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Registriert: Mo 26. Mär 2007, 17:36
Die SPD beschäftigt Sekretärinnen die 7,70 € die Stunde bekommen, berichtet heute der Spiegel.
Es wäre jetzt zu einfach, der SPD Schuld an diesen miserablen Löhnen zu geben. Natürlich hätte sich die SPD erkundigen können, was die Kräfte den tatsächlich von den 17 Euro erhalten die die SPD ihnen zahlt. Das hätte sicher die SPD von jedem guten Arbeitgeber ebenfalls gefordert, aber nun gut. Die Löhne sollen angeglichen werden und das ist erfreulich.
Mich wurmt an der ganzen Sache eher, dass diese Zeitarbeitsfirmen wie Pilze aus dem Boden sprießen. Warum können Unternehmen Mitarbeiter nicht mehr direkt einstellen und auf den Puffer Zeitarbeitsfirma verzichten? Schuld daran ist unser verflixtes deutsches Recht, an dem die SPD genauso schuld dran ist wie alle anderen Parteien, das Arbeitsverhältnisse in zu starre Ketten legt. Bevor man sich mit jahrelangen und kostspieligen Verhandlungen, Abfindungen etc. pp. beschäftigen muss, leistet man sich lieber eine Zeitarbeitsfirma die diese ganzen Sorgen abnimmt. Man hat einen schönen Vertrag und kann diesen nach 3 Monaten kündigen, Ende des Arbeitsverhältnisses ohne wenn und aber.
Wir sehen doch jetzt auch wieder, dass es den Mitarbeitern nicht im geringsten nützt, wenn das Recht zu kompliziert wird. Egal wie gut es gemeint wird, Menschen suchen sich immer einen einfacheren Weg. Der kann zwar teurer sein als der eigentliche (siehe die Kosten der Zeitarbeitsfirma), aber dafür ist man sicher.
Welchen Zustand hat ein Land erreicht, dessen Rechtssystem von vielen mittlerweile eher als Bedrohung angesehen wird? Wem nützen solche Vorschriften noch? Der Sekretärin für 7,50 Euro sicherlich nicht. Vielleicht hätte es ihr eher genützt, wenn sie direkt bei der SPD angestellt gewesen wäre: höherer Lohn und sicherer Arbeitsplatz.
Und auch der SPD - in diesem Fall auf der Arbeitgeberseite - nützt dieses Recht nichts: die Kosten sind recht hoch und eigentlich tut die SPD nichts anderes, als sich freizukaufen.
Deutschland muss es wirklich mal schaffen, geordnete und leichte Rechtsverhältnisse zu schaffen. Das ganze Drumherum bei Arbeitsverträgen und dieser ewiglange Rattenschwanz der hinterhergezogen wird ist beschäftsfeindlich und hemmt Neueinstellungen, demotiviert Arbeitsnehmer und bringt höhere Kosten für die Arbeitgeberseite. Im Endeffekt nützt es also niemanden...
Mich regt sowas echt auf. Warum müssen wir uns das Leben schwerer machen als es ist? Warum müssen wir alles so haarklein regeln? Warum ist 80 % aller Steuerliteratur auf der Welt (!) in Deutsch verfasst? Mein Vorschlag wäre wirklich einmal: schafft dieses ganze scheiß Arbeitsrecht ab und seht wie es ohne läuft. Wo liegen Schwachstellen, wo wird diskriminiert, wo können sich Menschen nicht alleine helfen? Schafft das Recht die Meinung freier äußern zu dürfen und nicht Angst zu haben sofort verklagt zu werden wenn man Mist über den Arbeitgeber und seinen Arbeitsbedingungen sagt. Wenn ein Unternehmen Scheiße baut und Mitarbeiter ausbeutet dann soll es die Öffentlichkeit so erfahren dürfen und dann kann jeder Mensch selbst entscheiden, ob er weiterhin bei dieser Firma einkaufen mag oder ob er nicht lieber wechselt. Das wäre einfacher und stressfreier.
Es wäre jetzt zu einfach, der SPD Schuld an diesen miserablen Löhnen zu geben. Natürlich hätte sich die SPD erkundigen können, was die Kräfte den tatsächlich von den 17 Euro erhalten die die SPD ihnen zahlt. Das hätte sicher die SPD von jedem guten Arbeitgeber ebenfalls gefordert, aber nun gut. Die Löhne sollen angeglichen werden und das ist erfreulich.
Mich wurmt an der ganzen Sache eher, dass diese Zeitarbeitsfirmen wie Pilze aus dem Boden sprießen. Warum können Unternehmen Mitarbeiter nicht mehr direkt einstellen und auf den Puffer Zeitarbeitsfirma verzichten? Schuld daran ist unser verflixtes deutsches Recht, an dem die SPD genauso schuld dran ist wie alle anderen Parteien, das Arbeitsverhältnisse in zu starre Ketten legt. Bevor man sich mit jahrelangen und kostspieligen Verhandlungen, Abfindungen etc. pp. beschäftigen muss, leistet man sich lieber eine Zeitarbeitsfirma die diese ganzen Sorgen abnimmt. Man hat einen schönen Vertrag und kann diesen nach 3 Monaten kündigen, Ende des Arbeitsverhältnisses ohne wenn und aber.
Wir sehen doch jetzt auch wieder, dass es den Mitarbeitern nicht im geringsten nützt, wenn das Recht zu kompliziert wird. Egal wie gut es gemeint wird, Menschen suchen sich immer einen einfacheren Weg. Der kann zwar teurer sein als der eigentliche (siehe die Kosten der Zeitarbeitsfirma), aber dafür ist man sicher.
Welchen Zustand hat ein Land erreicht, dessen Rechtssystem von vielen mittlerweile eher als Bedrohung angesehen wird? Wem nützen solche Vorschriften noch? Der Sekretärin für 7,50 Euro sicherlich nicht. Vielleicht hätte es ihr eher genützt, wenn sie direkt bei der SPD angestellt gewesen wäre: höherer Lohn und sicherer Arbeitsplatz.
Und auch der SPD - in diesem Fall auf der Arbeitgeberseite - nützt dieses Recht nichts: die Kosten sind recht hoch und eigentlich tut die SPD nichts anderes, als sich freizukaufen.
Deutschland muss es wirklich mal schaffen, geordnete und leichte Rechtsverhältnisse zu schaffen. Das ganze Drumherum bei Arbeitsverträgen und dieser ewiglange Rattenschwanz der hinterhergezogen wird ist beschäftsfeindlich und hemmt Neueinstellungen, demotiviert Arbeitsnehmer und bringt höhere Kosten für die Arbeitgeberseite. Im Endeffekt nützt es also niemanden...
Mich regt sowas echt auf. Warum müssen wir uns das Leben schwerer machen als es ist? Warum müssen wir alles so haarklein regeln? Warum ist 80 % aller Steuerliteratur auf der Welt (!) in Deutsch verfasst? Mein Vorschlag wäre wirklich einmal: schafft dieses ganze scheiß Arbeitsrecht ab und seht wie es ohne läuft. Wo liegen Schwachstellen, wo wird diskriminiert, wo können sich Menschen nicht alleine helfen? Schafft das Recht die Meinung freier äußern zu dürfen und nicht Angst zu haben sofort verklagt zu werden wenn man Mist über den Arbeitgeber und seinen Arbeitsbedingungen sagt. Wenn ein Unternehmen Scheiße baut und Mitarbeiter ausbeutet dann soll es die Öffentlichkeit so erfahren dürfen und dann kann jeder Mensch selbst entscheiden, ob er weiterhin bei dieser Firma einkaufen mag oder ob er nicht lieber wechselt. Das wäre einfacher und stressfreier.
Anton von Sorbarban zum Paradies
Unionsminister für Wirtschaft und Finanzen a.D.
Unionsbankpräsident a.D.
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Beiträge: 1260
Registriert: Do 15. Mär 2007, 09:40
Warum denn so einfach? Nur den Deutschen kann doch der Himmel auf den Kopf fallen. :rolleyes: Da bruacht man dann halt eine eindeutige Rechtslage.
Kaiser
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Registriert: Sa 17. Mär 2007, 13:41
Beiträge: 934
Registriert: So 18. Mär 2007, 17:49
Was die Zeitarbeit angeht, ist das nicht gar so schlecht.
Ich mache das seit 1995 in verschiedenen Leihbuden und hab alle Angebote zur Festeinstellung abgelehnt. Klar, würde man da mehr verdienen, aber es geht ja nicht nur um Geld im Arbeitsleben.
Was man da erleben und lernen kann, ist mit Geld nicht aufzuwiegen.
Von Messebau bis Luxusvillensanierung oder Schiffsausrüstung ist alles dabei. Und man kann sich über die Wahl der Leihfirma aussuchen, was man will, wobei jeweils immernoch ein recht breites Spektrum an Arbeiten gegeben ist.
Und nochwas sollte man da bedenken. Ist man fest in einer Firma und kommt nicht klar mit den Leuten hat man ein Problem. Erleb ich bei jedem zweiten Einsatz.
Interessiert mich als "Sklave" nicht die Bohne.Ich weiß, nach kurzer Zeit bin ich eh woanders und wenn mir einer gar zu dämlich kommt, nehme ich meine Sachen und gehe sofort.
Ich bin jedenfalls in Bezug auf Zeitarbeit "Überzeugungstäter",
Ich mache das seit 1995 in verschiedenen Leihbuden und hab alle Angebote zur Festeinstellung abgelehnt. Klar, würde man da mehr verdienen, aber es geht ja nicht nur um Geld im Arbeitsleben.
Was man da erleben und lernen kann, ist mit Geld nicht aufzuwiegen.
Von Messebau bis Luxusvillensanierung oder Schiffsausrüstung ist alles dabei. Und man kann sich über die Wahl der Leihfirma aussuchen, was man will, wobei jeweils immernoch ein recht breites Spektrum an Arbeiten gegeben ist.
Und nochwas sollte man da bedenken. Ist man fest in einer Firma und kommt nicht klar mit den Leuten hat man ein Problem. Erleb ich bei jedem zweiten Einsatz.
Interessiert mich als "Sklave" nicht die Bohne.Ich weiß, nach kurzer Zeit bin ich eh woanders und wenn mir einer gar zu dämlich kommt, nehme ich meine Sachen und gehe sofort.
Ich bin jedenfalls in Bezug auf Zeitarbeit "Überzeugungstäter",

Der gebildete Mensch hat die Pflicht, intolerant zu sein
Nicolas Gomez Davila
Beiträge: 5381
Registriert: Do 15. Mär 2007, 12:30
Es mag auch Gegenbeispiele geben aber zu 90% ist Zeitarbeit einfach Ausbeutung. Ein Freund von mir hat mal bei einer Zeitarbeitsfirma angeheuert. Der wurde, solange es ging, immer in allen möglichen Drecksjobs eingesetzt und als er mal für ein paar Wochen nicht vermittelbar war, haben die ihm einfach gekündigt.

Beiträge: 1154
Registriert: Mo 26. Mär 2007, 17:36
Naja, als Arbeitnehmer kannst du auch in einem normalen Arbeitsverhältnis einfach kündigen und den Job wechseln und das bei einem besseren Verdienst. Das die Spanne übrigens so hoch ist (SPD bezahlt über 17 Euro die Stunde, der AN bekommt 7 Euro die Stunde) hätte ich nicht gedacht. Da werden wirklich Leute auf Kosten Anderer reich bei.Original von Lady Enigma
Was die Zeitarbeit angeht, ist das nicht gar so schlecht.
Ich mache das seit 1995 in verschiedenen Leihbuden und hab alle Angebote zur Festeinstellung abgelehnt. Klar, würde man da mehr verdienen, aber es geht ja nicht nur um Geld im Arbeitsleben.
Was man da erleben und lernen kann, ist mit Geld nicht aufzuwiegen.
Von Messebau bis Luxusvillensanierung oder Schiffsausrüstung ist alles dabei. Und man kann sich über die Wahl der Leihfirma aussuchen, was man will, wobei jeweils immernoch ein recht breites Spektrum an Arbeiten gegeben ist.
Und nochwas sollte man da bedenken. Ist man fest in einer Firma und kommt nicht klar mit den Leuten hat man ein Problem. Erleb ich bei jedem zweiten Einsatz.
Interessiert mich als "Sklave" nicht die Bohne.Ich weiß, nach kurzer Zeit bin ich eh woanders und wenn mir einer gar zu dämlich kommt, nehme ich meine Sachen und gehe sofort.
Ich bin jedenfalls in Bezug auf Zeitarbeit "Überzeugungstäter",
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Registriert: Mi 14. Mär 2007, 10:30
Im Grunde bin ich ja auch Zeitarbeiter - mit dem vorteil der Selbstständigkeit als Unternehmensberater. Ich schicke mich selbst dahin wo es mir gefällt. Oder auch mal nicht, sonst verweichlicht man ja. Allerdings ist meine Sekretärin (Ich) etwas unorganisiert, mein Chauffeur (Ich) ein Spätaufsteher und meine Putzfrau (Ich) unter aller Kanone.
Nun, man kann nicht alles haben.
Nun, man kann nicht alles haben.
Ehemaliger Bürger der DU
Beiträge: 2634
Registriert: Mi 14. Mär 2007, 12:11
Sekretärin, Chauffeur und Putzfrau mögen nicht besonders gut in ihrem Job sein, dafür sind die aber unschlagbar billig.Original von Literoy Goldheart
Im Grunde bin ich ja auch Zeitarbeiter - mit dem vorteil der Selbstständigkeit als Unternehmensberater. Ich schicke mich selbst dahin wo es mir gefällt. Oder auch mal nicht, sonst verweichlicht man ja. Allerdings ist meine Sekretärin (Ich) etwas unorganisiert, mein Chauffeur (Ich) ein Spätaufsteher und meine Putzfrau (Ich) unter aller Kanone.
Nun, man kann nicht alles haben.
Also stimmt das Preis-Leistungsverhältnis wieder...
mit freundlichen Grüßen

In omnia paratus

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Profi
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Registriert: Mi 21. Mär 2007, 11:28
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Registriert: So 18. Mär 2007, 17:49
Das mit dem Kündigen mag theoretisch richtig sein. Aber viele haben Angst vor dem , was kommt(Probezeit), haben kleine Privilegien oder müssten einfach erstmal wieder ihr altes Lohnniveau erreichen.Na ja, als Arbeitnehmer kannst du auch in einem normalen Arbeitsverhältnis einfach kündigen und den Job wechseln und das bei einem besseren Verdienst. Das die Spanne übrigens so hoch ist (SPD bezahlt über 17 Euro die Stunde, der AN bekommt 7 Euro die Stunde) hätte ich nicht gedacht. Da werden wirklich Leute auf Kosten Anderer reich bei.
Solange geht das jan noch nicht mit dem Aufschwung, alte Gewohnheiten aus den letzten Jahren sitzen noch drin.
Und auf der Lohnseite macht sich das erst langsam bemerkbar.
Und reich wird bei dieser Spanne niemand, das kannst Du glauben.
Von der Differenz gehen Steuern, Arbeitnehmeranteil SV, Versicherungen, Berufsgenossenschaft, Ausrüstung , Disponenten, Bürokosten, Aquisekosten, Rücklagen für Wartegeld, Lohnabrechnung, Lohnfortzahlung im Krankheitsfall und noch etliches andere ab.
Ich hab in einer Zeit ohne Aufträge mal im Büro ausgeholfen, und weiß daher sehr genau, daß bei einem ähnlichen Verhältnis der Kosten der Gewinn pro Arbeitsstunde bei 24,3 cent lag.
Laß Dir mal nen Handwerker kommen, schau, was Du da für die Stunde zahlst und frage , was der so bekommt...

Der gebildete Mensch hat die Pflicht, intolerant zu sein
Nicolas Gomez Davila