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Bei einer Veranstaltung unter dem Motto "Regionen und Städte neu denken" in Sobarban wurde der David G. Whitman, ein bisher unbeschriebenes Blatt auf der politischen Bühne, erstmals von den interessierten Bürgerinnen und Bürgern Imperias näher zu seiner Kandidatur zum Ministerpräsidenten befragt. Im regionalem TV Imperias werden Ausschnitte aus seinen Antworten übertragen.

Whitman über...

... sich selbst: Nun, da gibt es nicht viel zu sagen. Ich bin 71 Jahre alt, und, wie es mein Name bereits vermuten lässt, ein paar Roldemians in meiner Ahnentafel. Beruflich bin ich, heute natürlich eingeschränkter als früher, selbständig, mit einer kleinen Firma im Kunsthandwerk, deren hauptsächliche Leitung mitlerweile mein Sohn übernommen hat.[/i]

... seine Kandidatur: Sie werden sich vorstellen können, dass ich mir die Frage, die sich viele stellen, durchaus auch selbst gestellt habe: "Was will denn nun der alte Mann?". Ich habe darüber lange nachgedacht, bin dann aber zu einem Schluss gekommen: Ich fühle mich körperlich fit, und das Züchten von Rosen wird auf Dauer langweilig, und mein Sohn wäre auch mal ganz froh, arbeiten zu können, ohne das ich dauernd in der Firma herumlümmel. Da ich diesem Land, das mir bisher so ein bezauberndes und beglückendes Leben ermöglicht hat, etwas zurückgeben möchte, habe ich mich dann dazu entschlossen, mich zu dieser Wahl zu stellen. Natürlich habe ich bisher wenig Erfahrung, aber ich habe eine Vorstellung, eine Idee von dem, was ich möchte und was mir an politischer Erfahrung mangelt, das kann ich durch Lebenserfahrung mitlerweile hoffentlich ausgleichen.

... was anders werden soll: Ich hoffe, diese Frage war nicht auf konkrete politische Ziele gemünzt?... Nein, in Ordnung, dann werde ich dazu Folgendes sagen: Ich möchte das politische Klima wieder ins positive verändern. Die allgemeine Lethargie, die nach der Sache im letzten Jahr eingekehrt ist, ist auf Dauer kein angenehmer Zustand, für niemanden. Und man muss sich fragen, wo die Verantwortung liegt. Es ist meine Überzeugung, dass eine Regierung in der Lage sein kann, mehr Anreize zur Partizipation zu schaffen. In dem sie auch politische Themen zur Debatte stellt, und sie diskutiert. Dazu muss sie initiativ wirken, und das wäre unter mir ein elementares Ziel. Damit wäre sowohl die Regierung gestärkt, als auch das Herrenhaus, das wieder zu einem Zentrum des politischen Prozesses wird.

... primäre Ziele: Okay, primär, das heißt für mich: Bildung. Besonders am Herzen liegt mir die Jugend unseres Landes und gerade die Chancengleichheit für jeden jungen Menschen. Ich glaube, wir verschenken immens viel potenzial, wenn wir - gerade in den großen Städten - tatenlos dabei Zuschauen, wie der soziale Status immer mehr zementiert wird und die Aufstiegschancen systematisch geschlossen werden. Es ist mir völlig klar, dass der Staat hier kein Allheilmittel anbieten kann und das viele in der Erziehungsarbeit von Familien abhängt, in diese soll und kann sich der Staat nur in überaus dringenden Notständen einmischen. Aber, wir müssen als Gesellschaft zumindest die Chancen anbieten. Dazu schwebt mir eine umfassende Bildungsoffensive vor. Ganz klar sage ich dazu: die klassische Form des dreigliedrigen humanistisch-orientierten Schulsystems werde ich nicht verändern wollen. Denn wir müssen die Wertigkeit der Abschlüsse sicherstellen. Es kann nicht sein, dass zugunsten von mehr Abiturienten der Hauptschulabschlus so entwertet wird, dass ein Hauptschüler nur noch spöttisch belächelt wird. Jeder muss und soll den Abschluss bekommen, der seinen Begabungen entspricht, und jeder Abschluss muss und soll auf dem Arbeitsmarkt qualifizieren. Da es nun sehr schwierig ist, die Begabung eines Kindes perfekt einzuschätzen, werde ich mich dafür einsetzen, erst nach der sechsten Klasse entsprechend die Bildungswege zu trennen. Gleichzeitig muss die Durchlässigkeit bei guten Leistungen zu höheren Schulen gewährleistet sein. Wer sich als Schüler dazu entschließt, hat häufig neben dem allgemeinen Anziehens des Niveaus das Problem, dass man sich nicht nur an ein neues Umfeld gewöhnen muss, sondern auch viel Stoff nacharbeiten. Für diese Schüler möchte ich eine (freiwillige) individuelle Förderung einrichten, die sicherstellt, dass der Lernstand vorm Eintritt in die neue Schulform angeglichen wird. [...]

Gleichzeitig müssen wir auch dem Problem ins Auge blicken, dass soziale Zementierung auch eine Integrationsfrage ist. Daher wird es verpflichtend werden, dass ein Kind angemessen imperianisch vor der Einschulung spricht. Ist dies nicht der Fall, so wird der eigentlichen Schulbildung ein Vorschuljahr zur Vermittlung grundlegender sprachlicher und kultureller Kenntnisse vorausgesetzt. Doch es gilt nicht nur zu fordern: Gleichzeitig muss eine umfassende Antidiskrimierungsrichtlinie, zumindest dort, wo die Republik Imperia dies selbst beschließen kann, her. [...] Die häufige Ghettoisierung, die bei einigen Schulen häufig erlebt wird, kann nicht aus sich heraus gelöst werden. Daher muss ein integratives Schulkonzept her, und dort schließe ich Quotierungen nicht aus. [...]

... Energiepolitik: Nun, es ist kein Geheimnis, dass fossile Rohstoffe knapper und damit teuer werden und es ist kein Geheimnis, dass Strom aus regenerativen Energien unseren Bedarf noch nicht stillen kann. Um mittelfristig nicht von Stromimporten oder Ressourcenimporten abhängig zu sein, ist es meiner Meinung nach dringend notwendig, über die Nutzung der Kernenergie nachzudenken, welche ich sowohl für sicher befinde, als auch für umweltschonender, denn ich kenne niemanden, der gerne neben den alten Kohlekraftwerken aus Zeiten des Kaiserreichs wohnt, welche aber nicht vom Netz gehen können, weil dann halb Mixoxa ohne Strom wäre. Und ich möchte es nicht erleben, dass unsere Hauptstadt aus Mangel nachts den Strom abstellen muss.

... Kultur: Imperia ist eine Kulturnation, und muss dem auch entsprechend gerecht werden. Wir haben dort viele Dinge, mit denen wir Wuchern können. Entsprechend setze ich mich dafür ein, dass der Etat und die Förderung für Museen, Theater, Opern etc.pp. erhöht wird, und der Zutritt zu staatlichen Museen grundsätzlich kostenbefreit wird. Hinzu kommt die dringend nötige Renovierung des Nationalmuseums in Mixoxa, welches ich möglichst zeitnah umsetzen möchte [simoff: Gestaltung].

... seinen Fußballverein: Imperia Mixoxa.

... Kompetenzen in der Union: Nun, ich habe nichts gegen die derzeitig im Unionsrat besprochene Änderung. Soziale Sicherung o.ä. sind durchaus berechtigt auf Unionsebene anzusiedeln. Sofern der Unionsrat beschlussfähig ist, ist dies zwar keine sonderlich wichtige Bemerkung von mir, da der Drops mit meiner potenziellen Wahl bereits gelutscht sein wird, es soll aber als genereller Anhaltspunkt dienen. Ich behalte es mir allerdings vor, die Souveränität Imperias in den anderen Bereichen ausdrücklich zu bewahren, sowohl gegenüber absolut unrealistischen "Staatsverträgen" als auch gegenüber dem Ministerium für Länderangelegenheiten. Im Unionsrat werde ich aktiv mitwirken, und das objektiv, und nur im Interesse Imperias, da ich auch keine anderen Interessen zu vertreten habe, die eventuell aus einer Parteimitgliedschaft resultieren.

... Finanzpolitik: Ich halte die Gesetzgebung, die kürzlich in Kraft gesetzt wurde, für grundsätzlich gut, aber ich werde sie im Detail verändern wollen und dann als ganzes Paket neu in Kraft setzen - das Verfahren, welches genutzt wurde, scheint mehr als zweifelhaft und muss dringend korrigiert werden. Zumal mit keinem Gedanken an die Umsetzung gedacht wurde, da weder Steuern noch Gehälter noch Förderung noch sonst irgendetwas derzeit umgesetzt wird - gleichzeitig aber laufend potenzielle Verpflichtungen auf die Republik zurollen. Daher sind diese Gesetze akkurat durchzuarbeiten, und ggf. neu zu verabschieden und nicht so dahingeschludert, wie die sogenannte Regierung von Palm es tat. Daher wird eine der ersten Schritte meiner Regierung sein, das "Gesetz zum Austieg aus dem Austieg" zumindest erst einmal wieder außer Kraft zu setzen. Ferner wird es keine Rückkehr zum Departement der Finanzen geben, welches durch die Unionsbankpolitik im Prinzipüberflüßig wurde. Die Schaffung einer Landesbank wird diesen Rückzug jedoch flankieren. Aber, wie gesagt, die Wirtschafts- und Finanzpolitik muss umfassend neu geregelt werden. Der Pfusch der Regierung von Palm kostet uns ansonsten sehr viel Geld. Und es ist nicht in meinem Sinne, die Bürgerinnen und Bürger sowie die Unternehmen übermäßig steuermäßig zu belasten.

... Umweltschutz: Dieser muss grundsätzlich auch geregelt werden. Über genaue Gebiete und die gesetzlichen Maßnahmen muss allerdings vor allem erst einmal mit dem Kommunen gesprochen werden, die im Endeffekt am meisten betroffen sind.
 

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David G. Whitman
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Ich möchte anlässlich der Wahl nochmal hierauf hinweisen, weil es offenbar etwas untergegangen ist. Dieses Interview bzw. sein Inhalt sind natürlich als mein Wahlprogramm aufzufassen.
 

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David G. Whitman
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Herr Whitman, ich finde ihre Ausführungen insgesamt sehr lobenswert und Sie gewinnen meine Unterstützung.

Nur ein Punkt muss ich kritisieren: ihr Satz von der Souveränität Imperias. Ich mache darauf aufmerksam dass Imperia kein souveräner Staat ist, da wir in usnerem Bundesstaat die Souveränität an die Union abgegeben haben (im Gegensatz zu einer Konföderation/Staatenbund).
 

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Eine Frage, Herr Whitman, weil mir das gerade ins Auge sprang: Was sind für Sie „unrealistische ‚Staatsverträge‘“?
 

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[b]Professor Dr. Dr. Fabian von Montary[/b]
[b][size=85]OEL MP HCR RM[/size][/b]
[size=85]Präsident der Unionsstiftung für Kultur, Gesellschaft und Geschichte
Dekan des Roldemian Institute for History an der Montary University
Staatsarchivar der Republik Roldem und Honorarkonsul im Dominion Cranberra
Sprecher des Parlaments von Roldem und Abgeordneter für den Wahlkreis W. City of Montary[/size]

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[size=85][img]http://img.roldem.ro/wappen_montary.png[/img][/size]
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Ich mache darauf aufmerksam dass Imperia kein souveräner Staat ist, da wir in usnerem Bundesstaat die Souveränität an die Union abgegeben haben (im Gegensatz zu einer Konföderation/Staatenbund).
Imperia ist kein voll-souveräner, aber dennoch ein teil-souveräner Staat (souverän hinsichtlich aller Bereiche, die die Unionsverfassung nicht ausdrücklich der Zuständigkeit der Union zuweist). In diesem Sinne kann ich an Herrn Whitmans Aussagen nichts Kritisierenswertes finden.
 

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Original von Fabian Montary
Eine Frage, Herr Whitman, weil mir das gerade ins Auge sprang: Was sind für Sie „unrealistische ‚Staatsverträge‘“?
Ich glaube einerseits, dass der Aufwand/Nutzen-Faktor bei dem immer wieder genannten Modell gemeinsamer Lösungen auf Staatsvertragsbasis nicht gerade gut ist (man muss sich nur anschauen, wie oft so etwas bisher geklappt hat) und andererseits gibt es natürlich z.B. in der Bildungspolitik Gründe für Zusammenarbeit, aber natürlich auch aufgrund der kulturellen und sozialen Vielfalt in diesem Staate auch viele dagegen.

An Herrn Burghammer sei gesagt, dass Imperia qua Unionsverfassung als souveräner Teilstaat (wie Herr Quistorp schon ausführte) bezeichnet wird.
 

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David G. Whitman
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Wieviele Staatsverträge gelten denn bisher für Imperia?
 

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[b]Professor Dr. Dr. Fabian von Montary[/b]
[b][size=85]OEL MP HCR RM[/size][/b]
[size=85]Präsident der Unionsstiftung für Kultur, Gesellschaft und Geschichte
Dekan des Roldemian Institute for History an der Montary University
Staatsarchivar der Republik Roldem und Honorarkonsul im Dominion Cranberra
Sprecher des Parlaments von Roldem und Abgeordneter für den Wahlkreis W. City of Montary[/size]

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[/size]

[size=85][img]http://img.roldem.ro/wappen_montary.png[/img][/size]
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Original von David G. Whitman
An Herrn Burghammer sei gesagt...
Der gute Mann heißt Schneider. ;)
 

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Mit freundlichen Grüßen
Juno-Phyllis Mason
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Der gute Mann heißt Schneider. ;)
Oh, ich bitte vielmals um Verzeihung. Da hab ich irgendwas durcheinandergeworfen.
 

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David G. Whitman
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Original von Fabian Montary
Wieviele Staatsverträge gelten denn bisher für Imperia?
Keiner, soweit ich weiß.
 

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David G. Whitman
Imperialkanzler
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