Jungspund
Beiträge: 348
Registriert: Mo 11. Jun 2007, 15:35
Ich möchte nicht offensiv anklagen, sondern interessiert und diskussionsoffen fragen.
Ich habe Respekt vor friedlichen Religionsanhängern, die ihren Glauben für sich leben, also nicht aggressiv-missionarisch vorgehen und/oder ihre Religion als politisches Gesetz durchsetzen wollen. Außerdem anerkenne ich die zivilisatorische Disziplinierungs-Funktion, welche die Religion in der Menschheitsgeschichte für viele Menschen gespielt hat und spielt. Als moralische Orientierung und Grundlage der Sittengebung.
Die Frage geht allgemein an gläubige Menschen, aber speziell an Jünger der im Okzident prägenden (untereinander differenzierten) monotheistischen Weltreligion, dem Christentum (und von mir aus seiner Vorläuferreligion, dem Judentum):
Wie bringt man die Erkenntnisse der modernen Wissenschaft und viele Glaubensgrundlagen des Christentums unter einen gedanklichen Hut?
(Es gibt natürlich auch den Kreationismus und andere "kreative" Ideen, die Ergebnisse der menschlichen Wissenschaft ganz oder teilweise als falsch abzulehnen.)
Christentum vs. Realität, Beispiel: Der Planet Erde existiert schon seit Jahrmillionen. Die Menschheit im Verhältnis dazu noch nicht lange existent.
- Warum sollte ein/mehrere Götter die Erde schaffen, um dann Jahrmillionen auf die Menschen zu warten, die der Grund für die eben diese Schöpfung sein sollen?
- Warum tauchen immer genau dann - und immer wieder und wieder, praktisch an der Nachfrage orientiert - Messies* auf, wenn gerade eine Religion gegründet werden soll, bzw. warum gibt es so viele angebliche göttlich gesendete Heilsbringer, die dann immer wieder neue Religionen hervorbringen, die allein von Gott als wahre Religion anerkannt werden?
- Warum sollte Gott die Menschen als Krone seiner Schöpfung hergestellt haben, wenn die Menschheit vermutlich irgendwann wieder ausstirbt, wie die anderen weniger entwickelten Säugetiere auch?
- Warum ist die Natur mehr und mehr erklärbar für den Menschen und das beinhaltet, dass man langsam beginnt, die biologisch-chemischen Prozesse im Gehirn des Menschen zu verstehen, die bei manchen Menschen für "religiöse" Erlebnisse sorgen und diese bei manchen Menschen nicht vorhanden sind. Hat Gott diese Menschen nicht ausgewählt? Was ist das für ein Gott, der alle seine Kinder liebt, aber vielen nicht die Religiosität ins Gehirn pflanzt.
Diese und andere biologische und psychologische Fragen kann man sich stellen. Und dass wie schon oben erwähnt, Glauben eine für viele Menschen wichtige Dienstleistung ist, die ihnen Orientierung auf dieser realen Welt gibt, ist vermutlich für die Zivilisation sinnvoll.
Aber warum glauben auch manche intelligente Menschen an Got. Menschen, die nicht verrückt sind, und oft produktive und sehr in der Realität/im Leben stehende Mitglieder der modernen Gesellschaft sind?
Bzw. wie lässt sich Gott in der heutigen Zeit noch begründen - außer als irdische Hilfs- und Sozial-Institution?
*Messias, konsonantische Deklination?
Ich habe Respekt vor friedlichen Religionsanhängern, die ihren Glauben für sich leben, also nicht aggressiv-missionarisch vorgehen und/oder ihre Religion als politisches Gesetz durchsetzen wollen. Außerdem anerkenne ich die zivilisatorische Disziplinierungs-Funktion, welche die Religion in der Menschheitsgeschichte für viele Menschen gespielt hat und spielt. Als moralische Orientierung und Grundlage der Sittengebung.
Die Frage geht allgemein an gläubige Menschen, aber speziell an Jünger der im Okzident prägenden (untereinander differenzierten) monotheistischen Weltreligion, dem Christentum (und von mir aus seiner Vorläuferreligion, dem Judentum):
Wie bringt man die Erkenntnisse der modernen Wissenschaft und viele Glaubensgrundlagen des Christentums unter einen gedanklichen Hut?
(Es gibt natürlich auch den Kreationismus und andere "kreative" Ideen, die Ergebnisse der menschlichen Wissenschaft ganz oder teilweise als falsch abzulehnen.)
Christentum vs. Realität, Beispiel: Der Planet Erde existiert schon seit Jahrmillionen. Die Menschheit im Verhältnis dazu noch nicht lange existent.
- Warum sollte ein/mehrere Götter die Erde schaffen, um dann Jahrmillionen auf die Menschen zu warten, die der Grund für die eben diese Schöpfung sein sollen?
- Warum tauchen immer genau dann - und immer wieder und wieder, praktisch an der Nachfrage orientiert - Messies* auf, wenn gerade eine Religion gegründet werden soll, bzw. warum gibt es so viele angebliche göttlich gesendete Heilsbringer, die dann immer wieder neue Religionen hervorbringen, die allein von Gott als wahre Religion anerkannt werden?
- Warum sollte Gott die Menschen als Krone seiner Schöpfung hergestellt haben, wenn die Menschheit vermutlich irgendwann wieder ausstirbt, wie die anderen weniger entwickelten Säugetiere auch?
- Warum ist die Natur mehr und mehr erklärbar für den Menschen und das beinhaltet, dass man langsam beginnt, die biologisch-chemischen Prozesse im Gehirn des Menschen zu verstehen, die bei manchen Menschen für "religiöse" Erlebnisse sorgen und diese bei manchen Menschen nicht vorhanden sind. Hat Gott diese Menschen nicht ausgewählt? Was ist das für ein Gott, der alle seine Kinder liebt, aber vielen nicht die Religiosität ins Gehirn pflanzt.
Diese und andere biologische und psychologische Fragen kann man sich stellen. Und dass wie schon oben erwähnt, Glauben eine für viele Menschen wichtige Dienstleistung ist, die ihnen Orientierung auf dieser realen Welt gibt, ist vermutlich für die Zivilisation sinnvoll.
Aber warum glauben auch manche intelligente Menschen an Got. Menschen, die nicht verrückt sind, und oft produktive und sehr in der Realität/im Leben stehende Mitglieder der modernen Gesellschaft sind?
Bzw. wie lässt sich Gott in der heutigen Zeit noch begründen - außer als irdische Hilfs- und Sozial-Institution?
*Messias, konsonantische Deklination?
Zuletzt geändert von Damian Fuller am Mo 29. Okt 2007, 16:37, insgesamt 4-mal geändert.
Damian Fuller
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Registriert: Mi 14. Mär 2007, 22:32
Nun ich denke viele dieser Fragen lassen sich auch mit der Theodizeefrage verknüpfen. Auf diese Frage wird man nie eine Antwort finden können, zumindest nicht ohne den Glauben zu zerstören.
Peter Vain
12th Mayor of Hake River
MP of Roldem for City of Hake River 1 (2nd)
Unionsminister der Verteidigung a.D.

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Kaiser
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Jungspund
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Gar nicht. Vernunft und Glauben sind unversöhnliche Gegensätze. Jeder Versuch, sie zu verbinden, muss zwangsläufig scheitern, und endet mit dem Triumph der einen Seite über die andere. Welche Seite siegt, hängt von der Art und Weise zusammen, wie die Verbindung konstruiert wird. Im Thomismus hat die Vernunft gesiegt, gottseidank.Original von Damian Fuller
Wie bringt man die Erkenntnisse der modernen Wissenschaft und viele Glaubensgrundlagen des Christentums unter einen gedanklichen Hut?
Isabella von Larifari, altimperianischer Adel
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Registriert: Fr 19. Okt 2007, 16:49
Diese tendenziöse Einleitung zeigt schon, daß du gar kein Interesse daran hast, dich mit dem Mysterium des Glaubens zu beschäftigen.Christentum vs. Realität
Rainer Maria Zufall
Bürgerbewegung Freikörperkultur
Bei weitem bestaussehendster Mann der DU
Gegen das Vergessen:
Twix ist Raider.
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Jungspund
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Registriert: Mo 11. Jun 2007, 15:35
Ok, versuche das "versus" für deine Lust darüber zu reden mal aus dem Protokoll zu streichen.Original von Rainer Zufall
Diese tendenziöse Einleitung zeigt schon, daß du gar kein Interesse daran hast, dich mit dem Mysterium des Glaubens zu beschäftigen.
Damian Fuller
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So wie sie es immer getan haben: Entgegenstehende Fakten werden wegdiskutiert, oder, wenn das nicht geht, ignoriert.Original von Damian Fuller
sondern wie heutzutage Gläubige den Glauben mit (oder eben versus oder parallel oder kongruent etc.) der Realität verbinden können?
Isabella von Larifari, altimperianischer Adel
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