Beiträge: 298
Registriert: Do 31. Jul 2008, 12:13
Ich war ein Monat in Irland, es war aber mehr wie Urlaub mit leichter Tätigkeit, gesponsert by EU (Leonardo-Programm). Jetzt habe ich als Nachweis so einen Europass, der meine dort "erworbenen Fähigkeiten" dokumentiert.
Letztendlich habe ich in dem Unternehmen die vier Wochen immer nur das gleiche langweilige Zeugs gemacht... Naja, ich denke, viel kann man bei so etwas eh nicht erwarten, von daher war es OK.
Letztendlich habe ich in dem Unternehmen die vier Wochen immer nur das gleiche langweilige Zeugs gemacht... Naja, ich denke, viel kann man bei so etwas eh nicht erwarten, von daher war es OK.
Anfänger
Beiträge: 4
Registriert: Mi 21. Dez 2011, 14:50
Ich denke, dass das in der heutigen Zeit sehr angesagt ist. Ein begünstigender Faktor ist da denke ich ganz klar das Abitur nach 12 Jahren. Das eine fehlende Jahr wird oft als "Gap-Year" genutzt.
Mein Depot wurde übrigens bei http://www.depot-anlegen-preisvergleich.de/ kostenlos eingerichtet.
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Zuletzt geändert von viktor am Mo 20. Feb 2012, 01:14, insgesamt 1-mal geändert.
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Beiträge: 43
Registriert: Sa 10. Dez 2011, 23:11
Ich gehöre mit meinen 33 Jahren wohl schon zu den etwas älteren Semestern hier, und zähle daher vielleicht nicht unbedingt zur engeren Vergleichsgruppe. 
Aber möglicherweise kann ich dennoch den einen oder anderen "Auslandsmuffel" vom Selbstmord wegen angeblich fehlender Berufsaussichten abhalten, indem ich berichte, dass ich weder während meiner Schulzeit (1985 - 1989 Grundschule, 1989 - 1998 Gynmasium) noch während meines Studiums (WS 1998/99 - WS 2002/03, einschließlich Examenssemester) jemals einen ausländischen Unterrichtsraum, Hörsaal oder irgendwas in der Art von innen gesehen habe.
Angebote gab es natürlich: über die Schule in verschiedenen Jahrgangsstufen jeweils mehrere Wochen etwa in Großbritannien, Dänemark oder Schweden. Über externe Anbieter in der Oberstufe dann jeweils ein Schuljahr in den USA, Kanada, Australien o. ä.
Hat mich alles nie gereizt. Ich hatte mein gemütlich eingerichtetes Zimmer im elterlichen Haus, meinen Freundeskreis, und die Ostsee vor der Haustür (ich komme ursprünglich von schleswig-holsteinischen Ostküste). Wozu all das verlassen?
Hätte man mich damals gefragt, was ein "Bologna-Prozess" ist, so hätte ich vermutlich auf irgendein mathematisches oder physikalisches Verfahren getippt. Als Reform des Bildungssystems spielte der Begriff jedenfalls noch keine Rolle im öffentlichen Bewusstsein.
Meine einzigen Praktika waren einmal zwei Wochen in einer ortsnahen Rechtsanwaltskanzlei als Schülerpraktikantin in der 10. Klasse, weil der Lehrplan es so wollte, und noch mal sechs Wochen in der gleichen Rechtsanwaltskanzlei während meines Studiums in der vorlesungsfreien Zeit, weil die Studien- und Prüfungsordnung es so wollte. Überhaupt haben Praktika mich nie sonderlich interessiert, erst recht nicht solche im Ausland.
Die Möglichkeit, eine Station meines Referendariats im Ausland zu absolvieren hätte theoretisch durchaus bestanden, hat mich aber auch nicht interessiert. Ich habe meine Energie lieber darauf verwendet, mir für die Verwaltungs-, Rechtsanwalts- und Wahlstation Ausbildungsorte in der Nähe meiner Wohnung am bisherigen Studienort zu suchen, und darum zu beten, auch für die Zivil- und Strafrechtsstation günstig gelegene Ausbildungsorte zugeteilt zu bekommen (was übrigens alles jeweils geklappt hat
).
Einen Ferien- oder Überbrückungsjob im Ausland hatte ich ebenfalls nie. Gejobbt habe ich während meiner Schulzeit und meines Studiums zwar, aber stets wohnortnah und parallel zu meiner Ausbildung in Deutschland, und auch nur des Geldes wegen, ohne Bezug zu meinem Studium bzw. meinen Berufsplänen.
Ist trotz dieser heutzutage vermeintlich "tödlichen" Einstellung und entsprechendem Lebenslauf (absolut null Interesse an Auslandssemestern, Auslandspraktika, oder studiumsbezogenen Ferienjobs im Ausland, wie übrigens ja auch an Praktika oder studiumsbezogenen Neben-/Ferienjobs im Inland) etwas aus mir geworden?
Beurteilt es selbst: ich bin Richterin am Landgericht.
Aber möglicherweise kann ich dennoch den einen oder anderen "Auslandsmuffel" vom Selbstmord wegen angeblich fehlender Berufsaussichten abhalten, indem ich berichte, dass ich weder während meiner Schulzeit (1985 - 1989 Grundschule, 1989 - 1998 Gynmasium) noch während meines Studiums (WS 1998/99 - WS 2002/03, einschließlich Examenssemester) jemals einen ausländischen Unterrichtsraum, Hörsaal oder irgendwas in der Art von innen gesehen habe.
Angebote gab es natürlich: über die Schule in verschiedenen Jahrgangsstufen jeweils mehrere Wochen etwa in Großbritannien, Dänemark oder Schweden. Über externe Anbieter in der Oberstufe dann jeweils ein Schuljahr in den USA, Kanada, Australien o. ä.
Hat mich alles nie gereizt. Ich hatte mein gemütlich eingerichtetes Zimmer im elterlichen Haus, meinen Freundeskreis, und die Ostsee vor der Haustür (ich komme ursprünglich von schleswig-holsteinischen Ostküste). Wozu all das verlassen?
Hätte man mich damals gefragt, was ein "Bologna-Prozess" ist, so hätte ich vermutlich auf irgendein mathematisches oder physikalisches Verfahren getippt. Als Reform des Bildungssystems spielte der Begriff jedenfalls noch keine Rolle im öffentlichen Bewusstsein.
Meine einzigen Praktika waren einmal zwei Wochen in einer ortsnahen Rechtsanwaltskanzlei als Schülerpraktikantin in der 10. Klasse, weil der Lehrplan es so wollte, und noch mal sechs Wochen in der gleichen Rechtsanwaltskanzlei während meines Studiums in der vorlesungsfreien Zeit, weil die Studien- und Prüfungsordnung es so wollte. Überhaupt haben Praktika mich nie sonderlich interessiert, erst recht nicht solche im Ausland.
Die Möglichkeit, eine Station meines Referendariats im Ausland zu absolvieren hätte theoretisch durchaus bestanden, hat mich aber auch nicht interessiert. Ich habe meine Energie lieber darauf verwendet, mir für die Verwaltungs-, Rechtsanwalts- und Wahlstation Ausbildungsorte in der Nähe meiner Wohnung am bisherigen Studienort zu suchen, und darum zu beten, auch für die Zivil- und Strafrechtsstation günstig gelegene Ausbildungsorte zugeteilt zu bekommen (was übrigens alles jeweils geklappt hat
Einen Ferien- oder Überbrückungsjob im Ausland hatte ich ebenfalls nie. Gejobbt habe ich während meiner Schulzeit und meines Studiums zwar, aber stets wohnortnah und parallel zu meiner Ausbildung in Deutschland, und auch nur des Geldes wegen, ohne Bezug zu meinem Studium bzw. meinen Berufsplänen.
Ist trotz dieser heutzutage vermeintlich "tödlichen" Einstellung und entsprechendem Lebenslauf (absolut null Interesse an Auslandssemestern, Auslandspraktika, oder studiumsbezogenen Ferienjobs im Ausland, wie übrigens ja auch an Praktika oder studiumsbezogenen Neben-/Ferienjobs im Inland) etwas aus mir geworden?
Beurteilt es selbst: ich bin Richterin am Landgericht.
Autumn Sanderson
Rechtsanwältin
Gebt dem Kaiser, was des Kaisers ist: die Abdankung!
Gebt dem Volk, was des Volkes ist: die Souveränität über Imperia!
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Beiträge: 509
Registriert: Mo 19. Dez 2011, 14:44
So wie es ausschaut gehöre ich also mit meinen 35 Jahren hier wirklich auch zu den älteren Semestern und ich denke auch, dass je nach Studium Auslandserfahrung eine immer wichtigere Rolle spielt.
Als promivierter Jurist in Rechtsphilophie habe ich meine "Auslandserfahrung" zwar im Rahmen von Symposien gesammelt, da aber die Grundlagenforschung auf den Unis immer weniger finanzielle Mittel bekommt, hat mir das am Arbeitsmarkt auch nicht weitergeholfen.
Ich hab dann als Wirtschaftsjurist ein postgraduate Studium gemacht, da die Jobchanchen dann ach so toll sind, geholfen hat das aber auch nicht wirklich. Ohne Kontakte geht halt nichts, bei der Masse an Uniabsolventen.
Ich kann mich noch daran erinnern wie es früher hieß, studiere Jura oder Wirtschaft und du bekommst zu 100% eine gute Stelle.
Schlimmer ist die Situation am Arbeitsmarkt bei meinen italienischen Freunden und Verwandeten. Jahrelange Praktika, bei denen man als Absolvent 300 Euro verdient, machen ein Wegziehen von Mama fast unmöglich.
Als promivierter Jurist in Rechtsphilophie habe ich meine "Auslandserfahrung" zwar im Rahmen von Symposien gesammelt, da aber die Grundlagenforschung auf den Unis immer weniger finanzielle Mittel bekommt, hat mir das am Arbeitsmarkt auch nicht weitergeholfen.
Ich hab dann als Wirtschaftsjurist ein postgraduate Studium gemacht, da die Jobchanchen dann ach so toll sind, geholfen hat das aber auch nicht wirklich. Ohne Kontakte geht halt nichts, bei der Masse an Uniabsolventen.
Ich kann mich noch daran erinnern wie es früher hieß, studiere Jura oder Wirtschaft und du bekommst zu 100% eine gute Stelle.
Schlimmer ist die Situation am Arbeitsmarkt bei meinen italienischen Freunden und Verwandeten. Jahrelange Praktika, bei denen man als Absolvent 300 Euro verdient, machen ein Wegziehen von Mama fast unmöglich.
Mitglied der KONSERVATIV-DEMOKRATISCHEN UNION
Anfänger
Beiträge: 26
Registriert: Mo 13. Sep 2010, 14:58
Tja, bei mir hat die Arbeit die "Auslandserfahrung" gebracht.
Aber jeder in jungen Jahren sollte sich doch fragen, ob er sowas will und braucht. Nur für die "Karriere"? Ist das alles im Leben?
Bedenkenswert....
Aber jeder in jungen Jahren sollte sich doch fragen, ob er sowas will und braucht. Nur für die "Karriere"? Ist das alles im Leben?
Bedenkenswert....
Beiträge: 315
Registriert: Di 1. Nov 2011, 18:08
Mit der Staatsnote gilt das für Jura ja auch. Aber halt nur mit der.Original von Rovan Trautmann
Ich kann mich noch daran erinnern wie es früher hieß, studiere Jura oder Wirtschaft und du bekommst zu 100% eine gute Stelle.
Maximilian Schumpeter, MdUP
Unionsminister des Inneren und der Justiz
Präsident des Unionsparlaments
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Beiträge: 5996
Registriert: Mi 14. Mär 2007, 16:23
Ein guter Freund von mir war zwei mal für längere Zeit in Nepal, meine Freundin diesen Sommer 9 Wochen in der Mongolei. Das reizt mich aber irgendwie nicht. Asien ist mir viel zu überlaufen. 
Die ganzen Auslandserfahrungen im UK, Nordamerika oder Australien sind aus meiner Perspektive oft nur zum saufen genutzt worden. Die anderen kommen zurück und erleben erstmal nen Kulturschock, weil sauberes Wasser ausm Hahn kommt. Ist beides jetzt nicht unbedingt mein Fall.
Die ganzen Auslandserfahrungen im UK, Nordamerika oder Australien sind aus meiner Perspektive oft nur zum saufen genutzt worden. Die anderen kommen zurück und erleben erstmal nen Kulturschock, weil sauberes Wasser ausm Hahn kommt. Ist beides jetzt nicht unbedingt mein Fall.
Palin Waylan-Majere OEL
Altkanzler
Altkanzler
Beiträge: 43
Registriert: Sa 10. Dez 2011, 23:11
Was ist eigentlich eine "gute Stelle"? Darüber könnte mal wohl Bücher schreiben.Original von Maximilian_Schumpeter
Mit der Staatsnote gilt das für Jura ja auch. Aber halt nur mit der.
Ich glaube, mindestens Abiturienten werden heutzutage mit (quantitativ wie qualitativ) reichlich konfusem Geblubber völlig verwirrt und verunsichert.
Geht es nach dem die öffentliche und vor allem veröffentlichte Meinung beherrschenden Gequatsche, muss ein junger Menschen heutzutage unbedingt danach streben:
- einen riesigen Haufen Geld zu verdienen;
- hohes Ansehen und Einfluss in der Gesellschaft zu erwerben;
- große Verantwortung für das Wohl vieler Menschen und bedeutender Sachwerte zu tragen;
- eine mächtige und geschätzte Autorität auf seinem Fachgebiet zu werden;
- beruflich die Welt zu bereisen, und überall wichtig und erfolgreich sein;
- daneben immer noch Zeit für eine erfüllte Partnerschaft und eine glückliche, intakte Familie zu haben.
Und um dieses vermeintliche Ziel zu erreichen, ist jedes Mittel recht, vom Burnout-Syndrom schon (spätestens) in der Oberstufe, bis hin zur völligen Überschuldung während des Studiums.
Ist das wirklich der einzige Weg?
Kann eine "gute Stelle" nicht auch eine solche sein, die man einfach mit Freude, Hingabe und Überzeugung ausfüllt? Die nichts mit Macht oder Ruhm zu tun hat? In der man etwas tut, dessen Wert sich nicht am Stand des DAX oder dem Reichtumszuwachs der KPCh misst? Von der man einfach komfortabel leben kann und dank der man einen Grund hat, morgens aufzustehen - weil man etwas tut von dem man sich selbst sagt, es ist gut, dass es getan wird? Einfach, weil es vielleicht nur das Leben irgendeines anderen Menschen besser macht? Und man selbst derjenige ist, der das bewirkt, und ohne den der Welt etwas fehlen würde?
Autumn Sanderson
Rechtsanwältin
Gebt dem Kaiser, was des Kaisers ist: die Abdankung!
Gebt dem Volk, was des Volkes ist: die Souveränität über Imperia!
Rechtsanwältin
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Anfänger
Beiträge: 26
Registriert: Mo 13. Sep 2010, 14:58
@Sanderson: Besser kann man es eigentlich nicht sagen. Es ist genau das, was ich mit meinem letzten Post auch zum Ausdruck bringen wollte.
Da hat man sich die Heilige Nacht 1986 bei -22 Grad im Tagebau um die Ohren geschlagen, hat Sack und Seele riskiert, damit die Kohle für die Kraftwerke kommt. Aber wir wussten, wofür. Ohne Kohle kein Strom und keine Fernwärme. Und damit kein schönes Weihnachtsfest für die Leute.
Es war manchmal hart, aber Bergmann war mein bester Job.
Und die Spuren die wir hinterlassen haben, sind mit Sicherheit dauerhafter als jede Pyramide...
Da hat man sich die Heilige Nacht 1986 bei -22 Grad im Tagebau um die Ohren geschlagen, hat Sack und Seele riskiert, damit die Kohle für die Kraftwerke kommt. Aber wir wussten, wofür. Ohne Kohle kein Strom und keine Fernwärme. Und damit kein schönes Weihnachtsfest für die Leute.
Es war manchmal hart, aber Bergmann war mein bester Job.
Und die Spuren die wir hinterlassen haben, sind mit Sicherheit dauerhafter als jede Pyramide...
Beiträge: 315
Registriert: Di 1. Nov 2011, 18:08
Auch so eine will erstmal gefunden sein.Original von Autumn Sanderson
Kann eine "gute Stelle" nicht auch eine solche sein, die man einfach mit Freude, Hingabe und Überzeugung ausfüllt? Die nichts mit Macht oder Ruhm zu tun hat? In der man etwas tut, dessen Wert sich nicht am Stand des DAX oder dem Reichtumszuwachs der KPCh misst? Von der man einfach komfortabel leben kann und dank der man einen Grund hat, morgens aufzustehen - weil man etwas tut von dem man sich selbst sagt, es ist gut, dass es getan wird? Einfach, weil es vielleicht nur das Leben irgendeines anderen Menschen besser macht? Und man selbst derjenige ist, der das bewirkt, und ohne den der Welt etwas fehlen würde?
Maximilian Schumpeter, MdUP
Unionsminister des Inneren und der Justiz
Präsident des Unionsparlaments
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