Nein. Hier wurde nur dem technische Betreiber der Website der Demokratischen Union vorgeschlagen, doch einmal über das Für und Wider des unkritischen Gehorsams gegenüber einem mindestens dummen, potenziell schon tyrannischen Gesetz nachzudenken. Wenn er möchte, und Zeit und Muße dazu hat.Original von Tony Gold
Wurde hier gerade eine Parallele zwischen rechtsradikalen politischen Gruppierungen und dem Anbringen eines Impressums auf einer Website aufgezeigt? Also manche Leute können's auch übertreiben :rolleyes:
Und ich bleibe meinerseits dabei, dass Deutschland in puncto Meininungsfreiheit ein Entwicklungsland ist und ich mich mit diesem dem Land der Dichter und Denker (sic!) sowie einer in aller Welt geschätzten und zum Vorbild genommenen Demokratie unwürdigen Zustand nicht klaglos abfinden werde.Original von Tony Gold
Ich bleib dabei : Sicher ist sicher, lieber ein Impressum drinhaben als keins drinhaben und dafür viel Geld zahlen. Handhabe ich bei Homepages die ich mach bzw betreibe auch nicht anders.
Anonyme Meinungsäußerung ist ein Menschenrecht!
Wenn schon hunderttausende Deutsche einem damaligen US-Senator und heutigen US-Präsidenten in der Erwartung zugejubelt haben, er könnte oder würde sich ein Beispiel etwa an der deutschen Krankenversicherung nehmen, dann können wir in Deutschland uns auch einmal ein Beispiel an der Meinungsfreiheit in den USA nehmen.
Zum Thema anonymer Meinungsäußerung verweise ich gerne auf ein Urteil des dortigen Obersten Gerichtshofes, das sich zwar mit einem anonym herausgegebenen Flugblatt befasste, auf Grund dessen aber auch eine Impressumpflicht für Websites in den USA ausgeschlossen ist: McIntyre v. Ohio Elections Commission (93-986), 514 U.S. 334 (1995).
Wenn dir das zuviel Text ist, hier die entscheidende Passage, mit Unterstreichungen von mir:
- "Under our Constitution, anonymous pamphleteering is not a pernicious, fraudulent practice, but an honorable tradition of advocacy and of dissent. Anonymity is a shield from the tyranny of the majority. See generally J. S. Mill, On Liberty, in On Liberty and Considerations on Representative Government 1, 3-4 (R. McCallum ed. 1947). It thus exemplifies the purpose behind the Bill of Rights, and of the First Amendment in particular: to protect unpopular individuals from retaliation--and their ideas from suppression--at the hand of an intolerant society. The right to remain anonymous may be abused when it shields fraudulent conduct. But political speech by its nature will sometimes have unpalatable consequences, and, in general, our society accords greater weight to the value of free speech than to the dangers of its misuse. See Abrams v. United States, 250 U.S. 616, 630-31 (1919) (Holmes, J., dissenting). Ohio has not shown that its interest in preventing the misuse of anonymous election related speech justifies a prohibition of all uses of that speech. The State may, and does, punish fraud directly. But it cannot seek to punish fraud indirectly by indiscriminately outlawing a category of speech, based on its content, with no necessary relationship to the danger sought to be prevented. One would be hard pressed to think of a better example of the pitfalls of Ohio's blunderbuss approach than the facts of the case before us."

