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Grünschnabel
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Grünschnabel

Beitrag von Lady Enigma »

Original von Montgomery Scott
Das Bürgertum hat sich emanzipiert, indem es die Rechte eingefordert hat, die ihre Unterdrückung durch den Adel beendeten. Als Ergebnis ist der Adel langfristig praktisch verschwunden.
Tja, irgendwie scheint aus dem Bürgertum so eine Art neuer Adel entstanden zu sein. Die Kennedys und Bushs sind ein gutes Beispiel.
Und die "Freiheit", die wir "genießen"?
Die Hundeleine ist etwas länger und scheuert nicht mehr so am Hals, das ist aber auch schon alles. Und wenn ich mich auf unserer Welt so umschaue,
für unsere "Freiheit" zahlen andere mit Schweiß, Blut und Tränen.
 

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Der gebildete Mensch hat die Pflicht, intolerant zu sein
Nicolas Gomez Davila
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Erleuchteter
Natürlich aber dass Emanzipation gelingen kann, besagt doch auch, dass es prinzipiell möglich ist, diese Faktoren zu ändern.

@Grimm Dann bleiben wir doch mal beim konkretesten Beispiel für Emanzipation: Die des weiblichen Geschlechts. Es war in Europa bis in 19. Jahrhundert extrem ökonomisch instrumentalisiert. Schau Dir an, was innerhalb von ein paar Generationen vorgegangen ist. Wir haben zwar noch lange keine echte Gleichstellung aber wir haben doch einen meilenweiten Fortschritt gegenüber früherer Jahrhunderte erzielt.
 

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Jungspund
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Jungspund
Die Frauen wurden über Jahrtausende sozial=gesellschaftlich und oft auch rein gesetzlich andersgestellt. In vielen Aspekten schlechter-, in manchen besser-, aber selten Männern gleichgestellt.

Frauen wurden auch (teilweise) ökonomisch instrumentalisiert, weil sie sozial und rechtlich niedriger gestellt waren und sie wurden dann auch daran gehindert, ihre Rechte zu erkämpfen, weil sie ökonomisch ausgegrenzt wurden, also keine Wichtigkeit in der Wirtschaft hatten und sich keine Rolle dort erarbeiten durften.

Mit dem Ersten Weltkrieg wurden Frauen in der Waffen-/Munition-Produktion wichtig und siehe da, auch der Status der Frauen wurde ein ganz anderer. Die politische (für den Krieg) Wichtigkeit der Frauen ermöglichte ihnen, sich wirtschaftlich über ihre Nebenrolle hinaus zu betätigen, sie gewannen an Selbstbewusstsein, das auch nach dem Krieg weiter anhielt und erst durch die "Gebärmaschinen-Versorgungs-Politik" der Nationalsozialisten politisch wieder zwangsrückgängig gemacht wurde. Bis auch die Nazis die Frauen wieder für Kriegsproduktion und sogar die Armee brauchten.
Auch viele, erst städtische, dann auch (zeitversetzt) ländliche Frauen nach dem Zweiten Weltkrieg hatten ein ganz anderes Selbstbewusstsein und einen weiteren Schritt Richtung Emanzipation gemacht.

Womit ich nicht für Kriege für die Emanzipation plädieren möchte. ;)

Sondern: Die Frauen konnten sich gerade über die ökonomische Integration die (tatsächliche, praktische) rechtliche und soziale Anerkennung und bis heute eine annähernde Gleichstellung erarbeiten. Die Wirtschaft spielte, wenn sie offen und marktwirtschaftlich war, eine integrative Rolle für die Gruppen in der Gesellschaft, die vorher durch (religiös, kulturell, ideologisch begründete) politische/soziale Ausgrenzung vom Wirtschaftsleben ausgeschlossen waren. Hier waren sie als kleine Hilfsbedienstete, Hauswirtschafterinnen oder einkommenslose Ehefrauen wirtschaftlich abhängig von der Gnade von (kleinen oder großen) Patriarchen und Almosenempfänger (ob vom Patriarchen oder vom Patriarchen Staat).

Mit der modernen Wirtschaft waren sie nun Mitspieler, als gebildete, qualifizierte Arbeitnehmer, als Unternehmerinnen und als Kunden. Denn Gewinn, Angebot und Nachfrage etc. schauen nicht auf Rasse, Geschlecht oder Religion etc.
 

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Damian Fuller
Kaiser
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Kaiser

Beitrag von Konrad Grimm »

Original von Montgomery Scott
@Grimm Dann bleiben wir doch mal beim konkretesten Beispiel für Emanzipation: Die des weiblichen Geschlechts. Es war in Europa bis in 19. Jahrhundert extrem ökonomisch instrumentalisiert.
Nun - eine Löwin hat sich noch in keinem Zeitalter beherrschen lassen, und einem Schaf nützt die Erlaubnis auch nichts. Glaubst Du, Katharina die Große hätte die Emanzipation gebraucht?

Ich denke, wir stehen in der Anlage-Umwelt-Debatte auf anderen Positionen. Ich denke, dass die Anlage weit entscheidender ist. Wir werden zu Herren oder Sklaven geboren, nicht so sehr gemacht. Ein wahres Raubtier lässt sich nie domestizieren, wird stets an seinen Ketten reißen und sie letztlich sprengen. Schößhündchen dagegen brauchen keine Leine.
 

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Jungspund
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Jungspund
Original von Konrad Grimm
Ein wahres Raubtier lässt sich nie domestizieren, wird stets an seinen Ketten reißen und sie letztlich sprengen. Schößhündchen dagegen brauchen keine Leine.
An den Rahmenbedingungen - primär Recht und Kultur - kann man aber durchaus was machen.
 

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Damian Fuller
Tripel-As
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Tripel-As
Glaubst Du, Katharina die Große hätte die Emanzipation gebraucht?
Nö, die war einfach nur intrigant wie alle erfolgreichen Frauen ;)

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Rainer Maria Zufall
Bürgerbewegung Freikörperkultur

Bei weitem bestaussehendster Mann der DU

Gegen das Vergessen:

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Original von Konrad Grimm
Löwe, Schaf, Raubtier, Sklave
Hast Du nicht neulich noch gesagt, Du wärest unter anderem auf Grund besserer Beziehungen in die CSU eingetreten, damit Du größere Chancen hast, irgendwo in Nürnberg bei einer Bank anzufangen?
Ich würde ja niemandem raten, Ideen Stirners, Marx' oder von wem Du sonst noch etwas aufgeschnappt hast, zu integrieren und danach zu handeln (Integration ist notwendig, aber die Ideen müssen auch die Richtigen sein); aber ich würde sagen, früher warst Du mit Deiner Einstellung einem "Raubtier" deutlich näher. Sind das vielleicht nur Theorien, die Du als Hobby wahrnimmst, ohne ihnen irgendeine Bedeutung für Dein Leben zukommen zu lassen?
Naja; zur allgemeinen Diskussion hier bleibt mir nur noch zu sagen, dass einzig und allein im Liberalismus nicht Sklaven und Herrscher, sondern nur Händler auftreten.
 

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Kaiser
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Kaiser

Beitrag von Konrad Grimm »

Original von Baudouin de Billancourt
Ich würde ja niemandem raten, Ideen Stirners, Marx' oder von wem Du sonst noch etwas aufgeschnappt hast, zu integrieren und danach zu handeln (Integration ist notwendig, aber die Ideen müssen auch die Richtigen sein); aber ich würde sagen, früher warst Du mit Deiner Einstellung einem "Raubtier" deutlich näher. Sind das vielleicht nur Theorien, die Du als Hobby wahrnimmst, ohne ihnen irgendeine Bedeutung für Dein Leben zukommen zu lassen?
Ich seh da keinen Widerspruch. Wölfe tragen bisweilen Schafspelz, um im Bild zu bleiben.
 

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Was verstehst Du eigentlich unter einem Wolf? Jemanden, der geistig unabhängig ist? -Okay, dann haben Karrierepläne etc. nichts zu sagen. Wenn Du aber jemanden meinst, der Karriere machen will, von anderen "profitieren" will, "Herrscher" sein will, dann würden Deine damaligen Pläne (Auswandern nach Island o.Ä.) plausibler klingen als Bankangestellter in Nürnberg zu werden, um in der Heimat zu bleiben.
Nicht, dass ich von "Herrschern" im Sinne von Machthabern irgendetwas halten würde (Sklaven oder Herrscher? - Falsche Alternativen!), aber Produktivität halte ich für eine sehr wichtige Tugend.
 

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Kaiser
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Kaiser

Beitrag von Konrad Grimm »

Original von Baudouin de Billancourt
Was verstehst Du eigentlich unter einem Wolf? Jemanden, der geistig unabhängig ist?
Nein. Unter einem Raubtier verstehe ich ein Wesen, welches sich nimmt, was es will, ohne Moral zu kennen. Ein Wesen, das kein "du sollst nicht töten" kennt.

Moral ist stets Sklaverei, die Unterwerfung des eigenen Willens unter irgendwelche Hirngespinste. Ein Raubtier kennt das nicht.
 

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