Viele sehen halt in der jetztigen Linkspartei immer noch Teile der alten verbrecherischen SED.Original von Montgomery Scott
...damit begründet, dass ihre Familie durch die Mauer getrennt gewesen sei und sie es fies fand, dass Ulbricht gelogen hat?
Ich persönlich kann mir vorstellen Linkspartei zu wählen - gegen Besatzungs- und Angriffskriegsbeteiligung der Bundeswehr, gegen einen noch weiteren Ausbau der Überwachungsbefugnisse der Staatsbehörden, für eine liberalere Drogenpolitik. Aber ich habe auch nie unter der verbrecherischen staatsautoritär-sozialistischen SED gelitten. Dadurch habe ich nicht gleich diese Assoziationen mit den "neuen, geläuterten" Sozialisten - obwohl mich manche Aussage aus der Linkspartei (nicht nur von Wagenknecht) schon an Wünsche nach einer vollends politisch/staatlich gelenkten Wirtschaft* erinnern. Ich sehe (als Anarchist im Herzen) derzeit pragmatisch, wer das kleinere Herrschafts-Übel sein könnte. <- Das ist für mich allerdings meist nicht die Linkspartei.
Aber viele Linken hätten doch vermutlich auch ein Problem, wenn die geläuterte Nachfolgepartei der NSDAP heute - vorübergehend arrangiert mit dem "amerikanischen Demokratensystem" - als "Rechtspartei" an den Start ginge.
Diese würde ich übrigens nicht wählen, auch wenn der Zweite Weltkrieg schon ne Weile her ist.
* Statt der 57% Staatsquote plus 90-100% planwirtschaftliche Sozialkassensysteme wie heute
