Wenn neben dem Polemisieren noch Zeit bleibt, kannst Du Dir ja mal einen Entwurf für eine bessere Regelung und gute Argumente dafür ausdenken. Nur wenn Zeit bleibt natürlich. Und wenn dann noch Zeit ist, denk mal drüber nach, wie konstruktiv dein "Wächterrat"-Vergleich für unsere Spielgemeinschaft ist.Original von Amber Marie Ford
Ratelon hat aktuell 38 Mitspieler.
Davon sind 13 zum Wächterrat wahlberechtigt (33,8% der Mitspieler).
Von den 13 Wahlberechtigten kandidieren 6 für den Wächterrat (46,2% der Wahlberechtigten).
Von diesen 6 Kandidaten wiederum werden am Ende 5 in den Wächterrat einziehen (83,3% der Kandidaten).
Coole Sache!
Übrig bleiben 25 Mitspieler (66,2%), die im künftigen Wächterrat nicht repräsentiert sein werden.
Tusch!
=) =) =)
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Da muss ich mir nichts "ausdenken", das kann ich jederzeit darlegen: die (Wieder-)Abschaffung der Spielleitung - längst kein solches Sakrileg, wie einige hier gerne tun.
Als ich Ende 2003, man könnte sagen in der Spätphase der Blütezeit Ratelons, meine ersten Schritte hier tat, gab es gar keine "Spielleitung". Inwiefern eine solche theoretisch vorgesehen, dieser Entschluss jedoch nur nicht praktisch aktualisiert war, entzieht sich meiner Kenntnis, ist aber auch gar nicht erheblich, denn es war eben keine "Spielleitung" tätig. Für die Außendarstellung Ratelons, gegenüber der micronationalen Community wie der realen Welt, waren Unionspräsident und Unionsregierung zuständig, die Regeln ergaben sich aus den von Unionsparlament und -rat beschlossenen Gesetzen, über Verstöße urteilte das Unionsgericht.
Im simulationsexternen Bereich des Forums wurde mit um keinen Jota "weicheren" Bandagen gestritten als heute, gemessen am bundesrepublikanischen "Mainstream" radikale Meinungen, ob nun von links oder rechts, waren ebenso präsent wie dieser Tage und wurden nicht minder kompromisslos verfochten.
Zumindest eine negative Kausalität ist empirisch feststellbar: vor welchen strukturellen (?) Problemen dieses Spiel auch stehen mag, das Nichtvorhandensein einer "Spielleitung" hat sie nicht verursacht, ihre Einrichtung hat sie folgerichtig nicht lösen können.
Dazu wurde diese ja auch gar nicht geschaffen, ihre (Wieder-)Einrichtung oder Aktualisierung war eher der fragwürdigen Mode in den Micronationen geschuldet, sich einem von mir spöttisch als "simulatorische Korrektheit" bezeichneten Dogma zu unterwerfen.
Früher entsprach z. B. die Anmeldung einer Identität als Staatsbürger der Mitgliedschaft einer realen Person im Spiel, und es war gesetzlich geregelt, dass jede reale Person nur eine Identität in Ratelon besitzen konnte, die zudem eine gewisse Mindestaktivität zeigen musste, um Staatsbürger zu bleiben.
Meldete eine reale Person mehr als eine Identität als Staatsbürger an, wurde dessen erste Identität wegen eines Verstoßes vor dem Unionsgericht angeklagt, mit einer Verurteilung erlosch die Staatsbürgerschaft der Zweitidentität. Das Verfahren, d. h. insbesondere die Beweiserhebung, war öffentlich, der Angeklagte hatte einen Anspruch auf einen Verteidiger, es galten die Unschuldsvermutung und der Grundsatz des zweifelsfreien Beweises, das Urteil konnte angefochten und somit nochmals überprüft werden. Im Falle eines Schuldspruches wurden Freiheitsstrafen in der Größenordnung von ca. 14 Tagen verhängt, je nach konkreten Tatumständen mit oder ohne Bewährung. Fälle erfolgreicher Resozialisierung sind bekannt, Fälle von Missbrauch dieses Verfahrens nicht.
Eines Tages kam man dann zu der Ansicht, dass das ja "simulatorisch inkorrekt" sei, da simulationsintern nicht eine Person mehr als eine Staatsbürgerschaft innehalten könnte und das somit anders geregelt werden müsste - "Spielregeln" und "Spielleitung" wurden geschaffen. Sicherlich nicht nur zur Regelung solcher Angelegenheiten, aber aus dem illustrierten Gedankengang heraus: zur Wahrung der "simulatorischen Korrektheit" wurden demokatisch legitimierte Regeln und Organe geschwächt, und eine "Spielleitung" geschaffen, die erklärtermaßen keinerlei Regeln mehr unterworfen war, sondern quasi mit Ausspruch der Zauberformel: "Zum Wohle und im Interesse des Spiels 'Demokratische Union Ratelon' entscheiden und verfügen wir, dass..." tun und lassen konnte und konnte, was sie will.
Ein konkreter Anlass, also dass etwa Nazis, oder Stalinisten, oder sonst irgendwelche bösen Buben das Forum zu übernehmen, oder irgendwelche Leute Ratelon unter Ausnutzung seiner simulationsintern demokratisch-rechtsstaatlichen Ordnung zu zerstören drohten, bestand eben gerade nicht. Einige Leute fuhren bloß auf den Fetisch ab, dass man Dinge wie Staatsbürgerschaft, Mehrfachanmeldung usw. nicht mehr simulationsintern regeln könnte, weil das ja "simulatorisch inkorrekt" sei.
Zur "Lösung" des "Problems" wurde eine "Spielleitung" geschaffen, die sich selbst im Kontext des Spieluniversums einen gottgleichen Status verliehen hat: sie ist an keine Regeln gebunden, ihr kann man nicht (wirksam) widersprechen, wer mit ihr und ihrem Handeln nicht einverstanden ist, dem bleibt nur das simulative Äquivalent der ewigen Verdammnis, nämlich die dauerhafte Abstinenz vom Spiel, denn gegen sie gibt es kein Ankommen.
Die Bilanz ihres Handelns ist nüchtern betrachtet vernichtend, sie hat nicht eine ihr übertragende Aufgabe jemals zur allgemeinen Zufriedenheit lösen können, sondern statt dessen, wann immer sie tätig wurde, nur Streit und Frustration verursacht, als deren Ergebnis nicht einmal die konstruktive Lösung eines Konflikts, aber mehrmals der Ausstieg langjähriger Spieler festzuhalten ist.
Auch der Oktober-Putsch taugt nicht als Erfolgsbeispiel, denn dessen Scheitern hat die Spielerschaft als Ganzes bewirkt, nicht die "Spielleitung" - diese hat nur deren Willen artikuliert. Die Vesteran-Sezession hätte auch keine selbsttituliert allmächtige "Spielleitung" verhindern können, weil es keinen Willen in der Spielerschaft gab, ihr effektiv entgegenzutreten. Und hätte die Spielerschaft nicht die versuchte Sezession Imperias und Freisteins verhindern wollen, wäre die "Spielleitung" wiederum machtlos gewesen.
Diese Diskrepanz aus selbsttitulierter Allmacht und völliger Machtlosigkeit selbst innerhalb der letztlich doch überschaubaren Grenzen der micronationalen Community hat die "Spielleitung" dazu geführt, sich hier, in wie sie glaubt "ihrem" Forum, umso souveräner zu gebärden und neue Aufgaben zu kreieren, wie jüngst zu Tage getreten die Durchsetzung der Gedanken- und Meinungshygiene im Sinne bestimmter, von der "Spielleitung" bestimmter, politischer Ansichten.
In ihrem ganzen Handeln schickt die aus einem Kreis selbstdefinierter Elite bestimmte "Spielleitung" sich an, genau jene Werte, die die Demokratische Union Ratelon repräsentieren und - wenn man das Spiel pädagogisch zu betrachten geneigt ist - lehren will, zu konterkarieren: Demokratie, Pluralismus, Transparenz, Rechtsstaatlichkeit. Die Botschaft der Existenz und des Handels der "Spielleitung" ist: diese Prinzipien funktionieren nicht, oder jedenfalls nicht uneingeschränkt, es braucht einen elitären Zirkel, der darüber wacht, das was in diesen passiert auch im Geiste der rechten Gesinnung geschieht.
Und genau diese (Un-)Geisteshaltung rechtfertigt die Spottbezeichnung "Wächterrat": jenes Gremium widerlegt die nominelle Demokratie im Iran, stellt die Ergebnisse ihres Prozesses unter den Vorbehalt der Billigung durch eine selbstberufene Elite mit dem sich selbst verliehenen alleinigen Durchblick, erhaben über "den Pöbel".
Das iranische Volk braucht den Wächterrat nicht, sondern nur seine Mitglieder, die ihren Einfluss wahren wollen, und die ideologischen Eiferer, die durch ihn ihre Interessen gewahrt sehen, brauchen ihn.
Niemand hier braucht die "Spielleitung", außer ihren Mitgliedern, die kein Vertrauen in die demokratischen Prozesse und Mechanismen des fiktiven Staates Demokratische Union Ratelon haben, sowie jene Mitspieler, die ihre Interessen eher durch eine ihren Ansichten verpflichtete, selbsterchorene Elite vertreten sehen als durch alle Mitspieler gewählte und kontrollierte Organe.
Darum ist die einzige Lösung des Problems: die Abschaffung der "Spielleitung" und (Rück-)Übertragung ihrer Aufgaben an Unionspräsident, Unionsparlament, Unionsrat, Unionsregierung und Unionsgericht, schließlich an den freien Dialog der Mitspieler untereinander.
Als ich Ende 2003, man könnte sagen in der Spätphase der Blütezeit Ratelons, meine ersten Schritte hier tat, gab es gar keine "Spielleitung". Inwiefern eine solche theoretisch vorgesehen, dieser Entschluss jedoch nur nicht praktisch aktualisiert war, entzieht sich meiner Kenntnis, ist aber auch gar nicht erheblich, denn es war eben keine "Spielleitung" tätig. Für die Außendarstellung Ratelons, gegenüber der micronationalen Community wie der realen Welt, waren Unionspräsident und Unionsregierung zuständig, die Regeln ergaben sich aus den von Unionsparlament und -rat beschlossenen Gesetzen, über Verstöße urteilte das Unionsgericht.
Im simulationsexternen Bereich des Forums wurde mit um keinen Jota "weicheren" Bandagen gestritten als heute, gemessen am bundesrepublikanischen "Mainstream" radikale Meinungen, ob nun von links oder rechts, waren ebenso präsent wie dieser Tage und wurden nicht minder kompromisslos verfochten.
Zumindest eine negative Kausalität ist empirisch feststellbar: vor welchen strukturellen (?) Problemen dieses Spiel auch stehen mag, das Nichtvorhandensein einer "Spielleitung" hat sie nicht verursacht, ihre Einrichtung hat sie folgerichtig nicht lösen können.
Dazu wurde diese ja auch gar nicht geschaffen, ihre (Wieder-)Einrichtung oder Aktualisierung war eher der fragwürdigen Mode in den Micronationen geschuldet, sich einem von mir spöttisch als "simulatorische Korrektheit" bezeichneten Dogma zu unterwerfen.
Früher entsprach z. B. die Anmeldung einer Identität als Staatsbürger der Mitgliedschaft einer realen Person im Spiel, und es war gesetzlich geregelt, dass jede reale Person nur eine Identität in Ratelon besitzen konnte, die zudem eine gewisse Mindestaktivität zeigen musste, um Staatsbürger zu bleiben.
Meldete eine reale Person mehr als eine Identität als Staatsbürger an, wurde dessen erste Identität wegen eines Verstoßes vor dem Unionsgericht angeklagt, mit einer Verurteilung erlosch die Staatsbürgerschaft der Zweitidentität. Das Verfahren, d. h. insbesondere die Beweiserhebung, war öffentlich, der Angeklagte hatte einen Anspruch auf einen Verteidiger, es galten die Unschuldsvermutung und der Grundsatz des zweifelsfreien Beweises, das Urteil konnte angefochten und somit nochmals überprüft werden. Im Falle eines Schuldspruches wurden Freiheitsstrafen in der Größenordnung von ca. 14 Tagen verhängt, je nach konkreten Tatumständen mit oder ohne Bewährung. Fälle erfolgreicher Resozialisierung sind bekannt, Fälle von Missbrauch dieses Verfahrens nicht.
Eines Tages kam man dann zu der Ansicht, dass das ja "simulatorisch inkorrekt" sei, da simulationsintern nicht eine Person mehr als eine Staatsbürgerschaft innehalten könnte und das somit anders geregelt werden müsste - "Spielregeln" und "Spielleitung" wurden geschaffen. Sicherlich nicht nur zur Regelung solcher Angelegenheiten, aber aus dem illustrierten Gedankengang heraus: zur Wahrung der "simulatorischen Korrektheit" wurden demokatisch legitimierte Regeln und Organe geschwächt, und eine "Spielleitung" geschaffen, die erklärtermaßen keinerlei Regeln mehr unterworfen war, sondern quasi mit Ausspruch der Zauberformel: "Zum Wohle und im Interesse des Spiels 'Demokratische Union Ratelon' entscheiden und verfügen wir, dass..." tun und lassen konnte und konnte, was sie will.
Ein konkreter Anlass, also dass etwa Nazis, oder Stalinisten, oder sonst irgendwelche bösen Buben das Forum zu übernehmen, oder irgendwelche Leute Ratelon unter Ausnutzung seiner simulationsintern demokratisch-rechtsstaatlichen Ordnung zu zerstören drohten, bestand eben gerade nicht. Einige Leute fuhren bloß auf den Fetisch ab, dass man Dinge wie Staatsbürgerschaft, Mehrfachanmeldung usw. nicht mehr simulationsintern regeln könnte, weil das ja "simulatorisch inkorrekt" sei.
Zur "Lösung" des "Problems" wurde eine "Spielleitung" geschaffen, die sich selbst im Kontext des Spieluniversums einen gottgleichen Status verliehen hat: sie ist an keine Regeln gebunden, ihr kann man nicht (wirksam) widersprechen, wer mit ihr und ihrem Handeln nicht einverstanden ist, dem bleibt nur das simulative Äquivalent der ewigen Verdammnis, nämlich die dauerhafte Abstinenz vom Spiel, denn gegen sie gibt es kein Ankommen.
Die Bilanz ihres Handelns ist nüchtern betrachtet vernichtend, sie hat nicht eine ihr übertragende Aufgabe jemals zur allgemeinen Zufriedenheit lösen können, sondern statt dessen, wann immer sie tätig wurde, nur Streit und Frustration verursacht, als deren Ergebnis nicht einmal die konstruktive Lösung eines Konflikts, aber mehrmals der Ausstieg langjähriger Spieler festzuhalten ist.
Auch der Oktober-Putsch taugt nicht als Erfolgsbeispiel, denn dessen Scheitern hat die Spielerschaft als Ganzes bewirkt, nicht die "Spielleitung" - diese hat nur deren Willen artikuliert. Die Vesteran-Sezession hätte auch keine selbsttituliert allmächtige "Spielleitung" verhindern können, weil es keinen Willen in der Spielerschaft gab, ihr effektiv entgegenzutreten. Und hätte die Spielerschaft nicht die versuchte Sezession Imperias und Freisteins verhindern wollen, wäre die "Spielleitung" wiederum machtlos gewesen.
Diese Diskrepanz aus selbsttitulierter Allmacht und völliger Machtlosigkeit selbst innerhalb der letztlich doch überschaubaren Grenzen der micronationalen Community hat die "Spielleitung" dazu geführt, sich hier, in wie sie glaubt "ihrem" Forum, umso souveräner zu gebärden und neue Aufgaben zu kreieren, wie jüngst zu Tage getreten die Durchsetzung der Gedanken- und Meinungshygiene im Sinne bestimmter, von der "Spielleitung" bestimmter, politischer Ansichten.
In ihrem ganzen Handeln schickt die aus einem Kreis selbstdefinierter Elite bestimmte "Spielleitung" sich an, genau jene Werte, die die Demokratische Union Ratelon repräsentieren und - wenn man das Spiel pädagogisch zu betrachten geneigt ist - lehren will, zu konterkarieren: Demokratie, Pluralismus, Transparenz, Rechtsstaatlichkeit. Die Botschaft der Existenz und des Handels der "Spielleitung" ist: diese Prinzipien funktionieren nicht, oder jedenfalls nicht uneingeschränkt, es braucht einen elitären Zirkel, der darüber wacht, das was in diesen passiert auch im Geiste der rechten Gesinnung geschieht.
Und genau diese (Un-)Geisteshaltung rechtfertigt die Spottbezeichnung "Wächterrat": jenes Gremium widerlegt die nominelle Demokratie im Iran, stellt die Ergebnisse ihres Prozesses unter den Vorbehalt der Billigung durch eine selbstberufene Elite mit dem sich selbst verliehenen alleinigen Durchblick, erhaben über "den Pöbel".
Das iranische Volk braucht den Wächterrat nicht, sondern nur seine Mitglieder, die ihren Einfluss wahren wollen, und die ideologischen Eiferer, die durch ihn ihre Interessen gewahrt sehen, brauchen ihn.
Niemand hier braucht die "Spielleitung", außer ihren Mitgliedern, die kein Vertrauen in die demokratischen Prozesse und Mechanismen des fiktiven Staates Demokratische Union Ratelon haben, sowie jene Mitspieler, die ihre Interessen eher durch eine ihren Ansichten verpflichtete, selbsterchorene Elite vertreten sehen als durch alle Mitspieler gewählte und kontrollierte Organe.
Darum ist die einzige Lösung des Problems: die Abschaffung der "Spielleitung" und (Rück-)Übertragung ihrer Aufgaben an Unionspräsident, Unionsparlament, Unionsrat, Unionsregierung und Unionsgericht, schließlich an den freien Dialog der Mitspieler untereinander.
Amber Marie Ford
Richterin am Unionsgericht
Unionsministerin der Justiz a. D.
Präsidentin des Unionsparlamentes a. D.
Unionsvorsitzende der FDU a. D.
Ministerpräsidentin des Freistaates Freistein a. D.
Oberste Unionsanwältin a. D.
Richterin am Unionsgericht
Unionsministerin der Justiz a. D.
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Ministerpräsidentin des Freistaates Freistein a. D.
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Registriert: Do 15. Mär 2007, 09:36
Stimmt nicht so ganz. Die Spielleitung gab es schon recht früh, aber war praktisch nicht relevant. Von Anfang an war Patrick Jedamzik mit dabei, zum ersten Mal habe ich davon erfahren, als irgendwann Peter Reinhard bzw. eben TB nachnominiert wurde. Das Gremium hat sich damals noch seine Mitglieder selbst gewählt, ist aber praktisch auch nie in Erscheinung getreten.Original von Amber Marie Ford
Als ich Ende 2003, man könnte sagen in der Spätphase der Blütezeit Ratelons, meine ersten Schritte hier tat, gab es gar keine "Spielleitung". Inwiefern eine solche theoretisch vorgesehen, dieser Entschluss jedoch nur nicht praktisch aktualisiert war, entzieht sich meiner Kenntnis, ist aber auch gar nicht erheblich, denn es war eben keine "Spielleitung" tätig.
Prof. Hajo Poppinga, VK.
Unionspräsident a.D.
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so...jetzt im richtigen Thread 
Original von Fiete Schulze
Naja ich halte eine SL für wichtig, da wir ja nun schon einige extreme Fälle hatten.
Aber es stimmt schon, vieles wurde damals aus dem Spiel heraus geregelt.
Zum Beispiel meine Anfängersünde "Hans Beimler" die ich als "Zweit-ID" damals in die NKI eingeschmuggelt hatte.
Daraus wurde am Ende ein richtiges SimOn-Ereigniss von dem sogar DvA später noch geschwärmt hatte mit Detektivspielchen und Gerichtsverhandlung. Oder PFK-Bande damals - ich glaube das hatte sich auch Sim-On geregelt, bin mir aber nicht mehr ganz sicher.
Allerdings lassen sich halt gewisse Dinge schwer simon regeln, wenn sie denn im Sim-Off-Forum passieren...wie der GF-Streit oder halt die Ereignisse der letzten Wochen.

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Okay, dann gab es eben auf dem Papier eine Spielleitung, aber entscheidend ist ja meines Erachtens, dass jahrelang - während der besten Jahre Ratelons, übrigens - keine Spielleitung tätig war, und das Spiel auch keinesfalls schlechter funktioniert hat als heute. Es wurde eine aktive Spielleitung geschaffen um Probleme zu lösen, die es tatsächlich nie gegeben hatte.Original von Hajo Poppinga
Stimmt nicht so ganz. Die Spielleitung gab es schon recht früh, aber war praktisch nicht relevant. Von Anfang an war Patrick Jedamzik mit dabei, zum ersten Mal habe ich davon erfahren, als irgendwann Peter Reinhard bzw. eben TB nachnominiert wurde. Das Gremium hat sich damals noch seine Mitglieder selbst gewählt, ist aber praktisch auch nie in Erscheinung getreten.
Ich sehe offen gesagt nicht, warum man Fragen wie z. B. die Eintragung Ratelons auf einer micronationalen Weltkarte nicht simulationsintern regeln kann. Die OIK als älteste Kartenorganisation der deutschsprachigen MNs etwa ist aus dem BIK hervorgegangen, dass der UVNO unterstand, war also klar eine simulationsinterne Institution. Und auch die OIK war in ihren Anfängen, nach der Trennung von der UVNO, simulationsintern, hatte z. B. einen Sitz in der micronationalen Welt, nämlich Arcor City. Die GF war übrigens auch simulationsintern und hatte auch einen Sitz in der micronationalen Welt, in Aldenroth in Albernia.Original von Fiete Schulze
Allerdings lassen sich halt gewisse Dinge schwer simon regeln, wenn sie denn im Sim-Off-Forum passieren...wie der GF-Streit oder halt die Ereignisse der letzten Wochen.
Das einzige Argument dafür, z. B. Weltkarten in die Simulationsexterne zu verlagern, ist immer, dass es "unrealistisch" sei, wenn plötzlich Staaten von der Karte verschwänden, neue hinzukämen usw. Dazu kann man eigentlich nur sagen, dass die Micronationen bei aller Ernsthaftigkeit, mit der man sie schon bespielen muss um wirklich und dauerhaft Spaß haben zu können, letztlich nun mal Fantasiegebilde in einer Fantasiewelt sind und bleiben, in der gewisse Dinge eben anders sind als in der Realität.
Das beste Argument ist aber meines Erachtens einfach die Bewährung: jahrelang war Ratelon auf einer von einer simulationsinternen Institution geführten Weltkarte eingetragen, waren Einbürgerung, Ausbürgerung wegen Inaktivität, Ahnung von Mehrfachanmeldungen usw. simulationsintern geregelt, und es hat immer vollständig zufriedenstellend funktioniert. Man könnte sagen, erst als die Fantasie in Ratelon und wohl den Micronationen allgemein in die Krise geriet, breitete sich dieser Tick aus, alles streng "simulatorisch korrekt" regeln zu müssen. Irgendwelche Veränderungen zum Besseren hat das erweislich nicht gebracht.
Die ratelonische Unionsverfassung schafft eigentlich alles, was das Spiel braucht, um als demokratisch organisierte Gemeinschaft bestmöglich zu funktionieren: ein in allgemeinen, freien, gleichen und geheimen Wahlen bestimmtes Parlament, eine Vertretung der Länder als Teile der Simulation, ein in allgemeinen, freien, gleichen und geheimen Wahlen bestimmtes Staatsoberhaupt, eine dem Parlament verantwortliche Regierung und eine unabhängige Rechtssprechung. Es ist für mich nicht erkennbar, welche das Spiel betreffende Frage oder welches Problem diese Institutionen nicht im Zusammenwirken entsprechend ihrer jeweiligen verfassungsmäßigen Aufgaben lösen können?
Alleiniges Argument, das mir dagegen einfällt, ist eben: "Die simulationsinternen Organe können z. B. nicht über die Eintragung Ratelons auf einer micronationalen Weltkarte entscheiden, denn Weltkarten sind simulationsextern, alles andere wäre unrealistisch!" Zur Erwiderung darauf siehe das Vorgesagte.
Noch weniger ist für mich nachvollziehbar, warum eine "Spielleitung", die eigentlich nur Angelegenheiten regeln soll, die nach Meinung mancher "realistischerweise" nicht in der Simulaton geregelt werden können, so ausgestaltet sein muss wie gegenwärtig der Fall? Warum muss das aktive und passive Wahlrecht zu einer "Spielleitung", die quasi die simulationsexterne Vertretung der Spielergemeinde sein soll, auf einen exklusiven Zirkel durch Erfahrung für "würdig" befundener Spieler beschränkt werden? Warum muss sich diese "Spielleitung" nach Meinung ihrer Mitglieder und Anhänger annähernd jedweder Transparenz und demokratischen Kontrolle entziehen? Dass alle acht Monate ein begrenzter Teil der Spielerschaft die "Spielleitung" wählt, wobei man angesichts des Verhältnisses von Kandidaten zu Mandaten in der "Spielleitung" diesmal z. B. kaum von einer alternativen Wahl sprechen kann, vermag ich nicht wirklich als demokratische Kontrolle zu werten, und die typischerweise ca. zehnzeiligen Begründungen der "Spielleitungs"-Beschlüsse nicht als Transparenz.
Die üblichen Antworten auf diese Kritik offenbaren regelmäßig, dass die "Spielleitung" nach den Vorstellungen ihrer Mitglieder und Befürworter eben doch mehr ist als der Moderator simulationsexterner Entscheidungsprozesse und Sprecher der Spielergemeinde in simulationsexternen Angelegenheiten.
Nämlich ein Gremium, das alles Geschehen im Forum überwacht, es auf die Konformität mit seiner Auslegung der "Spielregeln" hin kontrolliert, unterbindet was immer es für verboten befindet, sperrt wen immer es eines Verstoßes für schuldig hält, dabei Vorrang und Vetorecht gegenüber allen simulationsinternen Organen genießt, in all seinen Handlungen schrankenlos souverän und seinen Entscheidungen unfehlbar ist. Das kommt der Stellung des Wächterrates im politischen System des Iran erschreckend nahe, und hat vor allem nichts mehr damit zu tun, dass man gewisse Angelegenheit nicht simulationsintern regeln könnte. Richtiger wäre die Aussage: manche Leute hier wollen gewisse Angelegenheiten nicht demokratisch, transparent und im Bemühen um ein gerechtes Verfahren regeln, weil sie die Ergebnisse eines solchen Prozesses für unbefriedigend halten und der Meinung sind, ein bisschen Autoritarismus von den richtigen Leuten - in der Regel ihnen selbst - praktiziert sei besser als Gleichberechtigung und Demokratie.
Und was den Punkt "simulationsexterne Beleidigungen" o. ä. angeht, auch hier hat sich die "Spielleitung" offenkundig selbst ein Betätigungsfeld gesucht und dazu eine Hysterie angestachelt, die sie jetzt besänftigen zu müssen vorgibt.
Ich muss denke ich niemandem die sprichwörtlich gewordenen "ratelonischen Sitten" ins Gedächtnis rufen, vielleicht aber mal die Überlegung anstoßen, dass Ratelon stets dafür bekannt war, nicht gerade Tummelplatz sonderlich begabter Rollenspieler, sondern eher eine Politik-Community zu sein. Will heißen: lange Zeit war es eigentlich die Normalität, dass man seine "Identität" eher als Pseudonym denn eigenständige Persönlichkeit verstanden, und sich letztlich jeder mit seinen Anschauungen und seinem Charakter selbst gespielt hat.
Das bedeutete dann natürlich, dass man in den stets mit hoher Aggressivität und nicht gerade wenigen verbalen "Tiefschlägen" geführten Debatten eigentlich nicht behaupten konnte, dort keilten sich nur zwei virtuelle "Identitäten" wie die Kesselflicker, die Grenzen zwischen diesen und den realen Personen dahinter waren vorsichtig gesagt schwimmend, mit letztlicher Sicherheit ließ sich nie sagen, inwiefern eine Beleidigung nicht zumindest auch und das sogar bewusst auf die reale Person hinter der angesprochenen "Identität" abzielte.
Heißt auf Deutsch: simulationsexterne Beleidigungen gab es auch früher schon, und das nicht zu knapp. Statt zwischen "simulationsinternen" und "simulationsexternen Beleidigungen" zu unterscheiden, wie es aktuell die "Spielleitung" parktiziert, hat man eher zwischen politischen und unpolitischen Diskussionen unterschieden: man konnte sich in einer politischen Debatte durchaus auch mal einen unter der Gürtellinie verpassen, aber trotzdem konnte man sich an anderer Stelle, in einer eben unpolitischen Debatte, dennoch vertragen.
Und auch hier gilt wieder: Ratelon hat trotz seines rauen Klimas, seiner unscharfen Trennung zwischen virtuellen und realen Personen und seiner damit einhergehenden Kultur oder Unkultur auch simulationsexterner Beleidigungen eine unter den deutschsprachigen Micronationen einzigartige Erfolgsgeschichte geschrieben. Die Einrichtung einer (aktiven) Spielleitung, die jetzt Maulkörbe verteilen soll, hat demgegenüber keinerlei Fortschritt oder Verbesserung in welcher Hinsicht auch immer gebracht.
Amber Marie Ford
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Unionsvorsitzende der FDU a. D.
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Beiträge: 4308
Registriert: Mi 3. Dez 2008, 11:35
Nein, man hätte das nie SimOn lösen können. Dazu waren die Fronten zu verhärtet.Original von Jan-Claudius von Blomkohl Cullen
Den GF Streit hätte man auch SimOn haben können, im Grunde ist das doch eine wichtige Frage, bezüglich der Zukunft des Landes. SimOn hätte man daraus neue politische Flügel machen können und blah und blubb

Freiheit durch Sozialismus!
Ich war, ich bin, ich werde sein!
Präsident der Republik Salbor