Das Präsidialsystem funktioniert in Astor, weil Astor eine USA-Simulation ist, was dem Spiel automatisch einen Vorschuss an Popularität gibt, und durch vertraute Klischees noch in jeder Situation Anknüpfungspunkte für die Aktivitätsgenese bietetOriginal von Julia Elián
Ich sehe das Praesidialsystem nicht ganz so negativ und man kann das auch gestalten (siehe Astor), aber ich stimme zu - und das ist auch eine meiner groessten simoff Bedenken gegen die Abschaffung des Praesidenten -, dass damit die DU weiter an Profil verlieren wuerde, weil der Deutschland-Aspekt damit vollends den Bach runterginge. Allerdings ging ich davon aus, dass es diese Reform eh nicht durch die Institutionen geschafft haette.
Trotzdem macht es einen spürbaren Unterschied, ob nach einer Wahl wie in Astor erst einmal durchgeatmet und sich zurückgelehnt wird, weil der Präsident nun für die nächsten Monate unumstößlich feststeht, oder ob eben dann erst Koalitionsverhandlungen, bis hin zu regelrechten Verhandlungswettläufen beginnen, und sich die Mehrheiten auch währen der laufenden Legislaturperiode jederzeit ändern können.
Ein gutes Stück der ratelonischen Erfolgsgeschichte beruhte auf Koalitonsverhandlungen und -brüchen, Intrigen, Misstrauensvota, Mehrheitsverschiebungen usw., sowie auch der dem Parlamentarismus immanenten Vielfalt des Parteiensystems.
Ein Präsidialsystem schnitte dem Spiel all das ab, ohne aber gleichzeitig einen Ausgleich zu schaffen, wie Astor ihn durch sein Grundkonzept eben als USA-Simulation besitzt.
