Kaiser
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In diesen Sekunden tritt die albernische Premierministerin vor die Presse und bezieht für Ihre Regierung Stellung. Wir schalten deswegen live nach Aldenroth:
Unterdessen liegt dem Senat der Vereinigten Staaten ein eiliger Entschließungsantrag des über die Parteigrenzen hinweg anerkannten Senators Ulysses S. Finnegan vor. Dieser spricht sich ebenfalls dafür aus, die Unabhängigkeit beider Staaten anzuerkennen.
- Ladies and Gentlemen,
die Ereignisse in der Demokratischen Union überstürzen sich. Schon oft wurde der Staat am Ende seiner Lebensfähigkeit gesehen, doch noch nie sah er sich mit derart großen Herauslösungen seiner Substanz konfrontiert. Wir im Königreich wissen um die Schwierigkeiten des Zusammenlebens verschiedener Völker. Auch vor diesem Hintergrund verfolgen wir das Geschehen in der Demokratischen Union mit besonderer Aufmerksamkeit.
Doch im Gegensatz zum geschichts- und traditionsreichen Albernia ist die Demokratische Union ein moderner Vielvölkerstaat, der eher umständehalber in seiner augenblicklichen Form zusammengewürfelt wurde. Wir alle erinnern uns der guten Beziehungen, die Albernia einst zu einem unabhängigen Imperia pflegte. Die Schmerzen, die Imperias Beitritt zur Demokratischen Union in den Herzen und Seelen unserer Freunde auslöste, haben wir nicht vergessen.
Der von Imperialkanzler Jonathan von Metternich vorgelegte Beitrittsvertrag des Kaiserreichs erlaubt diesem ganz offenbar den Austritt aus der Demokratischen Union. Nachträgliche Verfassungs- und Strafrechtsänderungen haben dieses Begehren jedoch in der Demokratischen Union anno 2007 kriminalisiert. So wenig wir über wahren Umstände der versuchten Festnahme des Imperialkanzlers wissen, so sehr erschrecken uns doch die Berichte über das Vorgehen von Unionskanzler Connor.
Die Regierung Ihrer Majestät fühlt sich der Demokratischen Union verbunden, doch sie betont die Stabilität auf dem anticäischen Kontinent weitaus mehr. Diese jahrzehntelange Politik war ein Erfolg und wird es bleiben. Umso schwieriger ist es heute für uns, dass die Demokratische Union als ethnischer Mischstaat mit sehr verschiedenen Ansprüchen, Wünschen und Zielen nur noch ein unzureichender Garant von Stabilität und gelebter Rechstaatlichkeit ist. Trotz der Bindungen der Vergangenheit beherzigen albernische Regierungen nach außen ein bedingungsloses "Albernia First".
So auch heute. Die Chancen für Stabilität, Freiheit, Rechtstaatlichkeit und Frieden in Antica wachsen nicht durch eine möglichst große Union. Auf dieser Grundlage erkennt die Regierung Ihrer Majestät die Unabhängigkeit der Republik Imperia und des Königreichs Freistein an und steht für sie im Rahmen bi- und multinationaler Bündnis- und Vertragspflichten ein.
Thank you for your kind attention. May God bless you all.
Unterdessen liegt dem Senat der Vereinigten Staaten ein eiliger Entschließungsantrag des über die Parteigrenzen hinweg anerkannten Senators Ulysses S. Finnegan vor. Dieser spricht sich ebenfalls dafür aus, die Unabhängigkeit beider Staaten anzuerkennen.
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Die Lage auf dem anticäischen Kontinent spitzt sich immer weiter zu. Nachdem die Demokratische Union eine Generalmobilmachung angeordnet hat, konzentriert das Königreich Barnstorvia seine Truppen an der Grenze zur DU. Das teilte Kanzler George Millerand in den frühen Morgenstunden mit:
- Die Demokratische Union hat, wie uns unsere freisteinischen Freunde mitgeteilt haben, mit ersten militärischen Operationen auf freisteinischem Staatsgebiet begonnen, namentlich mit der Durchbrechung der Abriegelungsringe um die Unionskasernen.
Die Regierung Ihrer Majestät wertet dies als den Beginn eines Invasionsversuches der Demokratischen Union im Königreich Freistein. Wir betrachten dies als einen Zustand höchster Gefährdung der nationalen Sicherheit. In Absprache mit dem Generalstab hat sich Ihre Majestät die Königin daher dazu entschlossen, von Ihren Notstandskompetenzen gem. Art. 22.1 der Constitution Gebrauch zu machen und die bewaffnete Macht zum Einsatz zu bringen. Die Königlichen Streitkräfte haben den Befehl erhalten, unverzüglich die Grenze nach Freistein zu überschreiten und die Staatsregierung in Lüderitz bei der Aufrechterhaltung der öffentlichen Ordnung zu unterstützen. Barnstorvia befindet sich somit im Krieg.
Die nun unabhängige Republik Imperia, vertreten durch Imperialinnenminister Rudolph Baader, ordnete unterdessen für die Sicherheitsbehörden die höchste Alarmbereitschaft an:
- Weiter wird angeordnet, dass sich alle Mitglieder der Unionsarmee mit imperianischer Bürgerschaft bei ihren imperianischen Einheiten einzufinden haben. Wehrfähige Männer mit imperianischer Bürgerschaft werden angehalten sich bei ihrem Wehrbezirkskommando einzufinden.
Allen Mitgliedern der Unionsstreitkräften wird angeraten, sich unverzüglich entwaffnen zu lassen. Jene Soldaten werden von Kriegshandlungen ausgenommen und wie souveräne Kriegsgefangene behandelt.
Nach Beendigung des Konfliktes wird zugesichtert, dass sich unverzüglich in ihre Heimat zurückversandt werden. Eine rechtstaatliche Behandlung nach den gültigen Kriegs- und Menschenrechten wird vollkommen gewährt.
Kombattanten mit Unionshintergrund werden ab 6:00 Uhr am 9. des Oktobers als Feinde eingestuft und bekämpft.
Immer mehr Staaten erkennen unterdessen die Unabhängigkeit Imperias und Freisteins an. Der sebulonische Ministerpräsident Samuel Kirschbaum, dessen Land vertragliche Verbindungen zur Demokratischen Union besitzt, sagte im Rahmen einer Pressekonferenz:
- Es stimmt mich traurig, dass hier keine friedliche Lösung im Dialog gesucht werden konnte, und nun Antica vor einem neuen großen Krieg zu stehen scheint, der viele Menschen unnötig das Leben kosten mag. Dennoch können wir das Begehren der Freisteiner und der Imperianer verstehen, die als Völker in ihrem eigenen Nationalstaat leben wollen. Ist es nicht zuletzt auch das sebulonische Volk, dass auf seine Selbstbestimmung und Eigenständigkeit als Staat besonders stolz ist, so dass Juden aus aller Welt zu uns kommen, um hier zusammen mit ihren Volksgenossen in Freiheit und Frieden zu leben. Aus diesem Grunde sind wir geneigt, die neuen Staaten Republik Imperia und Königreich Freistein anzuerkennen. Wir möchten jedoch betonen, dass wir eine friedliche Lösung eindeutig bevorzugen, und rufen daher alle Parteien zu friedlichen Verhandlungen und einer einvernehmlichen Lösung der Probleme auf. Es hat in der Geschichte der Völker Anticas schon genügend Blutvergießen gegeben!
- Die Demokratische Union verliert sich nicht erst seit jüngster Zeit in Verfahrensfragen und Bürokratie. Es gibt keine wirklich kreative oder maßgebliche Außenpolitik.
Das Bündnis mit der Demokratischen Union war von keinem großen Nutzen für das Kaiserreich. Angeführt sei hier beispielhaft die zu laue "Unterstützung" in einer dem Reich sehr wichtigen Sicherheitsfrage auf Renzia, nämlich der Krise um Huangzhou und Aurora, die keineswegs für einen "Verbündeten" angemessen war. Verbündete stehen einander bei, mit Rat und Tat und sehen nicht nur von außen zu, wie sich eine Krise für den anderen entwickelt.
Es ist der Wunsch der Völker von Imperia und Freistein, in die Freiheit entlassen zu werden. Das Kaiserreich unterstützt vor allem in Renzia die Bestrebungen der Völker nach Freiheit von fremder Botmäßigkeit. Wie könnte das Reich den Wunsch zweier Völker nicht unterstützen, auch wenn sie sich im fernen Antica befinden?
Ich erkläre deshalb hiermit im Besitz der völkerrechtlichen Vertretungsmacht Chinopiens, dass ich - und damit das Kaiserreich - die Sezession der Staaten anerkenne, wie auch die Übergangsregierungen in den neuen Nationen Freistein und Imperia. Weiters betrachte ich die Demokratische Union, mit der das Kaiserreich in Verbindung stand, durch den Austritt der Kernstaaten als de facto aufgelöst und die Verträge damit als obsolet.
Das Kaiserreich wird umgehend mit den freien und souveränen Nationen Imperia und Freistein in Kontakt treten, um sie bei ihren Freiheitbestrebungen zu unterstützen.
- In der heutigen Nacht erleben wir bedeutende Ereignisse in Antica: Völker geben ihrem Willen nach Freiheit und Unabhängigkeit ausdruck. Völker trennen sich, um ihre eigenen Wege zu gehen. Eine Ära geht zuende, eine neue Ära beginnt. Es liegt nun in der Hand einiger weniger Leute, ob diese Ära, wie schon so oft in der menschlichen Geschichte, mit dem Blut unschuldiger Menschen getränkt werden soll, oder ob wie es schaffen, eine neue Ära endlich einmal mit dem Klang der Friedensglocken einzuläuten. Dies ist die Hoffnung, die ich im Namen aller Bürgerinnen und Bürger zum Ausdruck bringen will: Die Hoffnung, dass diese Ereignisse friedlich verlaufen.
[...] Unser Staate ist einstmals gegründet und aufgebaut worden von mutigen Leuten, die einen Schritt in die Zukunft gemacht haben, um frei zu sein. Die Fesseln abgeworfen und Grenzen überwunden haben, um endlich ihre Freiheit zu erlangen.
Unsere Geschichte ist unsere Verantwortung, und Freiheit ist unser Auftrag. Wir müssen die Verantwortung, die uns von den Gründervätern unseres Staates und der Vereinigten Staaten mit auf den Weg gegeben wurde, jeden Tag ernst nehmen. New Alcantara nennt sich "Freistaat", Free State steht im Namen unseres Staates, weil wir, die Bürger von New Alcantara, frei sind. Wir sind freie Bürger unseres Staates und freie Bürger der Vereinigten Staaten von Astor. Und wir stehen für die Freiheit ein, egal ob in unserem Staat, in den Vereinigten Staaten oder sonst auf der Welt. Und wir unterstützen jene Menschen, die ihr Streben nach Freiheit verwirklichen wollen und jenen Schritt gehen, den einstmals die Gründerväter unseres Staaten getan haben: Unabhängig zu werden - frei zu werden.
Es steht nicht in meiner Macht, die Unabhängigkeit von Imperia und Freistein anzuerkennen, denn das ist alleinig die Befugniss der Bundes-Administration. Doch glaube ich, dass keine Bürgerin und kein Bürger dieses Staates auch nur eine Minute zögern würde, Imperia und Freistein die Anerkennung auszusprechen, wenn man ihn danach fragen würde. [...] Ich habe daher bereits vor einigen Minuten eine Resolution im Kongress eingebracht, in welcher der Kongress seine Unterstützung zum Ausdruck bringt, und ich kann in Richtung des Weißen Hauses nur sagen: Mr. President, tun sie das richtige: Erkennen Sie die Unabhängigkeit von Imperia und Freistein an. [...]
Ich denke, ich spreche daher im Namen aller Bürgerinnen und Bürger dieses wunderbarsten aller Bundesstaaten der USA, wenn ich den Bürgerinnen und Bürgern von Freistein und Imperia bis dahin zurufe: Wir stehen auf Eurer Seite. Heute Nacht sind wir alle in New Alcantara Freisteiner und Imperianer.
Gott schütze New Alcantara, die Vereinigten Staaten und alle freien Männer und Frauen auf der ganzen Welt. Und heute Nacht besonders jene in Freistein und Imperia.
Zuletzt geändert von GBC Global Broadcasting Corp. am Di 9. Okt 2007, 04:19, insgesamt 1-mal geändert.
Kaiser
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Ich glaube, dass unsere Feinde einem Irrtum aufsitzen, wenn sie annehmen, unsere Verbände wären durch die Scharmützel in Freistein gebunden. Wer in Freistein einmarschiert, der hat unsere Hauptstreitmacht in Katista direkt in der Flanke und im Rücken. Wir werden Barnstorvias Angriffsheer zurückschlagen.