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Haudegen
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Beitrag von vSzP »

Original von Konrad Grimm

MfS und BfV sind jeweils zu ihrem System passende geheimdienstliche Staatsschützer. Vom Prinzip her gleich - beide sollen Staatsfeinde ausspionieren -, von den Methoden sehr unterschiedlich.
Damit aber quasi die Methodik der Stasi zu begründen oder Argumente zum Verständnis hervorzubringen, ist ein Fehler. Seit dem III. Reich wissen wir, dass Befehl und Gehorsam nicht alles ist!

Soldaten, Beamte, Arbeiter, sie alle haben ihre Dienstpflichten zu erfüllen - wenn diese nicht gegen die Menschenwürde oder gegen grundlegende Rechte jedes Einzelnen verstoßen. Und ich kritisiere, dass die Stasi eben Befehle herausgab, die ganz klar unter diesem Niveau lagen und damit Verbrechen gegen die Menschheit in Auftrag gegeben hat.

Und damit war die Stasi für mich ein System, dass sämtliche Nachkriegsentwicklungen im Bereich Menschenwürde/Ansehen vor dem Menschen ausblendete und ein ganz anderes Menschenbild vermittelt hat: das Menschenbild, in dem Staatsfeinde keine Achtung haben. Und das ist der entscheidende Unterschied.
 

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Anton von Sorbarban zum Paradies
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Tripel-As

Beitrag von Rainer Zufall »

Original von Baudouin de Billancourt

Aha - der Freiheitsbegriff dieser Gesellschaft ist deiner Meinung nach also pervertiert gemessen an der Moral.
Nun hab ich die Moral von Linken nie verstanden - was sind denn deiner Meinung nach die Maßstäbe der Moral?
Steht alles in nem ganz tollen Buch. Das handelt von nem wandernden Rabbi von vor 2000 Jahren, der echt durchgeknallte Ideen hatte von Liebe und so
 

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Rainer Maria Zufall
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Original von Montgomery Scott

Das trifft den Nagel auf den Kopf.

Klar ist die Stasi in der Praxis in fast jeder Beziehung weit über das hinaus gegangen, was ihre eigentliche Aufgabe war. Zum Teil, weil der zunehmende Dysfunktionalität der politischen Ordnung es erforderlich machte, zum Teil, weil einfach die Kontrollinstanzen fehlten und die Stasi selbst zum Machtzentrum wurde, die nicht mehr auf die Zuweisung von Aufgaben angewiesen war. Trotzdem hat die Stasi schlicht dazu gedient, eine bestehende Ordnung gegen ihre Feinde (oder auch schon potentielle Feinde) zu verteidigen.
Falsch. Die StaSi hat exakt alles so gemacht wie er gedacht war. In Theorie, Praxis und bis in die letzte Konsequenz. Das in KEINER Weise mit dem Verfassungsschutz zu vergleichen. Du simplifizierst hier einfach was.
 

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Original von Rainer Zufall

Moral ist alles andere als relativ.
Natürlich ist Moral relativ. Wenn ein Unternehmen Mitarbeiter entlässt, kann man das als unmoralisch sehen, weil es für die Betroffenen schlecht ist. Man kann es als moralisch sehen, weil das Unternehmen möglicherweise verhindert, dass man auf lange Sicht alle Mitarbeiter auf die Straße setzen muss, weil das Unternehmen pleite ist. Da haben wir zwei moralische Standpunkte, die vom Betrachtungswinkel abhängen, genau wie jede Frage nach dem, was "gut" ist, vom Betrachtungswinkel abhängt.

Wenn Du Deine Moral für absolut hälst, dann stehst du leidergottes ziemlich nahe an der Diktatur.
 

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David G. Whitman
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Original von David G. Whitman

Natürlich ist Moral relativ. Wenn ein Unternehmen Mitarbeiter entlässt, kann man das als unmoralisch sehen, weil es für die Betroffenen schlecht ist. Man kann es als moralisch sehen, weil das Unternehmen möglicherweise verhindert, dass man auf lange Sicht alle Mitarbeiter auf die Straße setzen muss, weil das Unternehmen pleite ist. Da haben wir zwei moralische Standpunkte, die vom Betrachtungswinkel abhängen, genau wie jede Frage nach dem, was "gut" ist, vom Betrachtungswinkel abhängt.
Nein, wenn die Entlassungen tatsächlich der einzige Weg sind, um einen Teil der Arbeitsplätze zu erhalten, würde das niemand unmoralisch nennen. Unmoralisch sind solche Fälle nur, weil es im Allgemeinen nicht um die Sicherung von Arbeitsplätzen sondern um Renditen geht.
 

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Haudegen

Beitrag von vSzP »

Original von Montgomery Scott

Nein, wenn die Entlassungen tatsächlich der einzige Weg sind, um einen Teil der Arbeitsplätze zu erhalten, würde das niemand unmoralisch nennen. Unmoralisch sind solche Fälle nur, weil es im Allgemeinen nicht um die Sicherung von Arbeitsplätzen sondern um Renditen geht.
Wie willst du das beurteilen können?
 

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Anton von Sorbarban zum Paradies
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Das sagt mir meine Erfahrung und meine Logik.
 

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Beitrag von vSzP »

Original von Montgomery Scott
Das sagt mir meine Erfahrung und meine Logik.
Wow... unabhängig der Märkte, der Kapitalgeber, der weltweiten Veränderungen etc. pp. kann ein kleiner Junge voraussagen, wie ein Unternehmen läuft. Das ist... das zeigt, dass du keine Ahnung von BWL hast...
 

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Anton von Sorbarban zum Paradies
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Es geht nicht um BWL, es geht um Moral. Lies noch mal nach, was überhaupt das Thema war.
 

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Haudegen

Beitrag von vSzP »

Original von Montgomery Scott
Es geht nicht um BWL, es geht um Moral. Lies noch mal nach, was überhaupt das Thema war.
Nein, es geht einfach darum: was ist gerechtfertigt? Heute das Nokia-Werk in Bochum zuzumachen oder nicht? Du würdest jetzt sicher behaupten, nein es sei nicht gerechtfertigt weil NOKIA glänzende Gewinne mache. Aber ich sage dir: so leicht ist das nicht. Solche Entscheidungen trifft man nicht von heute auf morgen, die sind gründlich geplant und fundiert.

Sprich: solche Entscheidungen kann man nicht einfach moralisch begründen, sondern man muss sie auch betriebswirtschaftlich begründen.
 

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