich bekriegen, stürzen etc. Was würde denn Konzerne davon abhalten in deiner staatenlosen Welt ihre Konkurrenz durch Gewalt zu schaden? Nichts, es kontrolliert ja niemand. Also wird Krieg geführt. Und der Besitz muss ja auch verwaltet werden, also doch wieder Staat, denn eine Monarchie ist ja auch ein Staat. Wo wir wieder am Anfang wären. Denn jemand der sich Macht erarbeitet hat, wird zwingend andere unterdrücken müssen, um diese Macht auch zu behalten. Es ist ein Teufelskreis in der Geschichte. Du denkst in der hinsicht zu kruzfristig, aber wenn jeder so handeln würde, wie du forderst, wärst du sehr wahrscheinlich nicht an der Pyramidenspitze, sondern irgendwo mittedrin und wenn es jemandem nicht passt, dass du da bist, dann gehst du hopps.
Ich weiß nicht, für mich klingt "Staat" und "Demokratie" schon lebenswerter als wirtschaftlicher Despotismus.
 

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Grusz,
Pharaoh


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Beitrag von Fabian Montary »

Original von Pharaoh
PS.: Danke für das Amüsemang zum Morgen.
Das kann du jeden Tag haben, du musst nur hier vorbeischauen... :evil:
 

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[b]Professor Dr. Dr. Fabian von Montary[/b]
[b][size=85]OEL MP HCR RM[/size][/b]
[size=85]Präsident der Unionsstiftung für Kultur, Gesellschaft und Geschichte
Dekan des Roldemian Institute for History an der Montary University
Staatsarchivar der Republik Roldem und Honorarkonsul im Dominion Cranberra
Sprecher des Parlaments von Roldem und Abgeordneter für den Wahlkreis W. City of Montary[/size]

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[size=85][img]http://img.roldem.ro/wappen_montary.png[/img][/size]
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