Aus reiner Lust und Laune vielleicht nicht, aber der Mann ist immerhin Bundesminister der Verteidigung und Deutschlands beliebstester Politiker - da besteht ein legitimes Interesse an seinen Veröffentlichungen. Das Werk wurde immerhin als Buch herausgegeben, insofern wollte Guttenberg das wohl auch erreichen.Original von Lord Macshire
Ich kann mir nicht vorstellen, daß da ein Redakteur einfach mal aus reiner Lust und Laune und Recherchelust sich die Doktorarbeit vom Guttenberg durchgelesen hat und dann das auch alles noch verglichen hat.
Das Vergleichen ist nicht schwierig. Jeder gute Korrektor (und jeder gute Rezensent) hat zentrale Texte seines Faches im Kopf. Bei einem so zusammengestückelten Werk wie Guttenbergs kommt noch hinzu, dass einem intensiven Leser die Unterschiede in der Textgestaltung ruck-zuck ins Auge fallen sollten. Das gilt umso mehr bei einem Rezensenten, der Guttenberg nicht wohlgesonnen ist (wie offenbar die Prüfer an seiner Universität), sondern der sich kritisch mit dem Text auseinandersetzt.

