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Erleuchteter
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Die jüngsten Vorstandswahlen in meinem Ortsverein (SPD Leipzig-Nord) haben eine Frauenquote von 33,3% ergeben, wobei wir eine Vorsitzende haben.
Das ist schonmal ganz ordentlich - und besser als bspw. bei manchen Juso-Veranstaltungen.

Nun wird in den letzten Tagen eine Diskussion losgetreten über eine Frauenquote für Vorstände und Aufsichtsräte von großen Unternehmen, insbesondere Dax-Vorstände.

Dazu ein NDS-Artikel:
Original von NachDenkSeiten
Die Faktenlage ist schnell dargestellt:
Nach Informationen des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung vom 18. Januar lag im vergangenen Jahr der Frauenanteil in den Vorständen der größten 200 Unternehmen bei lediglich 3,2 Prozent lag. 877 der insgesamt 906 Vorstandsposten werden demnach von Männern besetzt. In den größten 100 Betrieben sowie in den 30 DAX-Unternehmen waren sogar nur 2,2 Prozent der Top-Positionen mit Frauen besetzt
(Siehe dazu auch schon die DIW-Studie aus dem Jahr 2007 Spitzenpositionen in großen Unternehmen fest in der Hand von Männern [PDF - 407 KB])
In den Aufsichtsräten sieht es nicht viel besser aus. Bei den großen Dax-Unternehmen sitzen dort nur 13 Prozent Frauen.
Nach einem Ländervergleich des Weltwirtschaftsforums entwickelt sich die Gleichberechtigung zwischen Mann und Frau sogar langsamer als in vielen anderen Ländern. Deutschland ist von Platz 5 auf Platz 13 – hinter Lesotho und Südafrika – zurückgefallen.
Der Verfasser des Artikels, Wolfgang Lieb, betrachtet die Debatte zw. von der Leyen und Schröder als Wahlkampfgetöse. Ein inszenierter Streit innerhalb der Regierung garantiert Medienaufmerksamkeit und jede/r kann sein Image pflegen: Schröder als Sarah-Palin-Klon, von der Leyen als fortschrittliche Ministerin die für Fraueninteresse kämpft (bei 32 Mio. Wahlberechtigten Frauen gegenüber 30 Mio. Wahlberechtigten Männern eine entscheidente Gruppe) und die FPD kann sich marktliberale Kraft darstellen. Über ihre protektionistische Haltung bei Apotheken spricht man dann eben nicht.

Währenddessen fällt weitestgehend unter den Tisch, dass es die freiwillige Selbstverpflichtung der Wirtschaft seit 2001 gibt und die drei Oppositionsparteien für eine Frauenquote sind.

Was sagt ihr dazu? Führt eine Frauenquote dazu, dass v.a. Frauen als die "besseren Männer" nach oben kommen (siehe Thatcher, Merkel)? Wird mit Frauen in Dax-Vorständen/Aufsichtsräten alles besser? Sind Quotierungen ein kollektivistisch-totalitäres Instrument der protofaschistisch-radikalfeministischen Politikerkaste, die in ihrer Dekadenz das Land zugrunde richtet? (Antwortoption für Boiger ;) )

Meine Position ist: Quote ja, aber dann bitte als Geschlechterquote: wir brauchen bspw. mehr Männer im Bildungs-/Erziehungsbereich. Kindergärten und Grundschulen beschäftigen fast ausnahmslos nur Frauen, mein erster männlicher Lehrer ist mir erst in der 5. Klasse begegnet. Ich glaube nicht, dass das optimal ist.
 

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Palin Waylan-Majere OEL
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Erleuchteter
Ich bin gegen jegliche Formen einer Quote; wenn sich ein Unternehmen/Behörde/sonstige Institution etwas davon verspricht, eine Person bestimmten Geschlechts einzustellen, dann wird das auch so geschehen. Liegt für eine solche Institution etc. darin kein Vorteil, dann läßt sie es. Man nennt es Privatautonomie und das ist eine ganz große Errungenschaft der freiheitlichen Gesellschaft.

Mal davon abgesehen, daß man vermutlich nur noch etwa zwanzig Jahre warten muß, dann werden Leute nach Männerschutzquoten schreien. Wenn ich mich bei mir im Studiengang (Jura) umsehen, dann ist die Frauenquote ungefähr 60%, die weiblichen Kommilitonen (sic!) machen im Durchschnitt die weitaus besseren Examina und das schlägt sich in den letzten zehn Jahren ungefähr auch immer mehr in den Richterämtern usw. nieder - da gibt es immer weniger Männer.

Und ja, richtig, es ist nicht optimal, daß wir in Grundschulen und Kindergärten praktisch keine Männer mehr haben; an meinem heimischen Kindergarten / meiner heimischen Grundschule gibt es gar keine Männer mehr. Da muß man aber nicht nach Quoten schreien - das Problem ist ja nicht, daß die Einstellungen von Männern verhindert werden würden, es gibt nur schlicht und ergreifend genug Bewerber. Hier muß man gezielte Werbekampagnen schalten, junge Abiturienten mal fragen, ob sie sich nicht vorstellen könnten, als Grundschullehrer zu arbeiten. Eine starre Quote bringt da nichts.
 

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Prof. Hajo Poppinga, VK.
Unionspräsident a.D.
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Bescheuert, nach Können befördern und Positionen besetzen, und nicht krampfhaft nach einer Frau suchen die das vielleicht kann.
Meine Position ist: Quote ja, aber dann bitte als Geschlechterquote: wir brauchen bspw. mehr Männer im Bildungs-/Erziehungsbereich. Kindergärten und Grundschulen beschäftigen fast ausnahmslos nur Frauen, mein erster männlicher Lehrer ist mir erst in der 5. Klasse begegnet. Ich glaube nicht, dass das optimal ist.
Kenne ich auch so.
 

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Gesandte aus der Irkanischen Union.
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Tatsache ist - und ich halte das für ein Armutszeugnis für dieses Land* -, dass der glass ceiling nur sehr langsam porös wird. Ich habe vor meinem Studium einige Zeit in der Logistik gearbeitet. In der Branche (immerhin Deutschlands zweitgrößter nach dem Maschinenbau) müssen Frauen härter und länger arbeiten, um auch nur in die Nähe jener Chancen zu kommen, die sie als Mann hätten. Damit schneiden die Unternehmen sich selbst ins Bein, aber das macht es gesamtwirtschaftlich betrachtet ja nicht besser.
Original von Palin Waylan-Majere
Währenddessen fällt weitestgehend unter den Tisch, dass es die freiwillige Selbstverpflichtung der Wirtschaft seit 2001 gibt und die drei Oppositionsparteien für eine Frauenquote sind.
Ganz ehrlich: Das ist oppositionelles Wahlkampfgetöse (warum eigentlich, wird in Deutschland demnächst gewählt?). Man möge mir mal die letzte freiwillige Selbstverpflichtung der Wirtschaft zeigen, die funktioniert hätte, ohne dass massiver Druck von der Politik kam. Wer sich mit freiwilligen Selbstverpflichtungen abspeisen lässt, hat es a) nicht ernst gemeint und kann es b) auch gleich sein lassen.

*) Gemeint ist Deutschland. ;)
 

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Anastasia von Metternich
Generalsekretärin des Rats der Nationen a.D.
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Original von Anastasia von Metternich
Tatsache ist - und ich halte das für ein Armutszeugnis für dieses Land -, dass der glass ceiling nur sehr langsam porös wird.
Was ist denn die Glasdecke? ;)
Ich habe vor meinem Studium einige Zeit in der Logistik gearbeitet. In der Branche (immerhin Deutschlands zweitgrößter nach dem Maschinenbau) müssen Frauen härter und länger arbeiten, um auch nur in die Nähe jener Chancen zu kommen, die sie als Mann hätten. Damit schneiden die Unternehmen sich selbst ins Bein, aber das macht es gesamtwirtschaftlich betrachtet ja nicht besser.
Die Frage ist doch: Schneiden sich Unternehmen wirklich freiwillig ins Bein? Ich weiß das nicht.
 

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Prof. Hajo Poppinga, VK.
Unionspräsident a.D.
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Original von Hajo Poppinga
Was ist denn die Glasdecke? ;)
Ich habe keine Zeit, das auszuführen, weil ich noch zu einem Tutorial muss. Kurz gesagt verbirgt sich dahinter die Theorie, dass Frauen so-und-so-weit kommen, sie es aber trotz Qualifikationen nicht auf die Top-Ebene schaffen, sondern an den glass ceiling (Glasdecke klingt komisch ;)) stoßen. Die Zusammensetzung der DAX-Vorstände scheint mir ein hervorragendes Beispiel dafür zu sein.
Die Frage ist doch: Schneiden sich Unternehmen wirklich freiwillig ins Bein? Ich weiß das nicht.
Ich belasse es mal in der Logistik, weil ich darüber hinaus zu wenig eigene Erfahrungen in der Wirtschaft habe: Ja. Als Abteilungsleiter, Logistikvorstand oder Werksleiter siehst du ja selten die Gesamtperspektive des Unternehmens, sondern sieht deinen eigenen Bereich. Klar schaust du irgendwie auf Kompetenz, Qualifikationen etc., aber machen wir uns nichts vor: Niemand ist frei von Sympathien und Antipathien. Wenn du mit Kollegen auf einer Messe bist, eine zünftige Zote vom Stapel lässt und alle Kollegen - bis auf diese eine verbitterte Alte - lachen mit, dann ist die Alte bei der nächsten Beförderung nicht dein Favorit. Klar läuft das nicht in allen Fällen so, oft genug (ceterum censeo Logistik...) aber doch.
 

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Anastasia von Metternich
Generalsekretärin des Rats der Nationen a.D.
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Registriert: So 16. Mär 2008, 11:40
Original von Palin Waylan-Majere
Was sagt ihr dazu? Führt eine Frauenquote dazu, dass v.a. Frauen als die "besseren Männer" nach oben kommen (siehe Thatcher, Merkel)?
Nein, im Gegenteil - Thatcher und Merkel haben sich ja gerade in Systemen durchgesetzt, die keine Frauenquoten kannten. Welche "harten" Frauen hat dagegen die SPD hervorgebracht, die die Quote seit 1988 praktiziert? Die beiden Ministerpräsidentinnen (Simonis und Kraft) kamen ins Amt, weil der Vorgänger über eine Affäre stolperte bzw. die Situation in NRW noch vor kurzem so desolat erschien, dass kein Mann scharf auf den Landesvorsitz war. Welche "starken" weiblichen SPD-Bundestagsabgeordneten fallen dir ein, denen man ohne weiteres höhere bis höchste Ämter zutrauen würde? Andrea - Gott bewahre - Nahles?

Wobei ich damit nicht sagen will, dass "eiserne Ladies" der erstrebenswerte Idealtypus für Frauen in Führungspositionen sind - nur konnten sich andere Modelle weiblicher Führung in der Politik bislang kaum durchsetzen. Das einzige andere klar definierte Rollenmodell, das ich derzeit sehe, ist das der "Mutter der Nation", wie es Ursula von der Leyen praktiziert - und mit dem kann ich mich noch weniger anfreunden.
Meine Position ist: Quote ja, aber dann bitte als Geschlechterquote: wir brauchen bspw. mehr Männer im Bildungs-/Erziehungsbereich. Kindergärten und Grundschulen beschäftigen fast ausnahmslos nur Frauen, mein erster männlicher Lehrer ist mir erst in der 5. Klasse begegnet. Ich glaube nicht, dass das optimal ist.
Richtig, das ist nicht optimal, aber warum haben wir (u.a.) diese Situation? Weil Jobs in Kindergärten und Grundschulen oft so schlecht bezahlt werden, dass Männer sie schon deshalb nicht in Erwägung ziehen.
 

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Routinier
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Original von Palin Waylan-Majere
[...] Ortsverein (SPD Leipzig-Nord) [...] Frauenquote von 33,3% ergeben [...] besser als bspw. bei manchen Juso-Veranstaltungen.
Willst du damit andeuten, dass ihr bei Juso-Veranstaltungen nicht mal quotierte Rednerlisten habt? 8o Undenkbar! ;)
 

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Von meinem linken RL-Standpunkt gesehen, sind Quoten ein nicht gerade emanzipatorisches Instrument, welche eher dazu führen das Frauen als Quotenfrauen verschimpft werden und das in der Bevölkerung aufeinmal folgendes gilt "Frau + Quote = Mann".

Und meines Erachtens bringt eine Quote in der Politik nichts, solange sich dort nicht mehr Frauen aktiv engagieren. Mal ehrlich, Merkel und Thatcher haben sich in Männerdomänen durchsetzen müssen, weil halt eben Männer überproportional politisch engagiert sind. Also muss man versuchen mehr Frauen und Mädchen für die Politik zu begeistern.

Und Merkel im übrigen hatte auch viel Glück, zur richtigen Zeit am richtigen Ort zu sein, sonst wäre sie wie Andrea Ypsilanti schon längst mit Schimpf und Schande verjagt wurden. Merkels Vorgänger ist nämlich ebenfalls über eine Affäre gestolpert. Wobei ich dieses Argument scheiße finde. Merkel, Simonis, Ypsilanti, v.d.Leyen usw. haben sich als unterschiedliche Charaktere doch am Ende in der Politik durchgesetzt. Im Grunde braucht jeder, ob Mann oder Frau etwas Glück das Posten frei werden, eine*n Protektor*in (altgediente*r Spitzenpolitiker*in), sowie ein glückliches Händchen im Umgang mit Menschen.

Und Männerquoten im Erziehungsbereich ist ebenfalls Blödsinn, es hat keinen nachhaltigen Einfluß auf die Entwicklung eines Jungen, ob er in der Grundschule einen Lehrer oder eine Lehrerin hat. Das ist Unsinn, den da Kristina Schröder verzapft (wie so vieles).

Also mal zusammenfassend: Statt Symptome eines an die Wand gefahrenen patriachalen Systems, durchsetzt mit Männerdomänen mittels Quoten kurieren. Muss eher ein Umdenken, eine andere kulturelle Hegemonie her, indem man Frauen für Männerdomänen Naturwissenschaften, Politik und Wirtschaft versucht zu begeistern (btw sind die meisten BWL-Student*innen mittlerweile weiblich). Auf Grund des demographischen Wandels wird sich dahingehend schon was ändern. In typischen Frauendomänen muss man durch das Ansprechen von jungen Männern im umgekehrten Falle versuchen diese für einen sozialen Beruf zu begeistern.
 

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Zunächst bin ich eigentlich ganz Poppingas Meinung: wen ich in meinem Unternehmen in welcher Position beschäftige, ist meine Sache und geht den Staat nichts an. Schließlich bin ich es ja auch, die das Kapital aufgebracht hat und das unternehmerische Risiko trägt.

Aber ich halte diese Männerbünde und "gläsernen Decken", die ehrgeizige und leistungsbereite Frauen ab einem gewissen Punkt vom weiteren beruflichen Aufstieg abhalten, ehrlich gesagt für eine von der Politik zum Dogma erhobene Legende. Und wenn man die Leute nur ablässig damit berieselt, fangen sie es irgendwann auch wirklich zu glauben an.

Poppinga hat noch einen interessanten Aspekt angesprochen: Frauen stellen mittlerweile sowohl die Mehrheit der Jurastudenten als auch der Absolventen mit sog. Prädikatsexamina (vollbefriedigend und besser). Und was macht die Mehrheit der akademisch überdurchschnittlich qualifizierten jungen Juristinnen? Sie gehen in den öffentlichen Dienst, werden Richterinnen, Staatsanwältinnen und Verwaltungsrätinnen.

Warum? Ganz ehrlich, ich nehme da auch gerne die "Von-dir-auf-andere-gedacht-Karte": weil das sichere und bequeme Jobs sind. Das ist der Grund.

Sie könnten auch als Unternehmensberaterinnen, Geschäftsführerinnen, Prokuristinnen, Syndicae o. ä. in die freie Wirtschaft gehen, und dort sicherlich mehr verdienen als in Besoldungsgruppe R 1 bzw. A 13.

Aber auch ganz schnell lernen, dass Wochenarbeitszeit und Urlaubsanspruch sich im Arbeitsvertrag zwar sehr schön lesen, ihr Erfolg aber maßgeblich von ihrer Bereitschaft abhängt, das so nicht einzufordern. Sondern etwa Überstunde zu schieben, auch am Wochenende. Urlaubsansprüche verfallen zu lassen, weil sie in bestimmten Situationen einfach nicht adäquat vertreten werden können.

Ebenso wie für andere harte und schmerzliche Entscheidungen zu treffen und Maßnahmen umzusetzen. Sowie letztlich die Wahrheit eines Spruchs Friedrichs II.: "Wenn ein General kein Fortune hat, dann muss er gehen." Das gilt genauso für Geschäftsführer, Abteilungsleiter usw. in der freien Wirtschaft.

Mehr Geld, mehr Verantwortung, mehr Einfluss, mehr Sozialprestige - aber eben auch mehr Belastung, mehr Einsatz und mehr Risiko.

Gewisse psychologische Unterschiede zwischen den Geschlechtern kann keine Arbeitsgruppe bei SPD, Grünen oder Linke und kein Querschnittsinstitut für Geschlechterforschung an irgend einer Uni wegdiskutieren: Männer sind, im Allgemeinen jedenfalls, mutiger und risikofreudiger als Frauen, haben mehr Pioniergeist, setzen mehr zum Erreichen ihrer Ziele ein. Frauen sind vorsichtiger, konservativer, mehr auf ihre Absicherung bedacht.

Das macht nicht das eine Geschlecht besser oder für ökonomische Prozesse wertvoller als das andere. Es ist eine auf Ergänzung angelegte Aufgabenteilung, die sich in der Realität einfach niederschlägt.

Es gibt nicht so wenige weibliche Regierungschefs oder Vorstände und Aufsichtsräte global agierender Unternehmen, weil Männer dort oben gegen Frauen zusammenducken. Es sind einfach deutlich weniger Frauen als Männer bereit, diesen Weg zu gehen.
 

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Laura van Middelburg

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"In propatulo fori calidi solis in hirneam parvam porrigentur."
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