Ja und nein. Ich war 20 oder 21, als ich in die MNs eingestiegen bin. Aber wir waren damals anders als die heutigen Leute in diesem Alter. Einfach dadurch, dass wir noch ohne das Internet großgeworden waren.Original von SRM
Das ist aber genau die Klientel, die wir brauchen. Viele der jetzigen Veteranen waren jünger als 20, als sie hier eingestiegen sind (mich eingeschlossen). Diese Leute sind definitiv heutzutage über Web2.0-Medien verknüpft - da müssen wir ran.
Unsere Realitätsflüchte als Teenager waren Bücher, Zeitungen, Zeitschriften oder das Fernsehen. Wir mussten die echte Welt verändern wollen, weil wir keine eigentliche Parallelwelt zur Verfügung hatten.
Das hat die MNs groß gemacht. Sie waren ein neues Experimentierfeld für Leute, die durch Lektüre durchaus differenzierte und komplexe Weltbilder hatten. Die daran gewöhnt waren, umfangreiche Informationen aufzunehmen, sich selbst zu strukturieren, zu erschließen und zu verarbeiten. Und ihre daraus gewonnenen Ansichten in gleicher Form zu vertreten.
Das kann die Generation Web 2.0. so schon nicht mehr. Die ist an schnell, einfach und häppchenweise, bunt und grell gewöhnt. Wenn ihr was nicht gefällt, versucht sie es nicht durch Analyse zu verstehen und mit Argumenten zu ändern. Sie "zappt" einfach weiter.
Es wird uns nichts bringen, die Leute zu erreichen zu versuchen, die heute so alt sind wie wir damals. Wir müssen die Leute in unserem Alter erreichen, die sich nicht der Generation Web 2.0. angeschlossen haben. Sondern geblieben sind, wie sie schon vor 10 Jahren waren. Auch die gibt es. Und in ausreichender Zahl, um Ratelon zu bevölkern.
