Vielleicht trifft es der Begriff der "gesellschaftlichen Verantwortlichkeit" besser. Man kann schließlich kaum sagen, die Geschehenisse seien die Individualschuld einiger weniger. Da schließt sich das folgende an:Original von Aaron Sulla
Damit wäre der ganze Satz schon von dir selbst ad absurdum geführt...
Ich glaube übrigens ebenfalls, dass der "Terror" an sich für mangelndes Zivilverhalten nicht unbedingt der einzige Grund ist. Vergleicht man z.B. die Gestapo mit der Stasi, so war die Gestapo eine eher "schwach" besetzte Behörde. Gefahr drohte daher durch das Denunziantentum aus der Gesellschaft, und nicht durch die unbedingte Überwachung von außerhalb. Und das Denunziantentum war wohl auch deshalb ausgeprägt, weil es den Deutschen im Regime nicht schlecht erging, was auch die Frage recht sinnlos macht, ob die Deutschen ein Opfer des Regimes waren. Bis 1943 haben die allermeisten schließlich auch extrem vom Hitlerreich profitiert, und sie haben auch vom Krieg profitiert. Mir fällt da immer der zynische Spruch ein, der wohl im Winter 44 die Runde machte: "Genießt den Krieg, solange er noch da ist. Danach wird es uns schlecht ergehen".
Im Grunde ist es also meiner Meinung nach falsch, die Herrschaft des Regimes nur mit Unterdrückung herzuleiten. Es gab eben auch viel Zuckerbrot, dafür aktive Untersützung. Und vielleicht deshalb auch keinen Widerstand, nicht nur aufgrund der Angst vor Strafmaßnahmen.
