Original von Helen Bont
Entschuldigen Sie, man kann auch aus jeder kleinsten Mücke einen Potwal machen. Verzeihen Sie bitte, dass Sie eine Politikerin als Unionskanzlerin haben und keine Verwaltungsfachfrau.
Dass Herr Kleven als Sonderbeauftragter im Range eines Direktors in der Besoldungsstufe A 17 eingestellt wurde ist zunächst eine politische Entscheidung und als Anerkennung dafür gedacht, dass er so spontan diese Aufgabe übernommen hat. Da aber bereits seit Jahren aufgrund eines fehlenden Wisim-Systems keine Gehälter ausgezahlt werden, ist die Einstufung mehr kosmetischer denn praktischer Natur.
Nein, Frau Bont, das ist nicht entschuldbar. Sie haben einen Beamten eingestellt und in einem Rechtsstaat hat das nach gewissen Regeln zu folgen. Das geht dabei nicht nur um das Gehalt des jeweiligen Staatsdieners. Damit die Unionsregierung und die politischen Vertreter dem Recht folgen können, haben Sie Juristen in der Verwaltung und im Zweifel sollte Sie Ihr Justizminister auch beraten können – wo auch immer der gerade herumturnt.
Da ist es eben ein Mücke, wenn Sie aus reinem Wohlgefallen einen Ihnen Vertrauten willkürlich zum Laufbahnbeamten ernennen. Sie versuchen das auch gar nicht zu vertuschen, was mich durchaus zu dem Schluss kommen lässt, dass Sie gar keine Sensibilität für Ihr politisches Handeln haben. Aus reiner persönlicher Anerkennung ernennen Sie einen auf Staatskosten zum Beamten. Das, Frau Bont, das nennt man Korruption. Sie sollten lang genug dabei sein, immerhin schon in siebenter Kanzlerschaft, was geht und was nicht geht. Wenn die juristische Kompetenz in Ihrer Unionsregierung so rar gesät ist, dann holen Sie sich doch mal Juristen ins Kabinett oder zumindest als Staatssekretäre. Die können Sie dann auch entsprechend beraten.
Zuletzt geändert von Maximilian von Brinckmann am Fr 2. Mai 2014, 11:13, insgesamt 1-mal geändert.