Auf kommunaler und regionaler Ebene haben sich Freie Wählervereinigungen (mit unterschiedlicher Ausrichtung) meiner Einschätzung nach vielfach bzw. der Grundidee nach bewährt. Manche haben eine gewisse Ausrichtung, also schon so was wie ein lockeres Programm oder bestimmte "Steckenpferde"/Haupt-Themen. Andere sind ganz projektorientiert und pragmatisch. Das funktioniert zumindest im heutigen repräsentativen System glaube ich am Besten auf Basis-Ebene bzw. in kleineren Gemeinschaften, wie Gemeinden und Regionen. Dort kennen sich die Leute eher noch, politische Ausrichtungen können direkter diskutiert und kommuniziert werden. Das schafft ein direkteres funktionales Vertrauen und Transparenz und ermöglicht auch eher Sanktionen und soziale Kontrolle.
Auf abstrakter Ebene der Großgesellschaft (Land, Bund, EU) ist die soziale Kommunikationsstruktur anders. Die Frage ist, ob es dort auch zwischen Direkter Demokratie und rein repräsentativer Parteien-Demokratie ganz neue oder gemischte Zwsichenformen geben könnte.