Wettlauf um die tiefgekühlten Schätze
[Teil 1]
Die Polarzonen sind lebensfeindliche Gebiete und wahrlich kein Ort, den man bei der Urlaubsplanung berücksichtigt. Einige Lebewesen haben sich trotz der Witterung mit dem ewigen Eis arrangiert - Meeressäuger, wie Wale oder Eisbären eben. Schließlich hat auch der Mensch sich zu Forschungszwecken in die Arktis begeben, weil sein Interesse geweckt wurde: Unter dem Packeis gib es gigantische Rohstoffreserven. Öl, Gas, vielleicht sogar Diamanten. Wieviel Bodenschätze in dieser Region abgebaut werden könnten ist unklar. Experten sind sich aber soweit sicher, dass es viel zu holen geben wird, sehr viel sogar.
John Dryden, ein albernischer Dramatiker, wusste seine Zeitgenossen einzuschätzen. Er war der Überzeugung, dass der Krieg nur dort eintritt, wo Reichtum lockt. Eine ähnliche Überzeugung mussten auch unsere Staatsfrauen und Staatsmänner gehabt haben, als sie im Herbst 2010 in der Vollversammlung des Rats der Nationen (RdN) zu einer Polkonferenz geladen haben. Der abschließende Konventionstext liest sich heute, wie das berühmte pfeifen im Walde.
Die Unterzeichner Staaten erklärten feierlich, dass "es im Interesse der ganzen Menschheit liegt, die Polgebiete für alle Zeiten ausschließlich für friedliche Zwecke zu nutzen und nicht zum Schauplatz oder Gegenstand internationaler Zwietracht werden zu lassen." Allenfalls die Forschung sollte in der Arktis betrieben werden. Der Abbau von natürlichen Ressourcen oder gar militärische Einrichtungen waren unerwünscht.
Bis heute unterzeichneten achtzehn Staaten diese "Konvention über die Polgebiete". November 2012 kündigte die Föderale Republik Andro schließlich, nach zweijähriger Mitgliedschaft, diese Konvention und trat aus der Internationalen Hochkommission für die Polgebiete aus. Seitdem gibt man sich in Koskow erdenkliche Mühe der Weltgemeinschaft praktisch zu demonstrieren, was man von der Polkonvention hält.
Gleich nach der Aufkündigung der Mitgliedschaft beschloss man in Andro das Gesetz zum Schutz der staatlichen Hoheitsgebeites der Föderalen Republik Andro und bestimmte in diesem Gesetz den 85. bis zum 155. östlichen Längengrad zum Androische Arktisgebiete. Die Weltgemeinschaft schaute zu, wie Militärbasen und Militärbezirke eingerichtet wurden, ein Gouverneur eingesetzt wurde. Schließlich wurden U-Boote zur patrouillier entsendet und letztlich die androische Flagge gehisst - auf Geheimbefehl des Präsidenten.
Nach dem man in der Föderation zur Überzeugung kam durch Handlungen Fakten geschaffen zu haben, lud man zur Internationalen Konfrenz über die Nordpolargebiete. Eine ausdrückliche Gegenveranstaltung zur bewährten Polarkomission.
Die Idee aus Andro: Aufteilung des Nordpols und die Übertragung der Rechte an die Anrainerstaaten. Der Anspruch Andro war schon im Vorfeld formuliert, so dass also der Kuchen der Übrigen verteilt werden sollte. "An die Arktis grenzen acht Staaten direkt und wenn man sich den Globus anschaut, können weitere, ich nenne es mal Ansprüche, bestehen, dann wären es sogar 11-12.", so Außenminister Mischa Iwanowitsch Solowjow zu den versammelten Staats- und Regierungschefs aus aller Welt. Der Wettlauf um die tiefgekühlten Schätze hatte also begonnen.
[FORTSETZUNG FOLGT]
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Für Andro wäre das: 85° östlicher Länge bis zum 155° östlicher Länge.
Imperium: 73° bis 78°Ost
Glenverness: 36° bis 25° West und 70° bis 73° Ost
Dreibürgen: 34° bis 58° Ost
Nordmark: 14° bis 0° West und 6° bis 22° Ost
Albernien: 30° bis 36° West und 0° bis 6° Ost
Eldeyja: 40° bis 50° West
Du (Roldem): 63° bis 85° West
Astor: 85° bis 90° West
Cranberra: 90° bis 140° West
Tengoku: 165° bis 180° Ost
Quelle
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