Das ist schonmal ganz ordentlich - und besser als bspw. bei manchen Juso-Veranstaltungen.
Nun wird in den letzten Tagen eine Diskussion losgetreten über eine Frauenquote für Vorstände und Aufsichtsräte von großen Unternehmen, insbesondere Dax-Vorstände.
Dazu ein NDS-Artikel:
Der Verfasser des Artikels, Wolfgang Lieb, betrachtet die Debatte zw. von der Leyen und Schröder als Wahlkampfgetöse. Ein inszenierter Streit innerhalb der Regierung garantiert Medienaufmerksamkeit und jede/r kann sein Image pflegen: Schröder als Sarah-Palin-Klon, von der Leyen als fortschrittliche Ministerin die für Fraueninteresse kämpft (bei 32 Mio. Wahlberechtigten Frauen gegenüber 30 Mio. Wahlberechtigten Männern eine entscheidente Gruppe) und die FPD kann sich marktliberale Kraft darstellen. Über ihre protektionistische Haltung bei Apotheken spricht man dann eben nicht.Original von NachDenkSeiten
Die Faktenlage ist schnell dargestellt:
Nach Informationen des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung vom 18. Januar lag im vergangenen Jahr der Frauenanteil in den Vorständen der größten 200 Unternehmen bei lediglich 3,2 Prozent lag. 877 der insgesamt 906 Vorstandsposten werden demnach von Männern besetzt. In den größten 100 Betrieben sowie in den 30 DAX-Unternehmen waren sogar nur 2,2 Prozent der Top-Positionen mit Frauen besetzt
(Siehe dazu auch schon die DIW-Studie aus dem Jahr 2007 Spitzenpositionen in großen Unternehmen fest in der Hand von Männern [PDF - 407 KB])
In den Aufsichtsräten sieht es nicht viel besser aus. Bei den großen Dax-Unternehmen sitzen dort nur 13 Prozent Frauen.
Nach einem Ländervergleich des Weltwirtschaftsforums entwickelt sich die Gleichberechtigung zwischen Mann und Frau sogar langsamer als in vielen anderen Ländern. Deutschland ist von Platz 5 auf Platz 13 – hinter Lesotho und Südafrika – zurückgefallen.
Währenddessen fällt weitestgehend unter den Tisch, dass es die freiwillige Selbstverpflichtung der Wirtschaft seit 2001 gibt und die drei Oppositionsparteien für eine Frauenquote sind.
Was sagt ihr dazu? Führt eine Frauenquote dazu, dass v.a. Frauen als die "besseren Männer" nach oben kommen (siehe Thatcher, Merkel)? Wird mit Frauen in Dax-Vorständen/Aufsichtsräten alles besser? Sind Quotierungen ein kollektivistisch-totalitäres Instrument der protofaschistisch-radikalfeministischen Politikerkaste, die in ihrer Dekadenz das Land zugrunde richtet? (Antwortoption für Boiger
Meine Position ist: Quote ja, aber dann bitte als Geschlechterquote: wir brauchen bspw. mehr Männer im Bildungs-/Erziehungsbereich. Kindergärten und Grundschulen beschäftigen fast ausnahmslos nur Frauen, mein erster männlicher Lehrer ist mir erst in der 5. Klasse begegnet. Ich glaube nicht, dass das optimal ist.

