
ALEXANDER KOWALSKI: "Ich will Bischof für alle sein."

Am gestrigen Tag ernannte Papst Linus III. den Bischof von Rothenhausen (Freistein) Alexander Kowalski zum neuen Erzbischof von Manuri und Metropoliten der Demokratischen Union. Die Manuri Allgemeine (MA) sprach mit dem neuen Erzbischof von Manuri.
Manuri Allgemeine: Herr Erzbischof, Sie haben jetzt ein Amt inne, das zuvor Kardinal Leber ausgeführt hat, der von außen gesehen eher zurückhaltend agiert hat. Was werden Sie anders machen?
Erzbischof Alexander Kowalski: Ich möchte mich nicht im Verhältnis zu anderen definieren, das könnte leicht wie ein Lob oder eine Kritik aussehen. Ich bin der festen Überzeugung, dass jeder das Recht und die Möglichkeit hat sich so zu entfalten, wie er ist und Gott ihn will. Ich will mich darum bemühen den Menschen zu zeigen, dass Gott ihnen durch Jesus Christus und seine heilige Kirche das Heil anbietet. Dieses wunderbare Geschenk gilt es anzunehmen.
Manuri Allgemeine: Sie gelten gemeinhin als konservativ und gehören dem valsantinischen Bischofsorden des Opus Dei an. Der Ministerpräsident von Salbor-Katista und der Oberbürgermeister von Manuri sind verheiratet. Ist das ein Problem für Sie?
Erzbischof Alexander Kowalski: Ich habe an anderer Stelle bereits zum Ausdruck gebracht, dass ich für die beiden aufrichtig und ehrlich beten werde. Ich bin aber nicht derjenige, der diese Lebensweise verurteilt oder gar ein persönliches Problem damit hat. Unabhängig vom konkreten Beispiel ist das ein sehr vielschichtiges Problem – schließlich gibt es auch Therapien, die unter günstigen Voraussetzungen eine Änderung der Neigung bewirken können. Und wenn Menschen sich zu solch einer Therapie entscheiden, kann und wird die Kirche ihnen im Gebet und in der Tat helfen.
Manuri Allgemeine: Leben die beiden also in Sünde?
Erzbischof Alexander Kowalski: Das weiß ich nicht. Sie haben jedenfalls meine Achtung und ich will ihnen mit dem nötigen Respekt begegnen und mich hüte sie in irgendeiner Weise ungerecht zu behandeln.
Manuri Allgemeine: Im Vatikan läuft derzeit der Weltkongress zur Sozial- und Ethiklehre. Dieser Kongress behandelt auch die Frage des Verhältnisses zu den anderen Religionen. Wie stehen Sie zur Ökumene?
Erzbischof Alexander Kowalski: Zunächst einmal bin ich davon überzeugt, dass es nur die eine heilige Kirche gibt. Jedoch akzeptiere ich die Tatsache, dass viele unterschiedliche Konfessionen, also Bekenntnisse, existieren. Ich bin sehr an einer Zusammenarbeit mit den christlichen Glaubensgemeinschaften interessiert sehe gleichzeitig auch die negativen Begleiterscheinungen. Ich bin der Auffassung, dass in der Zusammenarbeit mit den anderen das eigene Profil des Glaubens sich nicht auflösen darf. Um es deutlich zu sagen: Wenn man mit jemanden auf ins Gespräch kommen will, muss man zunächst seinen eigenen Standort definieren. Und darauf lege ich großen Wert.
Manuri Allgemeine: Und die Kooperation mit den anderen Religionen?
Erzbischof Alexander Kowalski: Da gilt im Prinzip und sinngemäß etwas Ähnliches. Wir haben in den monotheistischen Religionen verbindende Momente, aber eben auch Unterschiede, die man nicht so einfach wegwischen kann. Das Heil und die Erlösung im Glauben und letztlich auch die volle Menschlichkeit kann nur die Kirche bieten.
Manuri Allgemeine: Herr Erzbischof, können Frauen Priester werden?
Erzbischof Alexander Kowalski: Es gibt gute Gründe gegen die Ordination von Frauen von den ich überzeugt bin. Nichtsdestotrotz kommt der Frau in der Kirche eine verantwortungsvolle Rolle zu. Ich weiß, dass solche Positionen von den Gläubigen oft nicht verstanden werden, weshalb ich gerne zu einem offenen Dialog bereit bin. Jedem steht es frei seinem Bischof eine Frage zu stellen, auch wenn sie kritisch ist. Ich will Bischof für alle sein.

