Mal Ideoloigie beiseiteOriginal von Montgomery Scott
Oh ja, ganz schlimm wäre das, wenn sich Superreiche nicht mehr durch Tricks dem Fiskus entziehen könnten und nicht mehr weniger Steuern zahlen als jeder Durchschnittsverdiener.
Jungspund
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Damian Fuller
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Der Punkt ist ja, dass solche Leute in der Praxix sowieso mehrere Wohnsitze haben. Und dann melden sie sich eben da wohnhaft, wo sie am wenigsten Steuern zu zahlen haben. Das kann der Durchschnittsverdiener dagegen nicht tun, womit der Superreiche Möglichkeiten zur Reduzierung seiner Steuerlast hat, die dem Durchschnittsverdiener nicht gegeben sind und dagegen muss der Staat vorgehen.Original von Damian Fuller
Mal Ideoloigie beiseite: Wie viele böse "Superreiche" leben denn in Deutschland, zahlen aber weniger Steuern als der Durchschnittsverdiener, obwohl sie öffentlich bekannt mehr als den Durchschnittsverdienst erhalten?

Jungspund
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Ob es legitim ist, Steuersparmöglichkeiten zu nutzen oder ob man doch sein Eigentum zu großen Teilen in einen teilweise verschwenderischen Staat investieren sollte ist eine weitere Frage.Original von Montgomery Scott
Der Punkt ist ja, dass solche Leute in der Praxix sowieso mehrere Wohnsitze haben. Und dann melden sie sich eben da wohnhaft, wo sie am wenigsten Steuern zu zahlen haben.
Trotzdem lebt auch der deutsche soziale Rechtsstaat vom von den Wohlhabenden, Selbstständigen und Über-Durchschnitts-Verdienern erwirtschafteten Kapital. Die unteren 50% der Einkommensbezieher zahlen noch etwa 5% des gesamten Steueraufkommens. Schwierig, das unideologisch als "Ungerechtigkeit gegenüber den Kleinverdienern" etc. zu bezeichnen finde ich.
Der Staat könnte auch sein kompliziertes Steuersystem und seine gießkannenartige und subventionsmäßige (siehe Nokia etc.) Kapital-Verschwendung reduzieren. Aber das hieße keine Wahlgeschenke und Wohlfühlpolitik verteilen zu können und das fällt den meisten Politikern schwer. Erst recht nachdem die CDU/CSU (teilweise) dafür bei der letzten Bundestagswahl abgestraft wurde. Seit dem hört man wenig von grundsätzlichen/strukturellen Reformen und wieder mehr von "Mehr Steuerfahnder bezahlen" und "Steuern senken bringt doch nichts".Das kann der Durchschnittsverdiener dagegen nicht tun, womit der Superreiche Möglichkeiten zur Reduzierung seiner Steuerlast hat, die dem Durchschnittsverdiener nicht gegeben sind und dagegen muss der Staat vorgehen.
Meiner Meinung nach wäre eine Rückkehr zu einer soliden Finanzpolitik und einer - wenn schon nicht ordoliberalen,dann wenigstens - weniger interventionistischen Wirtschaftspolitik unumgänglich. Es hinterziehen nämlich nicht nur die bösen Großkapitalisten Steuern, sondern auch große Teile der Mittelschicht*. Das liegt aber großteils nicht daran, dass alle Menschen, die noch selbstständig Geld verdienen böse sind, sondern eher daran, dass das Steuersystem unüberschaubar geworden ist UND die verschwenderischen Ausgaben des Staates für viele Menschen nicht mehr so nachvollziehbar sind, als dass sie wissen, für welche Zwecke ihre Steuern von den Herrschenden verwendet werden. Also dass sie wenigstens wüssten, dass sie von dem großen Teil ihres Einkommens, den sie dem Finanzminister geben müssen, auch selbst etwas haben (z.B. solide finanzierte Sozial-Kassen etc.).
Steuerhinterziehung ist Volkssport. Ürer die Reichen, die es teilweise auch versuchen, regt man sich in großen Buchstaben in der BILD-Zeitung oder dem Vorwärts auf und kanalisiert die Wut über die Angst vor dem sozialen Absturz bzw. über die von Politikern (nicht von den Reichen) verursachten Löcher im Sozialsystem auf die kleine Gruppe der "Superreichen" und "Heuschrecken" etc.
Ein Feindbild, das meiner Meinung nach nur politisch instrumentalisiert wird. Auch wenn man alle "Superreichen" enteignen und lynchen würde, wäre damit noch kein Problem gelöst. Denn die Probleme sind strukturell und großteils politisch verursacht.
*(die finanzielle Unterschicht würde das auch, aber sie zahlt in Deutschland (immerhin hier ist der Staat so etwas wie ordoliberal) - zumindest netto - keine Steuern)
Zuletzt geändert von Damian Fuller am Mi 12. Mär 2008, 10:48, insgesamt 2-mal geändert.
Damian Fuller
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Zu den superreichen Steuerflüchtigen:
Mit Erstaunen habe ich gelesen, dass der Großteil der deutschen Milliardäre im Forbes - Ranking seinen Wohnort doch noch immer in Deutschland hat. Das ein paar in die Schweiz oder in die USA gehen, ist nicht nur aufgrund der Steuerproblematik verständlich. Auch so ziehen Menschen nun einmal um und beantragen fremde Staatsbürgerschaften. Ihnen daraus einen Strick zu machen, ist wirklich nur links-populistisches Geseier.
Achja...hätte man diese "Superreichen" alle rechtzeitig enteignet und somit jeglichen entrepreneurial spirit vernichtet, wären wir wohl heute auf dem wirtschaftlichen Stand von Angola... :rolleyes:
Mit Erstaunen habe ich gelesen, dass der Großteil der deutschen Milliardäre im Forbes - Ranking seinen Wohnort doch noch immer in Deutschland hat. Das ein paar in die Schweiz oder in die USA gehen, ist nicht nur aufgrund der Steuerproblematik verständlich. Auch so ziehen Menschen nun einmal um und beantragen fremde Staatsbürgerschaften. Ihnen daraus einen Strick zu machen, ist wirklich nur links-populistisches Geseier.
Achja...hätte man diese "Superreichen" alle rechtzeitig enteignet und somit jeglichen entrepreneurial spirit vernichtet, wären wir wohl heute auf dem wirtschaftlichen Stand von Angola... :rolleyes:
Freundlichst,
Dr. h.c. Matt Suchard
Diverses a.D.
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Ich sage es gern nochmal: Mit einer Staatsquote von maximal 20 % könnte man in diesem Land eine gut funktionierende Sozialstaatlichkeit, einschließlich gutem Gesundheits- und Bildungswesen gewährleisten. Man muss nur die Verschwendung von Steuermitteln verhindern, in dem man einerseits unnötige Programme des Staates streicht, die Parteienfinanzierung beendet, die Entlohnung von Leuten wie der Karnickelgruben-Uschi oder dem Horschtl oder auch von der Ängie etwas zusammenstreicht und vor allem Steuergeldverschwender endlich angemessen bestraft, nämlich wie Hochverräter.
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Warum wirst du nicht Finanzminister? 8oOriginal von Oliver von Palm
Ich sage es gern nochmal: Mit einer Staatsquote von maximal 20 % könnte man in diesem Land eine gut funktionierende Sozialstaatlichkeit, einschließlich gutem Gesundheits- und Bildungswesen gewährleisten. Man muss nur die Verschwendung von Steuermitteln verhindern, in dem man einerseits unnötige Programme des Staates streicht, die Parteienfinanzierung beendet, die Entlohnung von Leuten wie der Karnickelgruben-Uschi oder dem Horschtl oder auch von der Ängie etwas zusammenstreicht und vor allem Steuergeldverschwender endlich angemessen bestraft, nämlich wie Hochverräter.
[b]Professor Dr. Dr. Fabian von Montary[/b]
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[size=85]Präsident der Unionsstiftung für Kultur, Gesellschaft und Geschichte
Dekan des Roldemian Institute for History an der Montary University
Staatsarchivar der Republik Roldem und Honorarkonsul im Dominion Cranberra
Sprecher des Parlaments von Roldem und Abgeordneter für den Wahlkreis W. City of Montary[/size]
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Jungspund
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Das ist sehr vermutlich richtig. Aber dafür müssten die Politiker, die gerne so tun, als hätten sie Lösungen für alle Probleme - auch für die, die sie selbst verursacht haben - eingestehen, dass staatswirtschaftlicher Interventionismus mit Subventionen und tollen "Löcher buddeln und zuschütten lassen"-Programmen nie langfristig* einen gesunden Markt mit flexiblem und pluralistischem Angebot und freiwilliger Nachfrage ersetzen kann.Original von Oliver von Palm
Ich sage es gern nochmal: Mit einer Staatsquote von maximal 20 % könnte man in diesem Land eine gut funktionierende Sozialstaatlichkeit, einschließlich gutem Gesundheits- und Bildungswesen gewährleisten.
Das Gehalt der obersten Regierenden und Repräsentanten ist in der Summe nicht so groß. Bei denen ist eher ihre Macht und ihre mögliche Vorstellung, dass Wirtschaft und Gesellschaft einfach politisch nach Belieben (oder Ideologie) plan- und regulierbar wären das Problem....die Entlohnng von Leuten wie der Karnickelgruben-Uschi oder dem Horschtl oder auch von der Ängie etwas zusammenstreicht
Dass viele Verwaltungs- und staatswirtschaftliche Posten allerdings gleich oder sogar besser bezahlt werden als der Bundeskanzler ist in der Summe dann auch ein guter Batzen. Vor allem die Pensionsansprüche der oberen Schicht der Staats"diener" ist eine große Summe, die die Steuerzahler berappen müssen.
Wie gesagt, Checks and Balances und solide und transparente Rahmenbedingungen sind grundlegend und mittelfristig besser als drakonische Strafen ohne strukturelle Verbesserungen....und vor allem Steuergeldverschwender endlich angemessen bestraft, nämlich wie Hochverräter.
* John Maynard Keynes meinte ja auf die Kritik an seinen staatswirtschaftlichen "Wirtschafts-Ankurbelungsprogrammen", dass langfristig eh alle tot seien.
Zuletzt geändert von Damian Fuller am Mi 12. Mär 2008, 12:35, insgesamt 2-mal geändert.
Damian Fuller
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Der Finanzminister wird nicht gewählt.Original von Oliver von Palm
Weil Realisten nicht gewählt werden.
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