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Ich will aber als Wähler die Möglichkeit haben zu wählen und auch nein sagen zu dürfen oder wenigstens durch ein Kreuz bei Enthaltung zum Ausdruck bringen zu dürfen, dass es mir wurscht ist, ob er es wird oder nicht. Wichtig ist, dass ich durch die Teilnahme an der Wahl dokumentieren kann, dass ich mich sehr wohl mit der Thematik befasst habe.
An der Wahlbeteiligung kann man nämlich auch sehr gut ablesen, ob die Bürger die Politik überhaupt wahrnehmen und wenn nicht, dass man etwas ändern muss.
Wenn ich aber durch ein Nein nichts erreiche, weil der Kandidat so oder so als gewählt gilt, dann fühle ich mich gelinge gesagt verarscht und selbstredend in meinen Rechten eingeschränkt.
An der Wahlbeteiligung kann man nämlich auch sehr gut ablesen, ob die Bürger die Politik überhaupt wahrnehmen und wenn nicht, dass man etwas ändern muss.
Wenn ich aber durch ein Nein nichts erreiche, weil der Kandidat so oder so als gewählt gilt, dann fühle ich mich gelinge gesagt verarscht und selbstredend in meinen Rechten eingeschränkt.
Anna Maria von Kurzschluss
parteilos, unbestechlich
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Die Frage ist, ob eine individuellen Rechte wichtiger sind als das Funktionieren des Spiels.
Anastasia von Metternich
Generalsekretärin des Rats der Nationen a.D.
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Dein Recht als Individualperson, sich bei Wahlen mit nur einem Kandidaten "nicht verarscht zu fühlen", steht im Vergleich zum übergeordneten Interesse der Allgemeinheit an einem funktionsfähigen, demokratischen Gemeinwesen aber nunmal hinten an. Wenn das Staatssystem nämlich nur eingeschränkt funktioniert, weil Verfassungsämter wie das des Unionspräsidenten lange Zeit unbesetzt bleiben, leiden darunter andere, nicht weniger wertvolle Rechte und Prinzipien.
Ein Beispiel gefällig? In der Endphase des Kabinetts SRM war ein Amtsaufsichtsverfahren gemäß Unionsverfassung gegen die Regierung eingeleitet worden, das mit Sanktionen oder auch mit deren Amtsenthebung hätte enden können. Die Einleitung eines solchen Verfahrens ist das Vorrecht des laut Verfassung "überparteilichen" Unionspräsidenten. Sein Stellvertreter, der Unionsratspräsident, ist in der Regel aber ein ziemlich parteiischer Politiker, der (zumindest in seinem eigenen Unionsland) am täglichen politischen Grabenkampf teilnimmt. Nicht die rechtliche, aber die moralische Legitimität eines solchen Verfahrens steht damit zumindest in Zweifel - vor allem, wenn der Unionsratspräsident einer Partei angehört, die sich im Unionsparlament in der Opposition befindet.
Ein Beispiel gefällig? In der Endphase des Kabinetts SRM war ein Amtsaufsichtsverfahren gemäß Unionsverfassung gegen die Regierung eingeleitet worden, das mit Sanktionen oder auch mit deren Amtsenthebung hätte enden können. Die Einleitung eines solchen Verfahrens ist das Vorrecht des laut Verfassung "überparteilichen" Unionspräsidenten. Sein Stellvertreter, der Unionsratspräsident, ist in der Regel aber ein ziemlich parteiischer Politiker, der (zumindest in seinem eigenen Unionsland) am täglichen politischen Grabenkampf teilnimmt. Nicht die rechtliche, aber die moralische Legitimität eines solchen Verfahrens steht damit zumindest in Zweifel - vor allem, wenn der Unionsratspräsident einer Partei angehört, die sich im Unionsparlament in der Opposition befindet.

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Die Enthaltung ist ein völlig abstruses Konstrukt unserer Wahlsystems. Entweder a) oder b) - bei Wahlen kann es kein "Mir egal" geben. Wer das so sieht, bleibt zu Hause.Original von A. M. von Kurzschluss
Ich will aber als Wähler die Möglichkeit haben zu wählen und auch nein sagen zu dürfen oder wenigstens durch ein Kreuz bei Enthaltung zum Ausdruck bringen zu dürfen, dass es mir wurscht ist, ob er es wird oder nicht. Wichtig ist, dass ich durch die Teilnahme an der Wahl dokumentieren kann, dass ich mich sehr wohl mit der Thematik befasst habe.
Prof. Hajo Poppinga, VK.
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Zumindest die politischen Mechanismen funktionieren dann so, wie die Verfassung es vorsieht - das ist schon mal ein großer Fortschritt. Und zum Umgang mit diesem Problem in anderen MNs empfehle ich bei Interesse die Lektüre folgenden Threads, vor allem dieses Beitrags aus dem Forum der Vereinigten Staaten von Astor. Dort hat man nämlich schon vor Jahren die Konsequenzen gezogen, die ich hier für die DU einfordere, mit dem Ergebnis, dass dort seitdem keine lähmenden Vakanzen von wichtigen Ämtern mehr eingetreten sind.Original von A. M. von Kurzschluss
Nur weil man ein Amt besetzen kann, funktioniert das Spiel noch lange nicht.Die Problematik ist ja tiefer gehend und keine, die andere MNs nicht auch hätten.
Zuletzt geändert von Klaus Quistorp am Mo 3. Okt 2011, 15:59, insgesamt 1-mal geändert.

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Also ich kann meiner Astor-Lösung natürlich auch durchaus etwas abgewinnen, wobei das dort natürlich durch die Verfassung so auslegbar ist, ich denke nicht, ob das bei hier ohne Gesetzesänderung ging.
Eine Abstimmung über einen Kandidaten halte ich für Unsinn. Wenn jemandem der Kandidat nicht passt, dann hätte er sich eben um einen anderen Kandidaten bemühen müssen. Eine Wahl mit nur einem Kandidaten finde ich allerdings auch immer etwas merkwürdig, denn eigentlich kann man das gleich lassen: Die Republik Irland als Beispiel, nun auch nicht gerade als undemokratischster Staat schlechthin bekannt, verzichtet bei nur einem Kandidaten für das Amt des Präsidenten auf die Wahl - der wird einfach für gewählt erklärt.
Eine Abstimmung über einen Kandidaten halte ich für Unsinn. Wenn jemandem der Kandidat nicht passt, dann hätte er sich eben um einen anderen Kandidaten bemühen müssen. Eine Wahl mit nur einem Kandidaten finde ich allerdings auch immer etwas merkwürdig, denn eigentlich kann man das gleich lassen: Die Republik Irland als Beispiel, nun auch nicht gerade als undemokratischster Staat schlechthin bekannt, verzichtet bei nur einem Kandidaten für das Amt des Präsidenten auf die Wahl - der wird einfach für gewählt erklärt.
Zuletzt geändert von Stella von Brion am Mo 3. Okt 2011, 17:18, insgesamt 2-mal geändert.
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Nur das man mich durchaus richtig versteht. Ich finde es vollkommen in Ordnung wenn man bei einer Wahl mit Nein stimmt. Es sollte nur bei einer MN eine entsprechende Diskussion geben, wo Gegner*innen mit Contra-Argumenten und vll. einer Anti-Kampagne nach vorne stürmen und auf der anderen Seite entsprechend eine Pro-Kampagne gefahren wird.
Alles andere hat eher den Geruch einer RL-motivierten Wähler*innenmobilisierung/Absprache per ICQ, PN, interne/externe Foren und was man sonst so verwendet. Und das hat nichts mit ordentlichen/realistischen Simulationsverhalten zu tun.
Aber naja, Sim-on wird Falkenstein jetzt nicht nochmal antreten, weil er sich so eine Peinlichkeit nicht nochmal antut. Denn er ist sich sicher, dass auch in einem weiteren Wahlgang wieder von den selben Personen mit Nein gestimmt wird und er hat kein Interesse an einer weiteren Demütigung.
Ansonsten hab ich alles gesagt.
Alles andere hat eher den Geruch einer RL-motivierten Wähler*innenmobilisierung/Absprache per ICQ, PN, interne/externe Foren und was man sonst so verwendet. Und das hat nichts mit ordentlichen/realistischen Simulationsverhalten zu tun.
Aber naja, Sim-on wird Falkenstein jetzt nicht nochmal antreten, weil er sich so eine Peinlichkeit nicht nochmal antut. Denn er ist sich sicher, dass auch in einem weiteren Wahlgang wieder von den selben Personen mit Nein gestimmt wird und er hat kein Interesse an einer weiteren Demütigung.
Ansonsten hab ich alles gesagt.
Stellvertretender Unionskanzler a.D.
Unionsminister des Inneren a.D.
Unionsminister der Verteidigung a.D.
Imperialkanzler a.D.
Sekretär der Imperialversammlung a.D.
Mitglied des Unionsparlaments a.D.
Mitglied des Unionsrates a.D.
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