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Original von Vincent Bellagio
Mich würde einmal interessieren, ob die Leute, die hier in ihrem Elfenbeinturm sitzen und mit Philosophie und lateinischen Floskeln nur so um sich schmeißen, eigentlich schon einmal längere Zeit einer regelmäßigen Arbeit nachgegangen sind oder womöglich noch studieren.
Je nachdem, was du unter "längerer Zeit" verstehst - beides.
Wenn ihr erst einmal ein paar Jahre gearbeitet habt, wird euch dieses System assimiliert haben.
Ich weiß zwar nicht, was du hier unter einem System verstehst, es ist aber völlig klar, dass die Arbeit und der Arbeitsalltag einen Menschen prägen. Das heißt aber immer noch nicht, dass sich Menschen ihre Tätigkeit nicht aussuchen können. Ich kenne keinen Menschen, der dazu gezwungen wurde, Dreher, Bankkaufmann oder Lehrer zu werden (vielleicht sah das in der DDR anders aus, aber ganz Deutschland ist seit 18 Jahren immerhin so frei, dass es jedem völlig selbst überlassen ist).
 

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Kaiser
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Kaiser

Beitrag von Kreittmayr »

Original von Damian Fuller
Mit Gefühlen, künstlich erzeugten, hervorgeholten oder wirklich vorhandenen, gewinnt man viele Wahlen. Viele Herrschaftsformen legitimieren sich eher über Gefühle und emotionale Aspekte als über Logik und Vernunft.
Na und? Nur weil es so ist, heißt das nicht, dass es gut ist. Im Gegenteil, das ist die Hauptursache, warum unsere Gesellschaft zunehmend degeneriert.
 

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Sophia Kreittmayr (FVP), Präsidentin des Unionsrates
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Kaiser
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Kaiser

Beitrag von Kreittmayr »

Original von Vincent Bellagio
Mich würde einmal interessieren, ob die Leute, die hier in ihrem Elfenbeinturm sitzen und mit Philosophie und lateinischen Floskeln nur so um sich schmeißen, eigentlich schon einmal längere Zeit einer regelmäßigen Arbeit nachgegangen sind oder womöglich noch studieren.
Das tut nichts zur Sache.
Wenn ihr erst einmal ein paar Jahre gearbeitet habt, wird euch dieses System assimiliert haben. Dann steht ihr morgens um sechs auf und geht tagsüber eurer Arbeit nach. Abends kommt ihr ko nach hause und seit froh über ein Feierabend-Bier vorm heimischen TV oder in der nächsten Eckkneipe.
Gegen Entspannung nach getaner Arbeit ist nichts einzuwenden. Es geht eher um die Frage, mit welcher grundsätzlichen Haltung der Arbeit gegenüber man sein Leben verbringt.
Da pfeift ihr dann nämlich ganz schnell auf euren freien Willen und was weiß ich was, und lernt, mit dem zu leben was ihr habt und mit dem auszukommen, was ihr seid. Glaubt mir, ich weiß wovon ich rede. ;)
Das tut mir leid.
 

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Original von Baudouin de Billancourt
Ich kenne keinen Menschen, der dazu gezwungen wurde, Dreher, Bankkaufmann oder Lehrer zu werden (vielleicht sah das in der DDR anders aus, aber ganz Deutschland ist seit 18 Jahren immerhin so frei, dass es jedem völlig selbst überlassen ist).
Natürlich zwingt einen niemand dazu, seinen Ausbildungsgang/Studiengang etc. sucht man sich selbst aus. Jede Entscheidung, die wir beruflich treffen, ist aber gleichzeitig eine Entscheidung gegen etwas anderes. Vor 50 Jahren war es aus damaliger Sicht vermutlich richtig, als Kumpel in den Bergbau zu gehen. Also hat ein Mensch sich damals so entschieden. Aus heutiger Sicht war das natürlich eine schlechte Entscheidung. Gleichwohl steht er heute auf der Straße mit seinem unnützen Bergbau-Wissen. Aus nem Kumpel kann ich eben keinen Bankkaufmann machen.
Man sucht sich heute nen Job und gibt sich damit ne grobe Richtung vor, ob die Branche, in der man heute arbeitet allerdings noch in 50 Jahren Bestand hat, ist die Frage. Und wenn man mal 20 Jahre irgendne Richtung gemacht hat, dann ist man eben gezwungen, in dieser Richtung was zu suchen.
 

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Vincent Bellagio

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Fortgeschrittener
Original von Kreittmayr
Das tut nichts zur Sache.
Doch, denn das ist der Unterschied zwischen Theorie und Praxis. Sozialismus ist in der Theorie was total tollas, in der Praxis aber fürn Arsch. Genauso ist es mit irgendwelchen tollen Theorien, die irgendjemand aufstellt, der vom Arbeitsleben keine Ahnung hat.
Gegen Entspannung nach getaner Arbeit ist nichts einzuwenden. Es geht eher um die Frage, mit welcher grundsätzlichen Haltung der Arbeit gegenüber man sein Leben verbringt.
Arbeit ist notwendiges Übel zum Geld verdienen, das man zum Leben braucht. Manchmal macht diese Spaß, manchmal auch nicht.
Das tut mir leid.
Das braucht dir nicht leid tun, das nennt man dann Alltag. Aber den lernst du dann auch noch früh genug kennen. :)
 

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Vincent Bellagio

Sekretär des Herrenhauses der Republik Imperia
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Original von Baudouin de Billancourt
Dennoch sind es - neben einigen Jugendlichen - praktisch ausschließlich Hartzer und Arbeiter, die sich in den Kneipen volllaufen lassen und abends Realitätsflucht begehen und Ablenkung von ihrem missglücktem Leben suchen.
Mensch, du bist so weltfremd und voller Vorurteile. Es ist in dieser Gesellschaft eine Tatsache, dass der berufliche Werdegang und damit auch das Leben eines Menschen durch sein soziales Umfeld beeinflusst wird. So ist es einfach undenkbar, dass der Milionärssohn zum Müllmann wird. Das Arbeiterkind wird Arbeiter und schafft es vielleicht mit viel Tüchtigkeit und Verstand in die Mittelschicht aufzusteigen. Und jedes Milleu hat halt eben seine Kultur, Berufsgruppe Arbeiter gönnt sich ab- und zu ein Feierabendbier in der Kneipe (ein paar Ausnahmen lassen sich vll. volllaufen) und die Berufsgruppe Manager geht halt eben in ne Hotelbar oder vergnügt sich mit der Sekretärin.
 

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Wolfgang Müller
Imperialkanzler der Republik Imperia a.D.
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Unglücklicherweise muss ich den Klischees widersprechen. Die Saufnasen die ich kenne haben akademische Abschlüsse. Haben schon in der Verbindung gesoffen, jeder Anlass war das Öffnen einer Flasche wert bis selbst das Öffnen einer Flasche mit dem Öffnen einer weiteren Flasche gefeiert werden musste.
Ja, es gibt Umfragen wonach eine gesellschaftliche Randstellung das Suchtpotential erhöht. Man raucht eher, man säuft eher.
Ich habe erlebt wie ein (eher flüchtiger) Bekannter, Harz IV Empfänger, an der Tankstelle eine Packung Kippen mit der EC-Karte bezahlen wollte. Ging nicht, des Mindestumsatzes wegen musste er zwei Packungen nehmen, hat ihm das Wochenene versaut.
Mitleid hatte ich wenig, danach aber eine Diskussion die interessant war, aber weder ihn noch mich weitergebracht hat.
Das Fazit für mich war: Es ist halt eben nie so einfach.

Das in der DDR Millionen Schüler ein eher positives Bild von der DDR haben, ist jetzt nicht so überraschend. Nach dem WW2 haben die Alliierten entsprechende unterrichtspläne erzwungen, sonst wäre unser Bild vom Dolfer wahrscheinlich auch um einige KZs ärmer.
Man hat sich eben arrangiert - und jetzt arrangiert man sich mit seiner arrangierten Ansicht von damals.
 

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Ehemaliger Bürger der DU
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Original von Vincent Bellagio
Wenn ihr erst einmal ein paar Jahre gearbeitet habt, wird euch dieses System assimiliert haben. Dann steht ihr morgens um sechs auf und geht tagsüber eurer Arbeit nach. Abends kommt ihr ko nach hause und seit froh über ein Feierabend-Bier vorm heimischen TV oder in der nächsten Eckkneipe...
Ich habe mir mal den Luxus eines einjährigen Urlaubs gegönnt (2006). Ich darf alle Anwesenden beruhigen: So wie von Vincent dargestellt ist es nicht - jedenfalls nicht wenn der Job, den man ausführt, seinem Naturell entspricht.
Ich bin ein miserabler Bürokrat, aber ein kreativer Pionier. Mit dem entsprechenden Job - und den habe ich - macht das Leben mehr Spaß als den ganzen Tag seinen... naja, nix zu tun. Natürlich habe ich dann auch wieder irgendwas gemacht - habe an meinem Roman geschrieben, die CI für eine Band entworfen, lauter so Kram den andere wiederum als Arbeit bezeichnen würden.

Aber so einfach ist es halt nicht ;-)

PS: Werdet Unternehmensberater - wir fangen nicht vor zehn Uhr morgens an ;-)))
 

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Ehemaliger Bürger der DU
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Beitrag von Hajo Poppinga »

Original von Wolfgang Müller
Das Arbeiterkind wird Arbeiter und schafft es vielleicht mit viel Tüchtigkeit und Verstand in die Mittelschicht aufzusteigen.
Das ist doch genau so möglich, wie der Abstieg von Mittel- in Unterschicht, oder sogar von Ober- in Unterschicht. Im übrigen - hat man nicht auch dafür gearbeitet, daß es die eigenen Kinder mal einfacher haben?
 

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Prof. Hajo Poppinga, VK.
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Original von Hajo Poppinga
Das ist doch genau so möglich, wie der Abstieg von Mittel- in Unterschicht, oder sogar von Ober- in Unterschicht.
Was soll uns das nun sagen? Ja, all das ist prinzipiell möglich.
Im übrigen - hat man nicht auch dafür gearbeitet, daß es die eigenen Kinder mal einfacher haben?
Der Spruch geht "...dass es die eigenen Kinder mal besser haben" und bezieht sich auf Eltern aus niedrigen Einkommensschichten, die alles für den Aufstieg ihrer Kinder tun.
 

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