Zuerst: Frau Kollegin Gyatso, ich weise den Vorwurf, die Unionsregierung würde Volk und Parlament belügen, entschieden zurück und fordere Sie auf, entweder konkrete Beweise vorzulegen oder sich für diesen ungeheurlichen Vorwurf zu entschuldigen.
Zweitens, und damit komme ich zum erfreulicheren Teil meines Beitrags: dank der von der Unionsregierung eingeleiteten Maßnahmen, hat Futuna seine Aktionen in der Antarktis allem Anschein nach abgebrochen.
Werte Kolleginnen und Kollegen,
noch ist es zu früh, um endgültige Gewissheit zu haben, dass die Bedrohung durch das irrationale Vorgehen der futunischen Führung gebannt ist, weshalb wir die Situation in der Antarktis genau unter Beobachtung behalten werden.
Aber eines lassen Sie mich an dieser Stelle sagen: so schön es auch wäre, wenn wir in einer Welt leben würden, die von Frieden, Völkerverständigung und freundschaftlicher Kooperation geprägt ist, müssen wir doch zu Kenntnis nehmen, dass wir nicht in einer solchen Welt leben.
Das irrationale Agieren der futunischen Führungsclique, die in ihrer Arroganz glaubt, am futunischen Wesen solle die Welt genesen und der Weltgemeinschaft ihren Willen diktieren zu können, zeigt, dass wir in diesem anarchischen internationalen System, welches derzeit vom Rat der Nationen nur höchst unvollkommen und auch nur ansatzweise befriedet wird, in Situationen kommen können, in denen man sich entscheiden muss, ob man seinen Werten und Prinzipien treu bleibt, ob man bereit ist, für seine vitalen Interessen notfalls auch zum letzten Mittel der Gewalt zu greifen, oder ob man sich Nötigung, Terror und Gewalt beugt.
Ich habe großes Verständnis, wenn viele Menschen hier im Lande der Anwendung oder auch nur der Androhung von Waffengewalt nicht nur mit gemischten Gefühlen, sondern auch mit Angst gegenüberstehen. Waffengewalt, Krieg, sind schreckliche Dinge. Nicht wenige haben Väter oder Söhne in den Unionsstreitkräften, um die sich große Sorgen gemacht wird. Was ist, wenn er verletzt oder gar getötet wird?
Die Unionsregierung nimmt diese Sorgen sehr ernst, und sie, allen voran Unionsverteidigungsminister Graf von Falkenstein,haben sich die Entscheidung alles andere als leicht gemacht.
Angesichts der Fortgeschrittenheit der futunischen Übergriffspläne, die kurz vor der Ausführung standen, stand die Unionsregierung unter enormen Entscheidungs- und Handlungsdruck. Wir haben uns entschieden, die Angst zu überwinden und für unsere Werte und Prinzipien aber auch für unsere vitalen Interessen einzustehen, und unseren Verpflichtungen aus dem Antarktis-Vertrag gerecht zu werden.
Und während sich Futuna selbst international ins Abseits manövrierte, hat die Demokratische Union für ihr Vorgehen international Verständnis gefunden. So sprach unter anderem die albernische Delegierte im Rat der Nationen vor der dortigen Generalversammlung davon, dass die Demokratische Union ihre legitimen Interessen verteidigt - nicht mehr und nicht weniger.
Die Unionsregierung verschließt sich nicht der vorgebrachten Kritik, sie verschließt sich nicht den Ängsten im Volk. Niemand muss sich seiner Angst schämen. Aber Angst ist ein schlechter Ratgeber. Sie macht uns wankelmütig, entscheidungsschwach und unseren Staat zum Spielball fremder Mächte. Der Versuch Futunas, über unsere Köpfe hinweg zu bestimmen, was für uns richtig und gut ist oder unsere vitalen Interessen zu bedrohen, wird nicht der letzte Versuch einer ausländischen Macht gewesen sein. Und auch in Zukunft wird es Situationen geben, in denen wir gefordert sind klar zu machen, dass wir bereit sind, unsere Freiheit oder unsere vitalen Interessen notfalls auch mit der Waffe zu verteidigen.
Um so wichtiger ist es zu wissen, dass wir Ängste überwinden können, durch Weitsicht, Klugheit, Besonnenheit, Mut, aber auch durch innere Stärke sowie die Fähigkeit, Entscheidungen zu treffen und für diese die Verantwortung zu tragen. Die von mir geführte Unionsregierung wird auch in Zukunft nach diesem Prinzip entscheiden und handeln.
[b]Dr. h.c. Helen Bont, KEL[/b]
[b]Unionskanzlerin[/b]
[size=85][b] Doctor honoris causa philosophiae politicarum der Montary University[/b]
[b]Trägerin des Großen Ordenskreuzes des Ordens von den Heiligen drei Königen des Königreichs beider Archipele[/b]
[b]Mitglied des Unionsparlaments[/b][/size]
[b]KOMMANDEUR der EHRENLEGION[/b]
[size=85][b]Mitglied und UNIONSVORSITZENDE der KONSERVATIV-DEMOKRATISCHEN UNION[/b][/size]
Ehemalige [size=85]Trägerin des astorischen White House Ribbon[/size] (29.03.2015-09.06.2021; aberkannt durch US-Präsident J.U. Smith)