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Wo habe ich bitte die SPD in die Nazi-Ecke gestellt? Nirgends! Vor allem: Wenn "Volksgemeinschaft" und ähnliche Werte für euch freiheitlich-kapitalistisch und nicht sozialistisch sind, dann tut ihr mir leid.
 

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Erleuchteter
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Original von Konstantin Lichtenstein
Keiner, der sich ein wenig mit dem Gedanken- und Wertmodell des Kapitalismus beschäftigt hat, kann doch ernsthaft behaupten, dass der Nationalsozialismus irgendwo den Hauch einer kapitalistischen Politik verfolgt hat.
Nicht wenige der großen Sozialphilosophen des 20. Jhds. sehen den Faschismus als Produkt der kapitalistischen Ordnung.
Diese wollten die hier angesprochenen Großindustriellen auch nicht. Diese wollten in der Regel eine Wiederherstellung der kaiserlichen Ordnung, und als man sich damit offenkundig verrechnet hatte, arrangierte sich v.a. die Rüstungsindustrie mit der neuen Herrschaft,
Die Großindustrie (und nicht nur Rüstungsindustrie) war es, die Hindenburg unter Druck gesetzt hat, Hitler zum Reichskanzler zu ernennen. Nur mal so nebenbei.
Ohne den Krieg wäre die deutsche Wirtschaft aufgrund der hoffnungslosen Überschuldung des Staates ob kurz oder lang kollabiert, was keineswegs im Sinne des Kapitalismuses gewesen wäre.
Eine Wirtschaft kollabiert aufgrund der Überschuldung des Staates? Das wäre mir neu, in den meisten Failed States Afrikas treiben große Konzerne äußerst profitabel ihr Unwesen.
Kurzum: Natürlich hat die NS-Diktatur der Großindustrie genutzAber weder Monopolunternehmen wie die IG Farben, noch Rüstungunternehmen, die *natürlicherweise* und nicht aus liberaler Logik folgend der Politik der NSDAP nicht abgeneigt waren
STOP! Wo ist da bitte der Unterschied? Ein Rüstungsunternhehmen verfolgt ohne Beschränkung durch gesellschaftliche Kontrolle seine Profitinteressen und das soll nicht kapitalistisch sein? Interessant. Die meisten Menschen behaupten genau das Gegenteil: Wenn ein Krieg mit wesentlicher Unterstützung durch die Rüstungsindustrie begonnen wird, ist das ein typisches Beispiel für den Kapitalismus.
Und gerade Monopolunternehmen sind ein Paradebeispiel für eine kollabierte Marktwirtschaft, wie sie der Kapitalismus hervorbringt.
Das ist allein deshalb schon Stückwerk, weil sich mehr oder weniger jeder "Anpassungswillige" (also fast alle Deutschen) mit dem Dritten Reich arrangiert hat. Die Politik ging daher weder völlig an den Interessen der Großindustrie vorbei, noch an denen der Arbeiterschaft (mh, wie war das noch: Vollbeschäftigung, Wohlstandswachstum, 1. Mai etc.pp.).
Falsch. Das NS-Regime hat einen Teil der deutschen Arbeiter in KZs interniert und hunderttausende andere an der Front kämpfen und sterben lassen. Ihre Frauen haben in den Fabriken Munition produziert und ihre Kinder haben an den Flaks ihre jungen Leben riskiert und das alles zu einer Zeit, als die deutschen Großindustriellen noch mit Sekt mit den Nazi-Größen auf den Endsieg angestoßen haben.
 

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Lebende Foren Legende
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Im Wesentlichen haben vSzP und Lichtenstein schon alles ausgeführt was ich auf van Tulpe und Schulze erwidern wollte, darum nur kurz was ich noch ergänzen möchte:

Van Tulpe dreht mir das Wort im Mund herum wenn er sagt ich behauptete, "das SPD und Die Linke Nazis seien", denn das habe ich hinsichtlich der SPD weder gesagt, noch glaube oder meine ich das. Im Gegenteil, ich weiß aus persönlicher Bekanntschaft mit echten Sozialdemokraten, dass diese stets auch entschiedene Gegner des Kommunismus, Marxismus und anderer linksextremistischer Demagogien à la "Die Linke" sind, sondern überzeugte Streiter für Freiheit, Demokratie und Marktwirtschaft.

"Die Linke" hingegen, mit ihrem kollektivistischen, freiheitsfeindlichen und menschenverachtenden Programm ist in meinen Augen nichts anderes als eine rote NPD. Da können sich ihre Anhänger und Aktivisten nun auf den Boden werfen, brüllen und mit den Fäusten trommeln, es ändert rein gar nichts daran, dass der Nationalsozialismus seine ideologischen wie organisatorischen Wurzeln in der Arbeiterbewegung hatte und etwa das "25-Punkte-Programm", so etwas wie das Grundsatzprogramm der NSDAP, stark von sozialistischen und kommunistischen Ideen beeinflusst war. Im Volltext kann man das hier nachlesen, die in diesem Zusammenhang interessanten Passagen sind:

13.Wir fordern die Verstaatlichung aller (bisher) bereits vergesellschafteten (Trusts) Betriebe.
14. Wir fordern Gewinnbeteiligung an Großbetrieben.
...
16. Wir fordern die Schaffung eines gesunden Mittelstandes und seine Erhaltung, sofortige Kommunalisierung der Groß-Warenhäuser und ihre Vermietung zu billigen Preisen an kleine Gewerbetreibende, schärfste Berücksichtigung aller kleinen Gewerbetreibenden bei Lieferung an den Staat, die Länder oder Gemeinden.
17. Wir fordern eine unseren nationalen Bedürfnissen angepaßte Bodenreform, Schaffung eines Gesetzes zur unentgeltlichen Enteignung von Boden für gemeinnützige Zwecke. Abschaffung des Bodenzinses und Verhinderung jeder Bodenspekulation.
18. Wir fordern den Rücksichtslosen Kampf gegen diejenigen, die durch ihre Tätigkeit das Gemeininteresse schädigen. Gemeine Volksverbrecher, Wucherer, Schieber usw. sind mit dem Tode zu bestrafen, ohne Rücksichtnahme auf Konfession und Rasse.
19. Wir fordern Ersatz für das der materialistischen Weltordnung dienende römische Recht durch ein deutsches Gemeinrecht.
...
24....
Gemeinnutz vor Eigennutz
25. Zur Durchführung alles dessen fordern wir: Die Schaffung einer starken Zentralgewalt des Reiches. Unbedingte Autorität des politischen Zentralparlaments über das gesamte Reich und seine Organisationen im allgemeinen...

Das alles könnte sinngemäß auch im Programm der "Linken" stehen, bzw. steht es in leicht variierten Formulierungen ja. Kommt aber von der NSDAP, die nicht von ungefähr viele ehemalige Sozialisten und Kommunisten angezogen hat, und deren Anhänger und Mitglieder nach dem Ende des 2. Weltkrieges nicht von ungefähr in geringer Zahl zur SED und den sozialistischen bzw. kommunistischen Parteien der anderen Ostblockländer übergelaufen sind.

Zur Erinnerung: die Welt ist rund. Auf der Vorderseite liegen zwischen Sozialismus/Kommunismus und Nationalsozialismus zwar die verschiedenen Strömungen, Untergruppen usw. von Liberalismus, Konservativismus und Sozialdemokratie, auf der Rückseite aber grenzen Sozialismus/Kommunismus und Nationalsozialismus aneinander, und die Grenze ist schwimmend.

Und Schulze verdreht und verzerrt die Zusammenhänge, wenn er die Ausbeutung von KZ-Häftlingen und Zwangsarbeitern im Dritten Reich als einen kapitalistischen Vorgang hinzustellen versucht. Selbst Marx (!) hat die kapitalistische Gesellschaft von der Sklavenhaltergesellschaft unterscheiden - und die Zwangsarbeit von KZ-Häftlingen und aus den besetzten Gebieten Verschleppten war ja nichts anderes als Sklaverei!

Ein Wesensmerkmal des Kapitalismus ist hingegen die Vertragsfreiheit zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer, der freiwillige Verkauf der eigenen Arbeitskraft gegen Entlohnung. Nicht jede auf die Erwirtschaftung von Gewinn gerichtete Wirtschaftsordnung ist kapitalistisch, letztlich zielen darauf ja alle Wirtschaftsordnungen, auch der Sozialismus - im Marxismus wird der Gewinn "Mehrwert genannt - darauf ab, Gewinne zu erwirtschaften. Die Kollaboration einer Handvoll Industrieller mit dem NS-Regime zum gegenseitigen Nutzen gereicht nicht, den Kapitalismus als mit dem Nationalsozialismus in ideologischem Zusammenhang stehend zu inkriminieren.
 

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Amber Marie Ford
Richterin am Unionsgericht
Unionsministerin der Justiz a. D.
Präsidentin des Unionsparlamentes a. D.
Unionsvorsitzende der FDU a. D.
Ministerpräsidentin des Freistaates Freistein a. D.
Oberste Unionsanwältin a. D.
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Original von Konrad Grimm

Der Marxismus-Leninismus ist also keine Spielart des Sozialismus? Das ist eine... interessante... Behauptung.

Übrigens, "geschimpft" hat sich die letztere Diktatur eine - demokratische.
Meines Erachtens sind die Theorien Lenins, Stalins und Maos ein Verrat an den Ideen von Marx, Engels, Lasalle & Co. Grund, ist das statt einer Demokratie eine Oligarchie installiert wurde.
 

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Registriert: Sa 16. Jun 2007, 11:24
Original von Amber Marie Ford
Van Tulpe dreht mir das Wort im Mund herum wenn er sagt ich behauptete, "das SPD und Die Linke Nazis seien", denn das habe ich hinsichtlich der SPD weder gesagt, noch glaube oder meine ich das. Im Gegenteil, ich weiß aus persönlicher Bekanntschaft mit echten Sozialdemokraten, dass diese stets auch entschiedene Gegner des Kommunismus, Marxismus und anderer linksextremistischer Demagogien à la "Die Linke" sind, sondern überzeugte Streiter für Freiheit, Demokratie und Marktwirtschaft.
Ich glaube du hast mich falsch verstanden und/oder ich habe dich falsch verstanden.

Ich als Sozialdemokrat bin Gegner jeglicher Ideologien die vorgeben demokratisch zu sein, aber rassistisch, chauvinistisch, populistisch, extremistisch und/oder nationalistisch sind oder sich für eine ungerechte Wohlstandsverteilung einsetzen.

Ein echter Sozialdemokrat setzt sich wie du schon sagst für Freiheit und Demokratie ein. Aber auch für Solidarität. Und das heißt dass er sich für eine gerechte Welt, mit gerechter Wohlstands- und (Bildungs-)Güterverteilung einsetzt, in der die Reichen die Armen unterstützen.

Und nicht wie Palm für eine Ellenbogengesellschaft. Palm mag zwar Demokrat sein, aber setzt sich für eine Politik der sozialen Kälte ein und du Ford, lässt auch solche politischen Ziele durchscheinen.

Wer behauptet, das Linke alle Nazis seien, weil sie sich für eine gerechtere Welt einsetzen, bezieht automatisch die SPD mit ein.
 

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Original von Montgomery Scott
Die Profitinteressen des Kapitals...
Original von Fiete Schulze
...Geschichtsfälschung... die großen Konzerne...
Ihr macht es Euch viel zu einfach. Es ist wirklich leicht durchschaubar, wenn man ein paar Großkonzerne als "Das Kapital" hinstellt und ein System, was unter anderem diese wenigen Großkonzerne bevorteilte, dann als Kapitalismus bezeichnet.
Das hat nichts mit Kapitalismus zu tun.
 

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Original von Carl Philipp van Tulpe

Ich glaube du hast mich falsch verstanden und/oder ich habe dich falsch verstanden.

Ich als Sozialdemokrat bin Gegner jeglicher Ideologien die vorgeben demokratisch zu sein, aber rassistisch, chauvinistisch, populistisch, extremistisch und/oder nationalistisch sind oder sich für eine ungerechte Wohlstandsverteilung einsetzen.

Ein echter Sozialdemokrat setzt sich wie du schon sagst für Freiheit und Demokratie ein. Aber auch für Solidarität. Und das heißt dass er sich für eine gerechte Welt, mit gerechter Wohlstands- und (Bildungs-)Güterverteilung einsetzt, in der die Reichen die Armen unterstützen.

Und nicht wie Palm für eine Ellenbogengesellschaft. Palm mag zwar Demokrat sein, aber setzt sich für eine Politik der sozialen Kälte ein und du Ford, lässt auch solche politischen Ziele durchscheinen.

Wer behauptet, das Linke alle Nazis seien, weil sie sich für eine gerechtere Welt einsetzen, bezieht automatisch die SPD mit ein.
Jetzt mal Tacheles: Ich setze ich mich für eine Gesellschaft ein, in der ein Mensch über die Früchte seiner Arbeit selbst verfügen kann, ohne dass er genötigt werden kann, diesen oder jenen Teil abzudrücken. Geben sollte ein freiwillige Geben und kein Raub sein. Ich setze mich auch für eine Politik ein, in der Regierungen die Interessen des eigenen Staates vor die Interessen anderer Staaten stellen. Ergo bin ich gegen jede Form von Entwicklungshilfe, weil sich damit ein Staat ins eigene Fleisch schneidet. Wir sehen es jetzt an Indien und China. Da hat der Westen sich seine eigene Konkurrenz herangezogen.
 

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Beitrag von Fiete Schulze »

Original von Oliver von Palm

Jetzt mal Tacheles: Ich setze ich mich für eine Gesellschaft ein, in der ein Mensch über die Früchte seiner Arbeit selbst verfügen kann, ohne dass er genötigt werden kann, diesen oder jenen Teil abzudrücken. Geben sollte ein freiwillige Geben und kein Raub sein. Ich setze mich auch für eine Politik ein, in der Regierungen die Interessen des eigenen Staates vor die Interessen anderer Staaten stellen. Ergo bin ich gegen jede Form von Entwicklungshilfe, weil sich damit ein Staat ins eigene Fleisch schneidet. Wir sehen es jetzt an Indien und China. Da hat der Westen sich seine eigene Konkurrenz herangezogen.
Ähmm...hattest du nicht mal irgendwann geschrieben, dass du arbeitslos bist und warst? Also warum sollten denn jetzt die Leute die arbeiten gehen, für dich etwas abdrücken?
Und du betonst doch auch gerne deine blaublütige Abstammung, sorry, aber gerade diese Typen haben doch ihren Reichtum in der Vergangenheit nun wirklich nicht durch eigene Arbeit erschaffen.
Und zum Thema Entwicklungshilfe, einen Großteil dieser Länder verdankt ja gerade dem Westen seine Armut. In solchen Ländern kommen Menschen auf die Welt, die ja überhaupt keine Chance haben, etwas aus ihrem Leben zu machen.
Und mal ehrlich, woher nimmst du dir das Recht solche Aussagen von dir zu geben? Hast du Deutschland zu einem reichen Land gemacht? Verdankt Deutschland dir seinen Wohlstand? Boa...du bist echt ein Supermann.
Und wenn man fordert, dass es bitte anderen Ländern schlecht gehen soll, damit es mir persönlich gut geht, dann hast du eine sehr merkwürdige Einstellung zum Leben. Und wenn alle Menschen eine solche Einstellung wie du gehabt hätten, na dann würden heute immer noch in Höhlen wohnen.
 

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Für mich drückte und drückt niemand was ab, Herzchen.
 

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Beitrag von Fiete Schulze »

Original von Oliver von Palm
Für mich drückte und drückt niemand was ab, Herzchen.
Bleib mal ruhig, dein Herzchen bin ich bestimmt nicht und eine Antwort war das ja auch nicht oder habe ich da einen wunden Punkt angesprochen?
 

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