Das ist doch Quatsch. Ich rede nicht von der klassischen vom Tellerwäscher-zum-Millionär-Geschichte, sondern davon, dass man seinen eigenen Lebensunterhalt bestreitet. Hierfür reicht ein durchschnittlicher Job ja völlig aus. Insofern ist eine vertikale Mobilität absolut gegeben.Original von Montgomery Scott
So eine Sichtweise ist gesellschaftspolitisch schon geradezu sträflich naiv. Empirische Untersuchungen zeigen doch laufend, dass es sich bei Personen, die tatsächlich aus dem gesellschaftlichen Nichts eine Karriere beginnen, um statistische Ausreißer handelt und statistisch diese vertikale Mobilität eben gerade nicht besteht. Es ist einfach eine Tatsache. Da ist es beinahe zum Lachen, wenn Liberale den Marxisten ein unrealistisches Menschenbild unterstellen.
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Jeder kann sich in Deutschland irgendwie ernähren aber nicht jeder kann auhc etwas erreichen. Insofern ist keine vertikale Mobilität gegeben.Original von SRM
Das ist doch Quatsch. Ich rede nicht von der klassischen vom Tellerwäscher-zum-Millionär-Geschichte, sondern davon, dass man seinen eigenen Lebensunterhalt bestreitet. Hierfür reicht ein durchschnittlicher Job ja völlig aus. Insofern ist eine vertikale Mobilität absolut gegeben.

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Ersteres entlastet das Sozialsystem und letztlich jeden. Zweiteres hat, auch wenn du was anderes sagst, jeder selbst in der Hand.Original von Montgomery Scott
Jeder kann sich in Deutschland irgendwie ernähren aber nicht jeder kann auhc etwas erreichen. Insofern ist keine vertikale Mobilität gegeben.
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Nein, auch ernähren kann man sich in Deutschland oft nur noch mit staatlicher Hilfe. Ich habe nicht von der eigenen Ernährung durch Lohnarbeit gesprochen.Original von SRM
Ersteres entlastet das Sozialsystem und letztlich jeden.
Dieses "Liegt jedem selbst in der Hand" ist doch eine leere Phrase, deren dürfiger Inhalt offensichtlich ist. Die Frage ist, wer gerechtfertigterweise für sich welche Chancen sehen kann. Und da sieht es zunehmend düster aus.Zweiteres hat, auch wenn du was anderes sagst, jeder selbst in der Hand.

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Fakt ist doch, dass sich zahllose Bedürftige in ihr Schicksal ergeben und keine Aktivitäten mehr unternehmen, ihre Situation zu ändern. Gerade diese Leute gilt es, aus dem Sozialsystem herauszubringen. Und ein weiterer Fakt ist auch, dass Hartz IV oder 1-Euro-Jobs keinen Weg aus der Krise sind.
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SRM: Wie erklärst du dann die Tatsache, dass die wenigsten Studenten aus Arbeiterfamilien kommen, im Gegensatz zu Studierenden mit bildungsbürgerlichem Hintergrund?
Im übrigen verschließt du deine Augen vor der Realität, dass ein normaler Job eben durchaus nicht ausreichen kann. Aus deiner schwäbischen Perspektive als junger und dynamischer Uniabsolvent, dem quasi alles offensteht, mag das so erscheinen. Doch wunderst du dich nicht, dass so viele ihre kümmerlichen Entlohnungen noch mit Alg II aufstocken müssen?
Was Globalisierung angeht, hast du durchaus Recht: sie ist ein immenser "Jobmotor", insbesondere für den Exportweltmeister BRD - wir gehören eindeutig zu den Profiteuren dieses Prozesses (der übrigens überhaupt nicht neu ist). Da ist es gerade paradox, dass mit diesem Terminus stets begründet wird, man müsse den "Gürtel enger schnallen".
Aber zum Thema:
Der Vorschlag von diesem RCDS Fritzen ist Klassenkampf von oben. Klassenkampf von oben führt über kurz oder lang zu einer umso radikaleren Antwort von unten. Das so ein überaus dämlicher Vorschlag bei Bild, Spiegel und auch Anne Will so thematisiert wird, offenbart ein schlimmes Bild: elementare Grundsätze der Demokratie können mal eben in Frage gestellt werden, und in der ARD sagt die wichtigste Poltitalkmoderatorin: Danke, dass Sie ihren Vorschlag noch einmal richtig geschildert haben.
Im übrigen verschließt du deine Augen vor der Realität, dass ein normaler Job eben durchaus nicht ausreichen kann. Aus deiner schwäbischen Perspektive als junger und dynamischer Uniabsolvent, dem quasi alles offensteht, mag das so erscheinen. Doch wunderst du dich nicht, dass so viele ihre kümmerlichen Entlohnungen noch mit Alg II aufstocken müssen?
Was Globalisierung angeht, hast du durchaus Recht: sie ist ein immenser "Jobmotor", insbesondere für den Exportweltmeister BRD - wir gehören eindeutig zu den Profiteuren dieses Prozesses (der übrigens überhaupt nicht neu ist). Da ist es gerade paradox, dass mit diesem Terminus stets begründet wird, man müsse den "Gürtel enger schnallen".
Aber zum Thema:
Der Vorschlag von diesem RCDS Fritzen ist Klassenkampf von oben. Klassenkampf von oben führt über kurz oder lang zu einer umso radikaleren Antwort von unten. Das so ein überaus dämlicher Vorschlag bei Bild, Spiegel und auch Anne Will so thematisiert wird, offenbart ein schlimmes Bild: elementare Grundsätze der Demokratie können mal eben in Frage gestellt werden, und in der ARD sagt die wichtigste Poltitalkmoderatorin: Danke, dass Sie ihren Vorschlag noch einmal richtig geschildert haben.
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Richtig, und diesen Leuten muss man eine Perspektive geben, die der völlig defekte (oder streng genommen gerade sehr gut funktionierende) Arbeitsmarkt von sich aus nicht mehr leistet.Original von SRM
Fakt ist doch, dass sich zahllose Bedürftige in ihr Schicksal ergeben und keine Aktivitäten mehr unternehmen, ihre Situation zu ändern. Gerade diese Leute gilt es, aus dem Sozialsystem herauszubringen. Und ein weiterer Fakt ist auch, dass Hartz IV oder 1-Euro-Jobs keinen Weg aus der Krise sind.

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Der Arbeitsmarkt ist nicht 'defekt', sondern das Bildungssystem, dass zyklisch und beinahe panisch Leute ausbildet, für die es dann bei Ausbildungsabschluss keine Stellen mehr gibt (z.B. Lehramt). Der Arbeitsmarkt 'nimmt das auf', was er entsprechend der wirtschaftlichen Lage aufnehmen kann.
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Wie kommst Du darauf, es gäbe für Lehrämtler keine Stellen?Original von SRM
Der Arbeitsmarkt ist nicht 'defekt', sondern das Bildungssystem, dass zyklisch und beinahe panisch Leute ausbildet, für die es dann bei Ausbildungsabschluss keine Stellen mehr gibt (z.B. Lehramt). Der Arbeitsmarkt 'nimmt das auf', was er entsprechend der wirtschaftlichen Lage aufnehmen kann.
Der letzte Punkt ist abhängig davon, was Du als wirtschaftliche Lage betrachtest. Zunächst mal handelt es sich dabei ja innerhalb gewisser Grenzen um einen Kreislauf: Erst, wenn Leute Geld verdienen, können sie auch die Nachfrage schaffen, um die binnenwirtschaftliche Lage zu verbessern. Außerdem hängt die Nachfrage nach angebotener Lohnarbeit eben nicht nur von der wirtschaftlichen Lage ab: Die Frage ist immer auch, ob ein Kleinunternehmer oder ein kapitalistischer Investor produziert, da der Kleinunternehmer immer auch das kommunikative Handeln, ein Investor jedoch fast ausschließlich das zweckrationale Handeln (nach Habermas) zum Zweck, was sich auf das Angebot von Arbeitsplätzen auswirkt.
Sorry, das schweift jetzt etwas ab...

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Vor zwei, drei Jahren waren Lehramtsstudenten quasi ohne Perspektive. Im Zuge dessen wurden an der Uni Stuttgart auch die entsprechenden Studiengänge entweder massiv limitiert oder ganz gestrichen. Inzwischen sucht man wieder händeringend - da steckt halt kein Plan dahinterOriginal von Montgomery Scott
Wie kommst Du darauf, es gäbe für Lehrämtler keine Stellen?
Der letzte Punkt ist abhängig davon, was Du als wirtschaftliche Lage betrachtest. Zunächst mal handelt es sich dabei ja innerhalb gewisser Grenzen um einen Kreislauf: Erst, wenn Leute Geld verdienen, können sie auch die Nachfrage schaffen, um die binnenwirtschaftliche Lage zu verbessern. Außerdem hängt die Nachfrage nach angebotener Lohnarbeit eben nicht nur von der wirtschaftlichen Lage ab: Die Frage ist immer auch, ob ein Kleinunternehmer oder ein kapitalistischer Investor produziert, da der Kleinunternehmer immer auch das kommunikative Handeln, ein Investor jedoch fast ausschließlich das zweckrationale Handeln (nach Habermas) zum Zweck, was sich auf das Angebot von Arbeitsplätzen auswirkt.
Sorry, das schweift jetzt etwas ab...
Richtig, erst eine Erhöhung des verfügbaren Einkommens (im Normalfall durch höhere Löhne
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