Anfänger
Beiträge: 269
Registriert: Sa 17. Mär 2007, 14:02
Ich wäre ebenso vorsichtig mit solchen "Übertreibungen".
Trotzdem denke ich ist es dennoch eine neutral-objektive Aussage, wenn man sagt, dass in der sowjetischen Besatzungszone weit mehr Unrecht gegenüber der zivilen Bevölkerung gab als in den Westzonen (Ohne außer Acht zu lassen, dass dies natürlich eine Reaktion auf die nationalsozialistische Lebensraumpolitik war).
Ob der Westen befreit wurde liegt in der Sicht des Betrachters. Wir wollen uns als Befreite sehen ("Der 8. Mai war ein Tag der Befreiung" - von Weizsäcker 1985), und auch die Amerikaner betonen dies heutzutage gerne. 1944/45 hieß bei den US-Amerikanern die Parole allerdings nicht: Wir kommen um zu befreien ("Deutschland ist kein befreites, Deutschland ist ein besetztes Land" aus einem Befehl an die Alliierten Expeditionsstreitkräfte in Europa 1945)
Trotzdem denke ich ist es dennoch eine neutral-objektive Aussage, wenn man sagt, dass in der sowjetischen Besatzungszone weit mehr Unrecht gegenüber der zivilen Bevölkerung gab als in den Westzonen (Ohne außer Acht zu lassen, dass dies natürlich eine Reaktion auf die nationalsozialistische Lebensraumpolitik war).
Ob der Westen befreit wurde liegt in der Sicht des Betrachters. Wir wollen uns als Befreite sehen ("Der 8. Mai war ein Tag der Befreiung" - von Weizsäcker 1985), und auch die Amerikaner betonen dies heutzutage gerne. 1944/45 hieß bei den US-Amerikanern die Parole allerdings nicht: Wir kommen um zu befreien ("Deutschland ist kein befreites, Deutschland ist ein besetztes Land" aus einem Befehl an die Alliierten Expeditionsstreitkräfte in Europa 1945)
Zuletzt geändert von Daniel am Mi 30. Jan 2008, 00:18, insgesamt 3-mal geändert.
Beiträge: 2732
Registriert: Mo 17. Nov 2008, 00:45
Es ist keine "Übertreibung", es ist die historische Wahrheit! Es entschuldigt oder realitiviert die auf Befehl der damligen deutschen Regierung von SS- und Wehrmachtsangehörigen v. a. in Polen und der Sowjetunion begangenen Verbrechen nicht, und das soll es ja auch nicht (nur die Linken versuchen diese "Rechenoperation" gerne andersherum).Original von Daniel
Ich wäre ebenso vorsichtig mit solchen "Übertreibungen".
Trotzdem denke ich ist es dennoch eine neutral-objektive Aussage, wenn man sagt, dass in der sowjetischen Besatzungszone weit mehr Unrecht gegenüber der zivilen Bevölkerung gab als in den Westzonen (Ohne außer Acht zu lassen, dass dies natürlich eine Reaktion auf die nationalsozialistische Lebensraumpolitik war).
Aber auch die Opfer sowjetischer Verbrechen während des und nach dem Zweiten Weltkrieg haben ein Recht darauf, dass man an ihr Leid erinnert, und die Täter beim Namen nennt! Sie waren so unschuldig wie die sowjetische Bevölkerung: sie hatten Hitler bzw. die NSDAP vielleicht niemals gewählt, oder waren zum Zeitpunkt der sog. "Machtergreifung" noch Kinder, gerieten als Jugendliche oder junge Erwachsene in den Strudel eines Krieges, den sie nie wollten oder auch nur hätten wollen können.
Sie mussten dafür bezahlen, nach barbarischen und unterhalb jedes zivilisatorischen Niveaus angesiedelten Maßstäben. Das darf so wenig vergessen werden wie der Holocaust und die deutschen Kriegsverbrechen in Osteuropa!
Amber Marie Ford
Richterin am Unionsgericht
Unionsministerin der Justiz a. D.
Präsidentin des Unionsparlamentes a. D.
Unionsvorsitzende der FDU a. D.
Ministerpräsidentin des Freistaates Freistein a. D.
Oberste Unionsanwältin a. D.
Richterin am Unionsgericht
Unionsministerin der Justiz a. D.
Präsidentin des Unionsparlamentes a. D.
Unionsvorsitzende der FDU a. D.
Ministerpräsidentin des Freistaates Freistein a. D.
Oberste Unionsanwältin a. D.
Beiträge: 5996
Registriert: Mi 14. Mär 2007, 16:23
@Ford: Ich bezog mich auf deine "rücksichtslosen Ausbeutungen" und das "in nichts nachstehen". Die Demontagen waren einerseits Vergeltung und andererseits, quasi als Ersatzteillager, bitter nötig für die zerstörte Infrastruktur in der SU.
Und das "in nichts nachstehen" ist einfach derber Unfug. Ja, es gab Speziallager, das streitet auch niemand ab. Die hatten jedoch in ihrer Funktion und Organisation einen anderen Zweck als die Konzentrations- bzw. Vernichtsungslager der Nazis. Wir wollen hier mal nicht so tun, als hätte die Rote Armee die Verbrennungsöfen nach der Befreiung direkt weiter verwendet.
Und das "in nichts nachstehen" ist einfach derber Unfug. Ja, es gab Speziallager, das streitet auch niemand ab. Die hatten jedoch in ihrer Funktion und Organisation einen anderen Zweck als die Konzentrations- bzw. Vernichtsungslager der Nazis. Wir wollen hier mal nicht so tun, als hätte die Rote Armee die Verbrennungsöfen nach der Befreiung direkt weiter verwendet.
Palin Waylan-Majere OEL
Altkanzler
Altkanzler
Anfänger
Beiträge: 269
Registriert: Sa 17. Mär 2007, 14:02
Ich bin kein Linker, ich weine um keine ehemalige sozialistische Volksrepublik!Es ist nun einmal die Wahrheit: die Westalliierten haben "ihre" Teile Deutschlands befreit, den Menschen Demokratie und Wohlstand gebracht, und (West-)Deutschland auf seinem Weg zurück in die Stellung eines respektierten Partners der freien Völker begleitet.
Die Sowjetunion hat ihre Besatzungszone rücksichtslos ausgeplündert, dort Verbrechen gegen die Menschlichkeit begangen welche den Gräueln der Nationalsozialisten in nichts nachstanden, und die Freiheit des ganzen deutschen Volkes um Jahrzehnte hinausgezögert!
Dennoch sind Deine Aussagen sehr überzogen und nicht besser als dunkelrot gefärbte Behauptungen anderer hier wie schön es in der SBZ/DDR war.
Die Sowjetunion und ihre Besatzungspolitik waren menschenverrachtend, ja!
Das Leid was man durch Umsiedlung und Vertreibung über Polen, Deutsche und andere Ethnien gebracht hat war schrecklich.
Man darf aber nicht den Fehler begehen und jetzt irgendwie versuchen die Behauptung aufzustellen: Ja die Deutschen haben das und das gemacht und die Sowjets das. Was die Russen gemacht haben war viel viel schlimmer! Stalin ist der viel größere Verbrecher als Hitler! Solche Aufwertungen sind blödsinn!
Und mit Blick in die Westzonen: Die USA sind eindeutig nicht in der Normandie gelandet und haben später Deutschland besetzt um irgendeinen Deutschen zu befreien!
Beiträge: 4333
Registriert: Mi 9. Mai 2007, 00:28
Tut sie doch gar nicht. Sie sagt es sei objektiv in der entsprechenden Situation genauso schlimm, was die Sowjets damals zu verantworten hatten.Original von Daniel
Man darf aber nicht den Fehler begehen und jetzt irgendwie versuchen die Behauptung aufzustellen: Ja die Deutschen haben das und das gemacht und die Sowjets das. Was die Russen gemacht haben war viel viel schlimmer! Stalin ist der viel größere Verbrecher als Hitler! Solche Aufwertungen sind blödsinn!
Beiträge: 5996
Registriert: Mi 14. Mär 2007, 16:23
Beiträge: 157
Registriert: Mo 29. Okt 2007, 15:32
"Auge um Auge, und die ganze Welt wird blind sein"
(Ghandi)
"Nur die Toten haben das Ende des Krieges gesehen"
(Plato)
"Man kann einen Krieg genauso wenig gewinnen wie ein Erdbeben"
(Jeanette Rankin)
"Jede Kanone, die gebaut wird, jedes Kriegsschiff, das vom Stapel gelassen wird, jede abgefeuerte Rakete bedeutet letztlich einen Diebstahl an denen, die hungern und nichts zu Essen bekommen, denen, die frieren und keine Kleidung haben. Eine Welt unter Waffen verpulvert nicht nur Geld allein. Sie verpulvert auch den Schweiß ihrer Arbeiter, den Geist ihrer Wissenschaftler und die Hoffnung ihrer Kinder."
(Eisenhower)
"Besser einander beschimpfen, als einander beschießen"
(Churchill)
"Deutschland wurde geschlagen. Wir alle haben verloren."
(de Gaulle)
Mir fällt auf die besten Meinungen über Krieg, Vernichtung und Mord haben wohl die Menschen die es selbst erlebt haben.
"Die rechten und linken" die sich hier die Köpfe einschlagen dreschen nur leere Worthülsen aus null Erfahrung.
Ich trauere um die Opfer Dresdens, ebenso wie die Opfer der KZs. Und unglücklicherweise haben meine Ahnen beides erleben müssen....Bombardierung der Heimat durch die Allierten, Besetzung, Verfolgung und auch KZ wegen Mitgliedschaft in kommunistischen Kreisen.
Eine ärmliche Diskussion mehr in diesem Forum. Zu den Erlebnissberichten: Sehr bewegend....egal auf welcher Seite.
(Ghandi)
"Nur die Toten haben das Ende des Krieges gesehen"
(Plato)
"Man kann einen Krieg genauso wenig gewinnen wie ein Erdbeben"
(Jeanette Rankin)
"Jede Kanone, die gebaut wird, jedes Kriegsschiff, das vom Stapel gelassen wird, jede abgefeuerte Rakete bedeutet letztlich einen Diebstahl an denen, die hungern und nichts zu Essen bekommen, denen, die frieren und keine Kleidung haben. Eine Welt unter Waffen verpulvert nicht nur Geld allein. Sie verpulvert auch den Schweiß ihrer Arbeiter, den Geist ihrer Wissenschaftler und die Hoffnung ihrer Kinder."
(Eisenhower)
"Besser einander beschimpfen, als einander beschießen"
(Churchill)
"Deutschland wurde geschlagen. Wir alle haben verloren."
(de Gaulle)
Mir fällt auf die besten Meinungen über Krieg, Vernichtung und Mord haben wohl die Menschen die es selbst erlebt haben.
"Die rechten und linken" die sich hier die Köpfe einschlagen dreschen nur leere Worthülsen aus null Erfahrung.
Ich trauere um die Opfer Dresdens, ebenso wie die Opfer der KZs. Und unglücklicherweise haben meine Ahnen beides erleben müssen....Bombardierung der Heimat durch die Allierten, Besetzung, Verfolgung und auch KZ wegen Mitgliedschaft in kommunistischen Kreisen.
Eine ärmliche Diskussion mehr in diesem Forum. Zu den Erlebnissberichten: Sehr bewegend....egal auf welcher Seite.
Anfänger
Beiträge: 269
Registriert: Sa 17. Mär 2007, 14:02
Beiträge: 5996
Registriert: Mi 14. Mär 2007, 16:23
Beiträge: 4333
Registriert: Mi 9. Mai 2007, 00:28