
Meine sehr geehrten Damen und Herren, ich begrüße Sie heute abend recht herzlich zu der Wahlsendung von RadioTelevion Freistein.
Gleich zwei Wahlgänge gilt es heute zu kommentieren, analysieren und zu begleiten, nämlich die Wahl zum Unionspräsidenten und die Wahl zum 33. Unionsparlament. Beide Wahlen sind relativ offen, in den Umfragen zeichnete sich ein Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen den drei Listen an.
Ein Frage, die die Nation noch im Mai beschäftigte kam auf, nachdem der amtierende Unionspräsident Hajo Poppinga erklärt hatte, nicht für eine weitere Amtszeit kandidieren zu wollen, sondern zurück in die Unionspolitik strebe. Da viele politische Beobachter dies auch als Kampfansage an die amtierende Unionskanzlerin Helen Bont werteten, stellte sich die Frage, wie fest die KDU-Vorsitzende im Sattel sitzt. Seit etwa zwei Wochen wissen wir: sie sitzt fest, jedoch hat die KDU diese Sitzfestigkeit um einen hohen Preis erkauft: ein Teil der mit Unionskanzlerin Bont unzufriedenene Parteimitglieder ist ausgetreten und hat sich einer neuen Liste angeschosen, der Überparteilichen Reform Liste. Diese Abspaltung dürfte der KDU die von vielen politischen Beobachtern vorhergesagte absolute Mehrheit vermasselt haben, zumal auch die KDU statt mit fünf nun nur noch mit drei Kandidaten zur Unionsparlamentswahl antritt.
Bei der letzten Wahl zum Unionsparlament kam erreichte die KDU 25%, die FLA 23,57% und die CSP 15%. Stärkste politische Kraft wurden mit 36,43% die Sozialdemokraten, die diesmal nicht mehr eigenständig antreten, sondern mit einem Kandidaten auf der ÜRL-Liste vertreten sind. Das selbe gilt für die CSP.
Bei uns im Studio begrüßePolitikwissenschaftler und Leiter des Instituts für Sozialforschung, Paul Vogel. Guten Tag, Herr Vogel.

Guten Abend, Herr Wickel.
