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Es geht nicht nur um Glamour, sondern auch um Inspiration. Ersteres hat Guttenberg gehabt, Letzteres hat er vielen Deutschen gegeben. Dass es dem Guten nicht schadet, wenn man es mit weltmännischem Glanz und einem einzigartigen Image verbindet, mit dieser Binsenweisheit hat schon Herbert Frahm erfolgreich Politik gemacht. ;) (Auch wenn beide natürlich von ihrer Lebensleistung her nicht zu vergleichen sind, aber "Willy wählen" war kein Slogan, der auf Ernsthaftigkeit oder Inhalte setzte.)
 

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Anastasia von Metternich
Generalsekretärin des Rats der Nationen a.D.
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Gerade in Sozialwissenschaften und auch dem (im ganzheitlichen Sinne dazu zählenden) Gebiet Jura enthält die größte Mehrheit der Doktorarbeiten, wie bei den anderen Abschluss- und Titel-Erwerbungsarbeiten, wenig bis keinerlei echte Neuerungen. Es geht um das Zusammentragen von bereits Bekanntem und eine Aufbereitung dessen für das jeweilige Thema.
Das ist ein Haufen Arbeit, wenn man es alleine macht. Aber es ist keine „heldenhafte Wissenschaft“ im echten Sinn.

Warum dann promovieren?

Befriedigt eine pseudo- bzw. redundante intellektuelle Betätigung wirklich? Wenn man „dissertiert“, dann, weil man es für das Vorankommen im Job brauchen kann oder weil man seinen sozialen Status damit verbessern will. Das hatte Guttenberg beides nicht nötig, und hat es trotzdem getan – vermutlich in subjektiver Motivation doch aus sozialstatuellen Gründen, wie Klaus Harpprecht im Cicero vermutet. Harpprecht interpretiert die spezielle Sucht nach akademischen Titeln als deutsches Phänomen. Das kann durchaus sein, ist der akademische Titel-Fetischismus in Deutschland doch die letzten Jahrzehnte besonders ausgeprägt. Er stellt dabei eine Variante des allgemeinen und damit international überall zu findenden Drangs nach sozialem Statusgewinn und Ansehen dar.
 

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Kamler Johanssen,
sozialliberalistisch,
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Diese These des "deutschen Phänomens" ist hierzulande populär, meines Erachtens aber nicht zuteffend. Ich sollte gerade andere Dinge machen und habe deswegen keine Zeit, Links zu suchen, aber die entsprechenden Debatten über unnötige PhD-Programme gibt es im britischen und amerikanischen Raum ebenso.
 

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Anastasia von Metternich
Generalsekretärin des Rats der Nationen a.D.
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Dr. Cooper, Dr. Hofstadter, Dr. Koothrappali ... MISTER Wolowitz.
 

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Gesandte aus der Irkanischen Union.
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USA: "On February 5, 2001, President Bush announced his intention to nominate Dr. Paul Wolfowitz to be Deputy Secretary of Defense."

Australia: "The Treasurer today welcomed the nomination of Dr Paul Wolfowitz for the position of World Bank President."

Weitere Beispiele liefert Google. PhD ist der akademische Grad, Dr. die korrekte Anredeform.
 

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Anastasia von Metternich
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Doctor of Philosophy, usually abbreviated as PhD, Ph.D. or D.Phil. (for the Latin philosophiae doctor or doctor philosophiae).

Es heißt schlicht Doktah. ;)
 

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Habe ich das bestritten? ;)
 

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Anastasia von Metternich
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Nein, aber die Zusatzinfo hilft vielleicht.
 

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Gesandte aus der Irkanischen Union.
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Mir war das bekannt. :P Worauf ich hinaus wollte, ist: Auch im Englischen heißt es offiziell-offiziös "Dr. Wolfowitz", insofern ist das kein Argument gegen mein Argument, dass die überbordende Titelakquise kein deutsches Phänomen ist, wie es Happrecht (unter der bezeichnenden Überschrift "Ein deutsches Suchtopfer") behauptet. Er scheint allerdings auch eher frankophon verhaftet, was ihm zumindest einen Mitleidsbonus einbringt. ;)
 

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Anastasia von Metternich
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Nein heißt es nicht.
The two most common titles of master's degrees are the Master of Arts (M.A.) and Master of Science (M.S. or M.Sc.); these may be course-based, research-based, or a mixture of the two. Some universities use the Latin degree names; because of the flexibility of word order in Latin, the Master of Arts and Master of Science may be known as magister artium or artium magister and magister scientiæ or scientiarum magister, respectively. Harvard University and MIT, for example, use A.M. and S.M. for their master's degrees. More commonly, Master of Science often is abbreviated MS or M.S. in the United States,[2] and MSc or M.Sc. in Commonwealth nations and Europe.

Other master's degrees are more specifically named and include the Master of Music (M.M. or M.Mus.), Master of Communication (M.C.), Master of Physician Assistant Studies (M.P.A.S.) and the Master of Fine Arts (M.F.A.); some are similarly general, for example the M.Phil. and the Master of Studies. See List of master's degrees.
Insofern ist es ein Argument.

Ich hasse übrigens französisch Hasser.
 

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