Original von David G. Whitman
Sicher gibt es diese Barrieren, das wil ich gar nicht abstreiten. Ich sage nur, dass diese nicht unüberwindbar sind. Das man darüber nachdenken muss, dass soziale Barrieren im Sinne der durchlässigkeit wieder gelockert werden, ist in der Tat logisch und wird von mir gar nicht bestritten. Gleichzeitig ist mir diese deterministische Sichtweise häufig suspekt, dass gewisse Menschen keine Chancen haben. Das verkennt dann all jene, die es trotzdem schaffen. Da stellt sich wiederum dann die Frage, wieso das nicht allseits vermittelt werden kann. Was wiederum damit zu tun hat, dass vieles in dieser Gesellschaft einen auf Ambitionslosigkeit drillt, aber das ist ein anderes Thema.
Theoretische Chancen hat man immer. Keine Barriere ist unüberwindbar. Das besagt überhaupt nichts.
Tatsächlich gibt es bestimmte Schichten, innerhalb derer man auf Ambitionslosigkeit getrimmt wird. Dabei handelt es sich vorallem um jene Schichten, die von unserer Gesellschaft in Beug auf Bildung, Kultur und Integration systematisch vernachlässigt werden, am krassesten von der CDU-Sozialpolitik, SPD und FDP machen sich in dieser Frage aber auch keine Ehre.
Ich sprach, wie der Patrick schon sagte, nicht von 400-Euro Jobs, sondern von Menschen, die 150 Stunden im Monat arbeiten und dafür die genannten 1.300 Euro bekommen, von denen so 900 Euro bleiben. Unnötig zu erwähnen, dass diese Differenz auf diesem Niveau einen massiven Unterschied macht. Dadurch, dass sie einen (sozial)Staat mitfinanzieren, der die eigentlich die Schwachen stützen soll, werden sie selbst überproportional schwächer gestellt. Das ist doch paradox.
Was die untere Mittelschicht angeht: Die muss dringend entlastet und gefördert werden. Da gebe ich Dir/Euch völlig recht.
Zuletzt geändert von Montgomery Scott am Di 27. Mai 2008, 14:49, insgesamt 1-mal geändert.