Das ist doch Käse, dann dürften sich die USA oder Kanada auch nicht als "Nation" fühlen, und noch weniger als Deutschland eine nationale Auswahl stellen. Das mag in der Urbedeutung des Wortes korrekt (weniger aber, wenn man sich beim Nationalbegriff von der reinen Abstammungslehre verabschiedet) sein, doch weil die Grenze von Staat/Nation nur noch selten wirklich benutzt wird und Deutschland ohnehin niemals im originalen Sinne eine "Nation" war (korrekterweise ist Deutschland wohl eher eine Staatsnation), ist die Debatte doch müßig.
Wer deutscher Staatsbürgerschaft ist, der gehört zur Nation. Die Zeiten, in der man Nationalitäten durch Zugehörigkeitsbedingungen eindeutig trennen konnte, sind doch sowieso dermaßen vorbei, dass die Begriffsanpassung eigentlich angebracht wäre.
Edit: Begriffsverirrung

Zuletzt geändert von David G. Whitman am Di 10. Jun 2008, 17:47, insgesamt 1-mal geändert.