Friher ham die Menschen an den lieben Kohl geglaubt. Oder an den Papst Johannes II. Oder wenigstens an den Sozialstaat. Zumindest glaubte die Jugend glaubte noch an Verbesserung durch Veränderung. Heute sind viele, auch Junge frustriert. Und es gibt immer weniger davon. Heute gerät alles ins Wanken, oder ist das nur eine normale Umbruchserscheinung. Ständiger Wandel ist natürlich, aber ist er psychologisch für den Menschen verarbeitbar? Man will noch und vielleicht sogar in Zeiten der Krise
mehr glauben. Aber an was? Die Kirche wird demontiert und demontiert sich selbst mit. Die Politik bleibt eigentlich so wie sie ist. Aber der Rhythmus wird schneller. Alles wird schnelllebiger. Auch das verstärkt das vorhandene Gefühl der Orientierungslosigkeit und der Mensch sucht nach Verlässlichkeiten.
Wo ist Gott? Für viele spielt er keine Rolle mehr. Gewerkschaften, Parteien, Ideologien, Verheißungen. Alles ist noch da, hat aber den Pathos verloren. Es wird genutzt, aber immer weniger daran geglaubt. Es bindet nicht, oder vielleicht doch? Aber in kürzeren Rhythmen der schnellen Zeit. Es werden nicht mehr langfristige Milieus gepflegt und feste Strukturen, sondern punktuelle Events und Ereignisse. So neu? Vielleicht nicht. Wahrscheinlich ist alles redundant. Aber für ein Menschenleben ist es immer wieder neu. Und der Erde, die da war, ist und sein wird, ist es egal. Klimareligion, daran glaubt die Natur nicht. Die Menschen könnten daran glauben, aber warum sollten sie wirklich? Viele glauben auch daran. Aber inzwischen fallen viele von der neuen Kirche auch schon wieder ab. Sie könnte zwar viele einen, aber dennoch wieder spalten. Länder, Regionen, letztlich immer Menschen, die entscheiden bzw. entschieden werden (von der Politik, von ihrer Natur, von außen oder innen). Auch eine Klimareligion oder andere neue Versuche der Sinnstiftung werden vermutlich nicht dauerhaft einen. Es wird dadurch auch kein Zurück zum autoritären Staatssozialismus gebenm, aber auch kein "Aufwärts" zum wirklichen Kommunismus. Es ist und bleibt vermutlich wie es ist, wenn die Bedingungen sind, wie sie sind: Mixed economy. Im Leben, in der Gesellschaft, überall.
