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O wow, es ist doch nicht alles so zum Heulen deprimierend, wie ich dachte - immerhin haben sich ja mit Herrn Cheman und Frau von Kurzschluss zwei Richtige gesucht und gefunden! Es kann also nur noch alles besser werden, fraglich allein, wer das aushalten soll?
Bei der Wahl des Unionspräsidenten Anfang November 2010 werden 27 Bürger wahlberechtigt sein. Die älteste in diesem Forum dokumentierte Wahl ist jene zum Unionsparlament und Unionspräsidenten im Mai 2007. Damals gab es noch 69 Wahlberechtigte, was schon deutlich weniger waren als etwa noch einmal 3 1/2 Jahre zuvor, Ende 2003/Anfang 2004 - da dürften es noch +/- 100 Wahlberechtigte gewesen sein.
Im ebenfalls im November 2010 zu wählenden Unionsparlament werden wohl 7 Sitze zu vergeben sein, um die voraussichtlich 3 (SPDU/VL, KDU, FLA), höchstens wohl 4 Listen (vielleicht bekommt die CSP irgendwie ja auch noch eine zusammen) konkurrieren werden. Noch im Januar 2007 wurden 13 Unionsparlamentarier gewählt. Wie viele Listen zu dieser Wahl angetreten waren, weiß ich jetzt nicht. Aber in Ratelons besten Zeiten existierten locker 10 Parteien oder so (SPR, RVP, FDU, Bü2002, ZPR, KPR, NSV, KLP, CSD sind schon mal 9 und müssten meine ich alle zur gleichen Zeit bestanden haben), die auch trotz einzelner Listenverbindungen immer noch 7 oder 8 Listen gestellt haben dürften. Und das waren keine bloßen 1- oder 2-Mann-Parteien, SPR und RVP allein etwa hatte jede für sich schon mehr Mitglieder, als alle heutigen Parteien zusammengenommen. Heute gibt es z. B. schon keine grüne Partei mehr, und links der SPDU existiert nur noch die in Listengemeinschaft mit ihr antretende 1-Mann-VL. Keine der 3 "großen" Parteien (KDU, SPDU, FLA) hat mehr als einen, vielleicht zwei für Ämter auf der Unionsebene verfügbare Aktivitätsposten und Impulsgeber.
Abseits der Parteien regt sich politisch und gesellschaftlich auch nichts mehr. Früher gab es eine große Vielfalt von Vereinen, Interessengruppen und Religionsgemeinschaften. Sie alle hatten jeweils eine Homepage (auch wenn sie klein und einfach war, denn das war gesetzliche Pflicht!) und Sprecher, die sich öffentlich zu Wort gemeldet haben. Was man wiederum aus den Parteien vernehmen würde außer vielleicht routinemäßiger Bekanntgaben der Ergebnisse von Vorstandswahlen, wenn nicht die KDU derzeit außerparlamentarische Opposition wäre, weiß man auch nicht. Vermutlich aber tendenziell wenig bis nichts.
Ja, die Arbeit der Unionsregierung ist insgesamt enttäuschend. Zwei Kabinettsmitglieder - Palin Waylan Majere (SPDU) und Bernardo Macaluso (VL) - tun, was sie können, das muss man ihnen fairerweise lassen. Die Vorstellung aller anderen, einschließlich des Unionskanzlers (!), ist indiskutabel. Aber was tun Unionsparlament und Unionsrat? Doch auch nicht viel mehr. Aus der Mitte des Unionsparlaments gab es bislang scheinbar nur die Initiative des Herrn Gold (FLA). Die ist gut, die ist sinnvoll, die ist begrüßenswert - aber wie sieht schon wieder die Debatte darüber aus? Welche Debatte eigentlich? Und andere Iniativen aus der Mitte des Unionsparlaments sind ebenso Fehlanzeige wie aus dem Unionsrat. Unionspolitik ist quasi nur noch warten auf Kanzler Connor (Regierungskoalition) bzw. auf Neuwahlen (Opposition).
Gehen wir eine Ebene tiefer, in die Länder. Früher wurde davon, dass in der Regel alle Bürger eines Landes Mitglieder des dortigen Landesparlaments sind, reichlich Gebrauch gemacht. Selbst aktive Unionspolitiker ließen es sich vielfach nicht nehmen, als Landesparlamentsmitglieder Anträge einzubringen und zu vertreten, Anträge anderer Landesparlamentarier zu diskutieren und an teilweise spannenden Kampfabstimmungen teilzunehmen. Auch um den Sessel des Regierungschefs eines Landes gab es mitunter richtige Wahlkämpfe. Von wirklich aktiven Landesverbänden der großen Parteien mal ganz zu schweigen.
Und heute? Freistein ist eine Gerhard-Cheman-macht-und-Franz-Sperling-klatscht-Show. Ohne Gerhard Cheman wäre Freistein quasi tot. Ob und wann Heroth es schaffen wird, den Posten seines Regierungschefs mit einer aktiven Person zu besetzen, bleibt offen. In Imperia ist außer der jüngsten Einführung der Monarchie auch nichts los. Seit wie vielen Wochen konstituiert sich jetzt schon der katistianische Landtag, der neu gewählt werden musste, weil zu viele Abgeordnete inaktiv geworden waren? Roldem ist eine reine Pandora-Friedmann-schreibt-Lexikonartikel-Ausgestaltungsshow. In Salbor versucht Anna Maria von Kurzschluss ihren Mann dazu zu motivieren, ab und zu mal ein Lebenszeichen von sich zu geben. Was aus den Westlichen Inseln wird, wenn Sylvain Rousseau-Mason demnächst vielleicht wieder in einer Unionsregierung sitzt, weiß auch noch keiner.
Und gehen wir noch eine Ebene tiefer, und schauen uns die Kommunen an. Ja, ganz recht, das war auch einmal eine Ebene der ratelonischen Politik. Zahlreiche Städte in sämtlichen Ländern hatten Bürgermeister und Homepages. Es gab sogar einen "Ratelonischen Städtetag". Heute hat wohl nur noch St. Pierre (WI) als einzige Stadt einen amtierenden Bürgermeister, eine erreichbare Homepage oder wenigstens einen brauchbaren Wiki-Artikel aber trotzdem nicht. Hin und wieder gibt es vielleicht mal irgend eine Meldung im Forum, aber das war es auch schon.
Ratelon ist personell ausgeblutet, politisch verödet und ausgestalterisch erodiert.
Aber hey, take it easy folks! Nach der nächsten Unionsparlamentswahl wird Helen Bont wieder Unionskanzlerin und geht Klinken in Astor, Albernia und Neuenkirchen putzen. Sylvain Rousseau-Mason wird Wirtschafts- und Finanzminister, und gibt Pressekonferenzen zu Steuersenkungen und der Waren-Sim. In Freistein beklatscht Franz Sperling weiterhin Gesetzententwürfe von Gerhard Cheman. Und das Tagesmagazin berichtet vom Geschehen in aller Welt.
Was will man denn mehr? Die Zukunft kann kommen, Ratelon ist gerüstet!
Und wer es nicht glaubt, der Frage Frau von Kurzschluss. Die muss es ja wissen!
Bei der Wahl des Unionspräsidenten Anfang November 2010 werden 27 Bürger wahlberechtigt sein. Die älteste in diesem Forum dokumentierte Wahl ist jene zum Unionsparlament und Unionspräsidenten im Mai 2007. Damals gab es noch 69 Wahlberechtigte, was schon deutlich weniger waren als etwa noch einmal 3 1/2 Jahre zuvor, Ende 2003/Anfang 2004 - da dürften es noch +/- 100 Wahlberechtigte gewesen sein.
Im ebenfalls im November 2010 zu wählenden Unionsparlament werden wohl 7 Sitze zu vergeben sein, um die voraussichtlich 3 (SPDU/VL, KDU, FLA), höchstens wohl 4 Listen (vielleicht bekommt die CSP irgendwie ja auch noch eine zusammen) konkurrieren werden. Noch im Januar 2007 wurden 13 Unionsparlamentarier gewählt. Wie viele Listen zu dieser Wahl angetreten waren, weiß ich jetzt nicht. Aber in Ratelons besten Zeiten existierten locker 10 Parteien oder so (SPR, RVP, FDU, Bü2002, ZPR, KPR, NSV, KLP, CSD sind schon mal 9 und müssten meine ich alle zur gleichen Zeit bestanden haben), die auch trotz einzelner Listenverbindungen immer noch 7 oder 8 Listen gestellt haben dürften. Und das waren keine bloßen 1- oder 2-Mann-Parteien, SPR und RVP allein etwa hatte jede für sich schon mehr Mitglieder, als alle heutigen Parteien zusammengenommen. Heute gibt es z. B. schon keine grüne Partei mehr, und links der SPDU existiert nur noch die in Listengemeinschaft mit ihr antretende 1-Mann-VL. Keine der 3 "großen" Parteien (KDU, SPDU, FLA) hat mehr als einen, vielleicht zwei für Ämter auf der Unionsebene verfügbare Aktivitätsposten und Impulsgeber.
Abseits der Parteien regt sich politisch und gesellschaftlich auch nichts mehr. Früher gab es eine große Vielfalt von Vereinen, Interessengruppen und Religionsgemeinschaften. Sie alle hatten jeweils eine Homepage (auch wenn sie klein und einfach war, denn das war gesetzliche Pflicht!) und Sprecher, die sich öffentlich zu Wort gemeldet haben. Was man wiederum aus den Parteien vernehmen würde außer vielleicht routinemäßiger Bekanntgaben der Ergebnisse von Vorstandswahlen, wenn nicht die KDU derzeit außerparlamentarische Opposition wäre, weiß man auch nicht. Vermutlich aber tendenziell wenig bis nichts.
Ja, die Arbeit der Unionsregierung ist insgesamt enttäuschend. Zwei Kabinettsmitglieder - Palin Waylan Majere (SPDU) und Bernardo Macaluso (VL) - tun, was sie können, das muss man ihnen fairerweise lassen. Die Vorstellung aller anderen, einschließlich des Unionskanzlers (!), ist indiskutabel. Aber was tun Unionsparlament und Unionsrat? Doch auch nicht viel mehr. Aus der Mitte des Unionsparlaments gab es bislang scheinbar nur die Initiative des Herrn Gold (FLA). Die ist gut, die ist sinnvoll, die ist begrüßenswert - aber wie sieht schon wieder die Debatte darüber aus? Welche Debatte eigentlich? Und andere Iniativen aus der Mitte des Unionsparlaments sind ebenso Fehlanzeige wie aus dem Unionsrat. Unionspolitik ist quasi nur noch warten auf Kanzler Connor (Regierungskoalition) bzw. auf Neuwahlen (Opposition).
Gehen wir eine Ebene tiefer, in die Länder. Früher wurde davon, dass in der Regel alle Bürger eines Landes Mitglieder des dortigen Landesparlaments sind, reichlich Gebrauch gemacht. Selbst aktive Unionspolitiker ließen es sich vielfach nicht nehmen, als Landesparlamentsmitglieder Anträge einzubringen und zu vertreten, Anträge anderer Landesparlamentarier zu diskutieren und an teilweise spannenden Kampfabstimmungen teilzunehmen. Auch um den Sessel des Regierungschefs eines Landes gab es mitunter richtige Wahlkämpfe. Von wirklich aktiven Landesverbänden der großen Parteien mal ganz zu schweigen.
Und heute? Freistein ist eine Gerhard-Cheman-macht-und-Franz-Sperling-klatscht-Show. Ohne Gerhard Cheman wäre Freistein quasi tot. Ob und wann Heroth es schaffen wird, den Posten seines Regierungschefs mit einer aktiven Person zu besetzen, bleibt offen. In Imperia ist außer der jüngsten Einführung der Monarchie auch nichts los. Seit wie vielen Wochen konstituiert sich jetzt schon der katistianische Landtag, der neu gewählt werden musste, weil zu viele Abgeordnete inaktiv geworden waren? Roldem ist eine reine Pandora-Friedmann-schreibt-Lexikonartikel-Ausgestaltungsshow. In Salbor versucht Anna Maria von Kurzschluss ihren Mann dazu zu motivieren, ab und zu mal ein Lebenszeichen von sich zu geben. Was aus den Westlichen Inseln wird, wenn Sylvain Rousseau-Mason demnächst vielleicht wieder in einer Unionsregierung sitzt, weiß auch noch keiner.
Und gehen wir noch eine Ebene tiefer, und schauen uns die Kommunen an. Ja, ganz recht, das war auch einmal eine Ebene der ratelonischen Politik. Zahlreiche Städte in sämtlichen Ländern hatten Bürgermeister und Homepages. Es gab sogar einen "Ratelonischen Städtetag". Heute hat wohl nur noch St. Pierre (WI) als einzige Stadt einen amtierenden Bürgermeister, eine erreichbare Homepage oder wenigstens einen brauchbaren Wiki-Artikel aber trotzdem nicht. Hin und wieder gibt es vielleicht mal irgend eine Meldung im Forum, aber das war es auch schon.
Ratelon ist personell ausgeblutet, politisch verödet und ausgestalterisch erodiert.
Aber hey, take it easy folks! Nach der nächsten Unionsparlamentswahl wird Helen Bont wieder Unionskanzlerin und geht Klinken in Astor, Albernia und Neuenkirchen putzen. Sylvain Rousseau-Mason wird Wirtschafts- und Finanzminister, und gibt Pressekonferenzen zu Steuersenkungen und der Waren-Sim. In Freistein beklatscht Franz Sperling weiterhin Gesetzententwürfe von Gerhard Cheman. Und das Tagesmagazin berichtet vom Geschehen in aller Welt.
Was will man denn mehr? Die Zukunft kann kommen, Ratelon ist gerüstet!
Und wer es nicht glaubt, der Frage Frau von Kurzschluss. Die muss es ja wissen!
Laura van Middelburg

"In propatulo fori calidi solis in hirneam parvam porrigentur."

"In propatulo fori calidi solis in hirneam parvam porrigentur."
Beiträge: 257
Registriert: Do 5. Nov 2009, 16:32
Profi
Beiträge: 1103
Registriert: So 14. Jun 2009, 08:37
Das muss man wirklich mal sagen. Du tust ja auch nicht viel. Stattdessen schreibst du alle paar Monate ellenlange Aufsätze mit salbungsvollen Worten, garniert von einer verklärten "Früher-war-alles-besser"-Litanei und hälst anderen vor, was sie falsch machen und wie sie es richtig machen, anstatt selbst für den nötigen Input zu sorgen.Original von Laura van Middelburg
...
Mich nervt auch dieses Jammern auf hohen Niveau, aber das ist wohl typisch deutsch/ratelonisch. Dabei ist Ratelon trotz der sinkenden Bürgerzahl noch immer einer der größeren MNs mit viel Potential.
Aber mich nervt das auch, wenn man über Monate und Jahre leiert wie wichtig eine gute und aktuelle Webpräsenz wäre - auch von dir - dann erstellt man eine Website, wobei mein Entwurf ja schon der zweite insgesamt ist, und dann passiert nichts mehr.
Beiträge: 573
Registriert: Di 25. Dez 2007, 21:36
Beiträge: 257
Registriert: Do 5. Nov 2009, 16:32
Ich mag Sie. Tee?Original von A. M. von Kurzschluss
Ach was, my Lord, da muss man gar nichts mehr sagen, sondern handeln...... sonst passiert noch ein Unglück!
*Wischt das von der Drama-Queen hinterlassene Tränenmeer auf.*
Ach ja, an wen muß ich mich wenden wenn ich mich über kulturellen Ausdausch des Bundes mit der Union unterhalten möchte?
Abgesandte des reekza bunda
Beiträge: 573
Registriert: Di 25. Dez 2007, 21:36
Tja, an den Minister für Inneres, Kunst und Kultur. Nur leider wurde der dieser Tage aus dem Amt entlassen. Einen Nachfolger gibt es noch nicht. Daher könnten Sie Ihr Glück beim Unionskanzler versuchen. Doch leider wurde der dieser Tage noch nicht gesehen.
Am besten versuchen Sie es direkt bei den Ministerpräsidenten der einzelnen Unionsländer. Die sind da teilweise sehr rührig, was Kultur anbelangt.
Und was den Tee betrifft. Gerne.
Am besten versuchen Sie es direkt bei den Ministerpräsidenten der einzelnen Unionsländer. Die sind da teilweise sehr rührig, was Kultur anbelangt.
Und was den Tee betrifft. Gerne.
Anna Maria von Kurzschluss
parteilos, unbestechlich
parteilos, unbestechlich
Beiträge: 5996
Registriert: Mi 14. Mär 2007, 16:23
Beiträge: 257
Registriert: Do 5. Nov 2009, 16:32
