
Sehr geehrte Damen und Herren Pressevertreter, mein Name ist Luigi Ghirlandaio und ich habe die Ehre, Ihnen alle eine sensationelle Entdeckung unserer Sternwarte bekannt zu geben.
Heute und morgen Nacht wird ein bisher unbekannter Meteorstrom bzw. Sternschnuppenschauer die Atmosphäre unseres Planeten tangieren! Dieses Naturschauspiel wird eine große Zahl von nächtlichen Sternschnuppen, vorraussichtlich ab heute nacht um 2 Uhr, zur Folge haben.
Höchstwahrscheinlich entstand dieser Schwarm von astronomischen Kleinkörpern durch einen Zusammenprall eines Kometen mit einem größeren Asteroiden im äußeren Bereich unseres Sonnensystems, wodurch sich die Sonnenumlaufbahn des Kometen änderte. Durch diese unerwarte Kreuzung der Erdumlaufbahn mit dem Schweif des Kometen werden unzählige der Meteoriden in der Atmosphäre verglühen.
Der Meteorschauer wird aber nicht nur ein faszinierendes Spektakel am Nachthimmel zur Folge haben. In Fachkreisen nennt man Meteoriden auch "die Nemesis der Raumfahrer", denn für die Raumfahrt stellen selbst Mikrometeoroiden eine Gefahr dar, da ihre Einschlagsenergie so hoch ist, dass bereits Teile mit der Größe von Bruchteilen eines Millimeters zu erheblichen Zerstörungen führen.
Wer also von den Zuschauern derzeit einen Flug zum Mond plant, sollte diesen noch um zwei bis drei Tage verschieben... *lacht glucksend*
Frage eines Reporters: "Wird der Sternschnuppenschauer Auswirkungen auf die Satellitenkommunikation haben?"
Das ist keineswegs auszuschließen, da sehr viele Kleinkörper im Orbit herumschwirren werden. Die können so einem GPS-Satelliten, oder was auch immer da gerade sein mag, schon ordentlich zusetzen.
