Ad 3. Unbedingt. Ich war der Meinung, das bereits entsprechend gesagt zu haben, finde den entsprechenden Beitrag aber nicht mehr. Für eine Öffnung spricht in meinen Augen jedes entscheidende Kriterium:
- Identifikation. Ich kann mir nicht vorstellen, dass UniLex in das öffentliche Bewusstsein vordringt und genutzt wird, wenn nicht jeder sich durch Mitarbeit beteiligen kann. Ein Lexikon ohne Nutzer ist aber nur eine Verschwendung von Arbeit.
- Umfang. Wenn nur wir beide oder die Mitglieder der Unionsstiftung an UniLex mitarbeiten, würden wir Jahre brauchen, um nur die Gegenwart ordentlich abzubilden. Mein Hauptaugenmerk zur Mitarbeit in der DU ist die Politik, nicht die Erstellung eines Lexikons.
- Qualität. Ich halte den Glauben, dass ein Autorenkreis die notwendige Qualität sicherstellen könnte, für einen Irrglauben. Viele Ereignisse können leider nur durch Zeitzeugenberichte rekonstruiert werden, weil Foren und Webseiten verschwinden. Dabei werden sich unweigerlich Fehler einschleichen. Wenn ich als Leser einen Fehler bemerke, korrigiere ich ihn sogleich, wenn ich kann. Wenn ich dafür erst jemandem eine PN schreiben und darauf hoffen muss, dass er eine Korrektur vornimmt - well, so wichtig ist es mir dann auch wieder nicht.
Ich kenne auch kein ausländisches Lexikon, in dem die Mitarbeit für alle zu einer Verminderung einer der oben genannten Punkt geführt hätte. Ich will Ihre Bedenken nicht vorwegnehmen, aber all jene, die mir einfielen, hielte ich gegenüber den genannten Vorteilen für vernachlässigbar.
Dr. Christine Rothermund