Das halte ich für eine Vorverurteilung Deinerseits. Ich bin öfter bei Verwandten im Ahrtal und in Tirol. In beiden Nachbarschaften wird dort fleißig und derbe Dialekt gesprochen. Bei so manchem Grillen habe ich mich da Abends schon verloren gefühlt, wenn der Pegel stieg und die Leute eben zunehmend vom Hochdeutschen in ihren Dialekt verfielen. Wenn man damit nicht aufgewachsen ist, kann man damit schon so seine Probleme haben.Original von Franz Sendlhofer
Seh da auch kein Problem, wem's ned passt, soll doch wieder nach Deutschland gehn.
Ich red hier auch mit jedem Pfälzisch und das klappt interesanterweise mit Polen und Russen besser, als mit dialektlosen (Nord)deutschen. Die wollen einem zu oft einfach ned verstehen. Da frag ich mich dann, was will man in einer Region, wenn man die dortige Kultur als minderwertig sieht?
Der Unterschied zum Norden ist wohl eher, daß eigentlich alle Hochdeutsch sprechen (durchaus auch mit Akzent), aber wenn vom Hochdeutschen abgewichen wird, man dann direkt ins Niederdeutsche fällt. Das ist dann eben eine gänzlich andere Sprache; im Süden wird eben oft nur Dialekt gesprochen. Das ist aber auch nur ein ganz subjektiver Eindruck.
Was die Schweizer angeht - ich wäre auch sauer, wenn man sich die Attacken der Deutschen in der Vergangenheit so ansieht.
Die Sprachdiskriminierung gibts übrigens auch in Deutschland - letztens bin ich hier in NRW von der Polizei nachts angehalten worden und habe mich vergnügt mit dem Beamten nur auf Niederdeutsch verständigt; die Herren in Grün waren allerdings nicht ganz so vergnügt. Bis mir angedroht würde, wenn ich nicht Hochdeutsch spräche, nähme man mich mit auf die Wache.