Beiträge: 7718
Registriert: Mi 14. Mär 2007, 15:21
Dass ich mal mit Thorsten in einer Frage der Sozialpolitik einer Meinung bin... Das müssen wir feiern. 
[b]Professor Dr. Dr. Fabian von Montary[/b]
[b][size=85]OEL MP HCR RM[/size][/b]
[size=85]Präsident der Unionsstiftung für Kultur, Gesellschaft und Geschichte
Dekan des Roldemian Institute for History an der Montary University
Staatsarchivar der Republik Roldem und Honorarkonsul im Dominion Cranberra
Sprecher des Parlaments von Roldem und Abgeordneter für den Wahlkreis W. City of Montary[/size]
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Registriert: Mo 31. Mär 2008, 16:40
:klatsch:Original von Konrad Grimm
Du übersiehst, dass Arbeit die Nahrungsbeschaffung des zivilisierten homo sapiens ist. Es gibt in der Natur kein Leben, das einfach so durchgefüttert wird. Das widerspricht Darwins "struggle for life".
Der Mensch ist nur durch Arbeit zu dem geworden, was er heute ist. Ich habe nichts gegen Sozialwerke, welche working poor etc. unter die Arme greiffen. Aber ich habe mächtig etwas gegen die Art von Menschen, die meinen sie könnten sich auf die faule Haut legen, nichts tun, und von den Menschen profitieren, die jeden Tag schwer schufften müssen. Solchen Menschen auch noch ein Grundeinkommen zur Verfügung zu stellen ist nicht nur unlogisch sondern auch gegen jede Regel des sozialen Nebeneinanders!
Beiträge: 910
Registriert: Fr 19. Okt 2007, 16:49
Beiträge: 7718
Registriert: Mi 14. Mär 2007, 15:21
Das althaus'sche Bürgergeld bringt dem Bürger noch weniger Geld, als was einem Empfänger von Leistungen nach Hartz IV zusteht. Was rückt es zurecht?Original von vSzP
bringt aber auch sicherheit und rückt einiges wieder zurecht, was in den letzten jahren schief gelaufen ist.
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Anfänger
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Der Mensch muss mit den Naturgesetzen und -Anforderungen klarkommen. Dafür hat er sich aber - durchaus zum Vorteil seiner Erhaltung und seines Komforts - eine Zivilsation geschaffen.Original von Rainer Zufall
Nun ist der Mensch aber auch kein Tier.
Nicolas Dühring Fournier
Selbständiger Unionist
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Anfänger
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Kümmer Du Dich um Deine Menschenwürde, und ich kümmere mich um meine. Es ist dem Menschen jedenfalls unwürdig, ihn als hilflose Kreatur anzusehen, der man Geld in den Allerwertesten schieben muss, damit es ihr besser geht.Original von vSzP
ein grundeinkommen für alle garantiert menschenwürde
Ähm... damals haben die Leute eher 14 Stunden am Tag hart für ihre ärmliche Existenz arbeiten müssen, ohne je hoffen zu können, dass es besser würde. Im Übrigen wüsste ich nicht, wieso man Arbeit - als Kern der menschlichen Existenz, inklusive dem Erhalt des Lebens und Glück - so verteufelt. Fortschritt besteht für mich nicht darin, sich einem Ideal anzunähern, in dem Menschen nicht mehr arbeiten müssen.Original von vSzP
Im Mittelalter haben die Menschen 2 Stunden am Tag gearbeitet und sich dann um Familie, Haus etc. gekümmert. Und heute sind es 8,5 Stunden. Wo ist denn da der Fortschritt geblieben?
Beiträge: 1154
Registriert: Mo 26. Mär 2007, 17:36
Hausarbeit sowie sich um Kinder und Alte zu kümmern, sind in diesen 2 Stunden natürlich nicht eingerechnet - genauso wenig wie heute. 40 Stunden sind reine Arbeitstag für den Arbeitgeber.Original von Baudouin de Billancourt
Ähm... damals haben die Leute eher 14 Stunden am Tag hart für ihre ärmliche Existenz arbeiten müssen, ohne je hoffen zu können, dass es besser würde. Im Übrigen wüsste ich nicht, wieso man Arbeit - als Kern der menschlichen Existenz, inklusive dem Erhalt des Lebens und Glück - so verteufelt. Fortschritt besteht für mich nicht darin, sich einem Ideal anzunähern, in dem Menschen nicht mehr arbeiten müssen.
So, für was besteht denn dein Fortschritt? Zumindest kann ich für die VWL argumentieren (so wie auch zu Teilen für die BWL), das deren Ziele die Überwindigung von Knappheit sind. Ich denke, Menschen werden geboren um sich entwickeln zu können, um sich zu bilden und ihren Eigenschaften nachzugehen und nicht um 8 Stunden in einer Fabrik zu malochen.
Jemand, der sein Glück bei der Arbeit gefunden hat kann das doch gerne weiterhin tun. Und sich halt nebenbei über 300 Euro Bürgergeld zusätzliich freuen...
Anton von Sorbarban zum Paradies
Unionsminister für Wirtschaft und Finanzen a.D.
Unionsbankpräsident a.D.
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Beiträge: 229
Registriert: Fr 20. Apr 2007, 15:53
Also zunaechst muss man mal festhalten - und ich weiss das die Linken das nicht gerne hoeren - das Leute, die in Deutschland nicht arbeiten, sowas von pervers reich und materiell wohlhabend sind, dass man sich das im geographischen und historischen Vergleich kaum vorstellen kann. Ich betone das bewusst in dieser Weise, weil ich hier neulich mal einem Chilenen vorgerechnet habe (und Chile gehoert ja nun in Suedamerika durchaus zu den reichsten Laendern und bei Weitem kein Entwicklungsland mehr), was man als Hartz 4 Empfaenger + Wohngeld etc. so bekommt. Natuerlich sind diese Leute relativ gesehen immernoch "arm" (indem sie weniger als 60% des Durchschnitts = offizelle Definition verdienen), aber man muss da, wenn man ueber den deutschen Tellerrand schaut, schon sehr diferenzieren.
Was ich weiter oben vorgeschlagen habe, war ja eben Buergergeld fuer alle, sondern nur das Zusammenfassen der bestehenden Transferleistungen, also keine Ausweitung.
Was ich weiter oben vorgeschlagen habe, war ja eben Buergergeld fuer alle, sondern nur das Zusammenfassen der bestehenden Transferleistungen, also keine Ausweitung.

Anfänger
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Registriert: So 18. Mär 2007, 09:56
Halten wir fest: je nach Wohnsituation sind schätzungsweise täglich 30-90 Minuten Hausarbeit erforderlich, um einigermaßen komfortabel zu wohnen. Das macht dann 8-10 Stunden Arbeit pro Tag, die heute in wohl fast jedem Fall sehr viel leichter ist als im Mittelalter, wo man deutlich länger arbeiten musste.Original von vSzP
Hausarbeit sowie sich um Kinder und Alte zu kümmern, sind in diesen 2 Stunden natürlich nicht eingerechnet - genauso wenig wie heute. 40 Stunden sind reine Arbeitstag für den Arbeitgeber.
Ach, der arme Stahlarbeiter... unter einer Karriere (->Fortschritt) verstehe ich mehr als die Durchführung der immer selben Bewegungen. Und Karriere kann hier und heute jeder machen.Ich denke, Menschen werden geboren um sich entwickeln zu können, um sich zu bilden und ihren Eigenschaften nachzugehen und nicht um 8 Stunden in einer Fabrik zu malochen.
Und sich über 80% Steuerbelastung und horrende Inflation zusätzlich ein wenig ärgern.Jemand, der sein Glück bei der Arbeit gefunden hat kann das doch gerne weiterhin tun. Und sich halt nebenbei über 300 Euro Bürgergeld zusätzliich freuen...