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So gestört bin ich auch wieder nicht ;)
 

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Original von Literoy Goldheart
Und bummelig sind übrigens nur Germanisten... die braucht wirklich niemand =)
Jo, Sprache stink0rt.
Da werden die Chinesen und Inder sich aber über diese Arbeitsbeschaffungsmaßnahme freuen.
Sogar dir sollte klar sein, dass ein Großteil des wirtschaftlichen Lebens gar nicht ins Ausland verschoben werden kann. Briefträger, Putzkräfte und Kellner bspw. müssen nun mal wohl oder übel vor Ort sein.
 

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Palin Waylan-Majere OEL
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Beitrag von vSzP »

Original von Palin Waylan-Majere
Sogar dir sollte klar sein, dass ein Großteil des wirtschaftlichen Lebens gar nicht ins Ausland verschoben werden kann. Briefträger, Putzkräfte und Kellner bspw. müssen nun mal wohl oder übel vor Ort sein.
Ja, die vorhandene Arbeit wird einfach auf weniger Arbeitskräfte verteilt. Ist das im Sinne des Erfinders?

Aber Du hast Unrecht mit deiner Bewertung "ein Großteil"... Man kann wohl deine Beispiele schwer auslagern - aber in einer Wissensgesellschaft werden diese Jobs automatisch weniger. Und die restlichen Jobs kann man entweder auslagern oder durch Enterprise Resource Planning-Systeme ersetzen. Auf diese Weise können 60 % aller kaufmännischen Berufe in Deutschland wegrationalisiert werden.

Die Politik begünstigt übrigens all diese Rationalisierungsmaßnahmen: je teurer der Faktor Arbeit ist, desto mehr Unternehmen tauschen den Faktor Arbeit durch den Faktor Kapital.

Hohe Löhne beschleunigen also auf ein vielfaches den Abbau von Arbeitsplätzen.

Natürlich kann es nicht sein, dass Menschen jeden Tag arbeiten gehen und nichts in der Tasche haben. Das Mütter nicht wissen, was sie ihren Kindern zu Weihnachten schenken sollen. Das manche Familie 5 Mal die Woche Suppe isst weil nichts anderes im Haus ist. All das sind Skandale.

Um diese Skandale zu minimieren und ein Höchstmaß an Gerechtigkeit zu erhalten bedarf es einen ungestörten, hoch effizienten Wirtschaftskreislaufes.

Viele der Löhne sind im Übrigen garnicht so schlecht wie viele tun. Aber bevor das Geld bei den Leuten ankommt reißt sich der Staat ein Großteil des Geldes untern Nagel. Die Lohnnebenkosten sind ungerecht und wenn der Gesetzgeber etwas gutes tun möchte, dann sollte er sie einfach für jeden Job abschaffen, für den man nur einen bestimmten Bruttolohn bekommt.
 

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Anton von Sorbarban zum Paradies
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Ja da ist wieder viel Gelaber von diesen verblendeten Ökonomen dabei. Lohnnebenkosten vernichten Arbeitsplätze! Rette sich wer kann! Aber der Höhenflug des Euro und der Erdölpreis sind wohl völlig ohne Wirkung... alles klar.

btw.:
Anhaltende Forderungen nach Arbeitsentgelt gefährden Millionen Arbeitsplätze am Standort Deutschland
 

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Palin Waylan-Majere OEL
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Ganz richtig. Ich bin ja z. Zt. Familienbetrieb, suche mir aber im Moment was neues. Ich habe schon ausgerechnet, wieviel ich bei ca. 1500 Euro brutto an den Staat abdrücken "darf". Ca. 1/3 davon. Von 1500 Euro kann man so gesehen recht gut leben, von 1000 aber nicht. Wer laufend von Solidargemeinschaft und sozialer Gerechtigkeit redet, muss daher eben statt höherer Bruttolöhne tatsächlich weniger Steuern und Sozialabgaben fordern. Schon eine Halbierung der Beiträge zur Kranken- und vor allem Rentenversicherung würde da Wunder wirken.
 

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Du weißt, dass KV und GRV nicht an den "Staat" gehen? Und wer bezahlt dann die Renten und die Leistungen der Krankenkassen, wenn diese Beiträge halbiert werden sollen?
 

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Palin Waylan-Majere OEL
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Original von Palin Waylan-Majere
Du weißt, dass KV und GRV nicht an den "Staat" gehen? Und wer bezahlt dann die Renten und die Leistungen der Krankenkassen, wenn diese Beiträge halbiert werden sollen?
Zu der GKV: Wenn man nur etwas mehr als das absolute notwendige möchte, darf man es eh selbst zahlen, sofern man arbeitet. Ich musste mir meine Zahnfüllung auch selbst zahlen, weil ich kein Amalgam, sondern die verträglichere Alternative Kunststoff gekriegt habe.

Zu den Renten: Dann muss man eben bei den Leistungen einige Abstriche machen. Ich weiß nicht, warum bspw. Menschen, die ihr Leben lang in Polen oder Russland gearbeitet haben hier Rente kriegen. Das derzeitige System ist kaum noch zu bezahlen. Spätestens du oder ich werden den Kollaps zu spüren kriegen. Nur wird er dann extrem sein.

Edit:

Vor allem: Es geht mir hier um das Recht auf eine Menschenwürdige Existenz von Menschen, die für ihren Lebensunterhalt arbeiten. Es kann und darf nicht sein, dass man trotz anständigem Bruttogehalt fast auf H4-Niveau leben muss.
 

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Haudegen
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Beitrag von vSzP »

Original von Palin Waylan-Majere
Ja da ist wieder viel Gelaber von diesen verblendeten Ökonomen dabei. Lohnnebenkosten vernichten Arbeitsplätze! Rette sich wer kann! Aber der Höhenflug des Euro und der Erdölpreis sind wohl völlig ohne Wirkung... alles klar.
Wenigstens wissen Ökonomen, von was sie sprechen wenn sie über Wirtschaft debattieren? Was machst du nochmal beruflich/was studierst du?

Es hätte im Übrigen schon ausgereichnet, wenn du im Gymnasium aufgepasst hättest. Angebot und Nachfrage - erinnerst du dich? Steigt der Preis eines Gutes verringert sich die Nachfrage danach. Punkt aus. Da kann kein selbsternannte Sozialgenosse was dran ändern.

Die sollen lieber aufpassen, dass die nicht wieder beim Hummer-Essen fotografiert werden...
 

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Anton von Sorbarban zum Paradies
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Im übrigen: unsere Staatsquote ist auf einem historischen Tiefstand.
Mit 45,6 Prozent ist das Verhältnis der Staatsausgaben zur gesamten Wirtschaftsleistung im vergangenen Jahr auf den niedrigsten Stand seit der Wiedervereinigung gesunken. Einer der Hauptgründe ist die restriktive Personalpolitik von Bund, Ländern und Gemeinden. Zwischen 1991 und 2000 baute der Staat rund 27 Prozent seiner Stellen ab, zeigen Zahlen des Statistischen Bundesamtes. Allein die Privatisierung von Post und Bahn sorgte für ein Minus von 800.000 Beschäftigten. Auch wurde der Personalüberhang in den ostdeutschen Verwaltungen drastisch reduziert. Seit 2001 stiegen die Personalausgaben im Jahresdurchschnitt nur um 0,2 Prozent. Denn es fielen weiterhin Stellen weg, Weihnachts- und Urlaubsgeld wurden reduziert oder ganz gestrichen. Aufgrund der verstärkten Bemühungen um eine Rückführung der Haushaltsdefizite senkte der Staat die Bruttoinvestitionen deutlich. Dabei sanken vor allem die Ausgaben für die öffentliche Infrastruktur wie Straßenbau, Schulen und Universitäten. “Das hat der Zukunftsfähigkeit des Landes geschadet und die Konjunktur gebremst”, sagt Gustav A. Horn, Wissenschaftlicher Direktor des IMK.
In den letzten Jahren hat man fröhlich dereguliert, Lohnnebenkosten gesenkt, die Unternehmenssteuer gesenkt, die Einkommenssteuer gesenkt und viele weitere Maßnahmen der angebotsorientierten Wirtschaftspolitik ergriffen - der Aufschwung jedoch fällt bei uns schwächer aus als in vergleichbaren europäischen Volkswirtschaften, ebenso die Entwicklung der Reallöhne.

Unsere "Lohnzusatzkosten" (Merkel) sind übrigens unterdurchschnittlich:
Bild
Das sind Zahlen von 2004, inzwischen wurden die Lohnnebenkosten hierzulande noch weiter gesenkt.
 

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Beitrag von vSzP »

Original von Palin Waylan-Majere
In den letzten Jahren hat man fröhlich dereguliert, Lohnnebenkosten gesenkt, die Unternehmenssteuer gesenkt, die Einkommenssteuer gesenkt und viele weitere Maßnahmen der angebotsorientierten Wirtschaftspolitik ergriffen - der Aufschwung jedoch fällt bei uns schwächer aus als in vergleichbaren europäischen Volkswirtschaften, ebenso die Entwicklung der Reallöhne.
Wenn Wirtschaft so einfach wäre, müsste man es nicht studieren.

Es gehört ein Bündel von Maßnahmen dazu, damit sich etwas bewegt. Man kann sich nicht einzelne Reformpunkte herausgreifen und anschließend auf den großen Durchbruch warten. Eine Überarbeitung des Steuerrechts, eine Senkung der Steuern, Bürokratieabbau, langfristige Reformen unserer Sozialkassen müssen her, damit Deutschland dauerhaft profitiert. Aber solang das nicht passiert, wird es auch keinen großen Durchbruch geben.
 

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