Original von Târâ Kasturbai Gyatso
Sehen Sie, wenn ein Bewerber zu einem Vorstellungsgespräch kommt und den Sachbearbeiter Personalwesen (oder wer auch immer ihn gerade beim Vorstellungsgespräch gegenübersitzt) so beleidigt, glauben Sie, dass der Bewerber dann die Stelle bekommen wird?
Sie vergleichen Äpfel mit Birnen und verkennen damit Ihre besondere Verantwortung als Abgeordnete. Sie sind - das entnehme ich Ihren Ausführungen - aktiv daran beteiligt gewesen, dass es in der Umsetzung einer Unionswährungspolitik keine Fortsetzung gibt. Stattdessen stellen Sie Ihre persönlichen Befindlichkeiten vor das Allgemeinwohl. Das Amt des Präsidenten der Unionsbank ist auch kein beliebiger, austauschbarer Bürojob, sondern ein zentraler Leitungsposten im Institutionengefüge der Union.
Original von Târâ Kasturbai Gyatso
Soll ich als Parlamentarierin einen Bewerber dafür aus meinen Hut, den ich nicht habe, zaubern?
Darum geht es doch gar nicht. Wo haben Sie das denn konsequent moniert, dass diese Positionen unbesetzt sind? Nirgends, wie ich feststellen muss. Ihre Aufgabe als Abgeordnete ist, nicht nur zu querulieren, sondern auch alternativen Lösungsansätze herauszufinden und präsentieren. Gerade wenn Sie gute Arbeit machen oder gar bessere als die Unionsregierung soweit das geht, werden Sie doch auch wahrgenommen - also positiv und nicht in dem Maße negativ wie zurzeit. Dies wirkt sich dann auch auf das Wahlergebnis aus. Natürlich, da muss man etwas tun, aber genau das erwartet Ihr Wähler von Ihnen als seine Abgeordnete im Unionsparlament. Unbenommen dessen können Sie natürlich selbst Verantwortung übernehmen und sich um diese Positionen bewerben, auch wenn es gerade keine Ausschreibung gibt. Wenn Sie das dann noch schön öffentlich verpacken, dann können Sie die Regierung auch unter Druck setzen...
Original von Târâ Kasturbai Gyatso
Es wird schon seinen Grund haben, wieso niemand sich auf diese Stelle bewirbt, wahrscheinlich weil niemand einen kompletten Überblick über die derzeit gültigen Gesetze hat, womit wir wieder bei meiner Idee des kompletten rechtlichen Neuanfangs wären.
Das ist doch Koketterie. Auf der einen Seite wollen Sie, dass sich etwas tut. Sie wollen das aber nicht selbst machen, denn das bedeutet Arbeit und die ist nach Ihrem Dafürhalten in der Opposition ohnehin für die Katz. Auf der anderen Seite treten Sie dafür ein, dass wir das doch nicht brauchen und stattdessen die demokratischen Entscheidungen der Legislative der vergangenen Jahre wegen der Versäumnisse der Exekutive nicht weiter zu würdigen. Das heißt in der Zusammenschau, dass Sie «Ihre» Arbeit als Parlamentarierin aufgeben wollen, weil eine andere Gewalt im Staatsgefüge ihre Arbeit nicht richtig macht. An dem Punkt hört die Demokratie doch auf, denn Sie anerkennen, dass die Exekutive bei Nichtwollen demokratische gefasste Entscheidungen diese einfach verwerfen können. Das ist Diktatur, wie Sie sie nach eigener Aussage an anderer Stelle nicht wollen, hier aber einfordern.