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Erstmal: Toleranz hat keinen Eigenwert. Sie kann nur funktionieren, solange sie auch zurückgegeben wird.
Dann: Ich sehe keinen Grund, ausgemachten Fundamentalisten die Religionsausübung uneingeschränkt zu gestatten. Mithin sehen sich auch Evangelikale in vielen europäischen Ländern als "diskriminiert", weil ihnen etwa Platzverweise erteilt werden, wenn sie am Rande von Homosexuellendemos stehen und dort laut "Sünde, Sünde, werdet Hetero!" schreien.
Außerdem: Minarette sind immer nur ein erster Schritt, im nächsten Schritt werden dann mal Muezzine gefordert.
Dann: Ich sehe keinen Grund, ausgemachten Fundamentalisten die Religionsausübung uneingeschränkt zu gestatten. Mithin sehen sich auch Evangelikale in vielen europäischen Ländern als "diskriminiert", weil ihnen etwa Platzverweise erteilt werden, wenn sie am Rande von Homosexuellendemos stehen und dort laut "Sünde, Sünde, werdet Hetero!" schreien.
Außerdem: Minarette sind immer nur ein erster Schritt, im nächsten Schritt werden dann mal Muezzine gefordert.
Zuletzt geändert von Kathryn Janeway am Mo 30. Nov 2009, 09:58, insgesamt 1-mal geändert.
Kathryn Janeway-Palm
Beiträge: 5381
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Wer redet denn bitte von "ausgemachten Fundamentalisten"? Es geht hier um die moslemische Minderheit in der Schweiz, nicht um eine einzelne Gemeinde, die das Recht für sich einfordert, zum Heiligen Krieg aufzurufen.Original von Kathryn Janeway
Erstmal: Toleranz hat keinen Eigenwert. Sie kann nur funktionieren, solange sie auch zurückgegeben wird.
Dann: Ich sehe keinen Grund, ausgemachten Fundamentalisten die Religionsausübung uneingeschränkt zu gestatten. Mithin sehen sich auch Evangelikale in vielen europäischen Ländern als "diskriminiert", weil ihnen etwa Platzverweise erteilt werden, wenn sie am Rande von Homosexuellendemos stehen und dort laut "Sünde, Sünde, werdet Hetero!" schreien.
Eingefordert worden sind keine Minarette sondern das Recht, sie zu bauen. Genauso würde es sich auch mit Muezzinen verhalten. Gegen die wäre an sich auch nichts zu sagen, es sei denn, sie beeinträchtigen z. B. durch Lärmbelästigung massiv die Mitmenschen. Dann wäre es auch völlig unstrittig, dass die Menschen ein Recht darauf haben, dass eine solche Praktik eingeschränkt wird. Bei Minaretten geht es nur darum, dass Moscheen Türme bekommen, so wie Kirchen auch ganz selbstverständlich Türme bekommen.Außerdem: Minarette sind immer nur ein erster Schritt, im nächsten Schritt werden dann mal Muezzine gefordert.

Beiträge: 826
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Nein, es geht nicht um die muslimische Minderheit in der Schweiz.Wer redet denn bitte von "ausgemachten Fundamentalisten"? Es geht hier um die moslemische Minderheit in der Schweiz, nicht um eine einzelne Gemeinde, die das Recht für sich einfordert, zum Heiligen Krieg aufzurufen.
Dieses Recht ist ja jetzt abgeschafft. Und ein Recht auf Muezzine würde ich total verneinen. Denn spätestens da würde die entsprechende Gemeinde eine Belästigug begehen.Eingefordert worden sind keine Minarette sondern das Recht, sie zu bauen. Genauso würde es sich auch mit Muezzinen verhalten. Gegen die wäre an sich auch nichts zu sagen, es sei denn, sie beeinträchtigen z. B. durch Lärmbelästigung massiv die Mitmenschen. Dann wäre es auch völlig unstrittig, dass die Menschen ein Recht darauf haben, dass eine solche Praktik eingeschränkt wird. Bei Minaretten geht es nur darum, dass Moscheen Türme bekommen, so wie Kirchen auch ganz selbstverständlich Türme bekommen.
Kathryn Janeway-Palm
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Etwa nen halben Kilometer von meiner Wohnung weg steht eine Kirche und lässt täglich zuverlässig ihre Glocken läuten. Ebenfalls in der Nähe verläuft eine ICE-Strecke, das macht auch ganz schön Krach. Beides belästigt ungemein, doch seltsamerweise kommt da keiner drauf, eine der beiden Lärmverursacher zu verbieten.Original von Kathryn Janeway
Dieses Recht ist ja jetzt abgeschafft. Und ein Recht auf Muezzine würde ich total verneinen. Denn spätestens da würde die entsprechende Gemeinde eine Belästigug begehen.
Palin Waylan-Majere OEL
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Von Stern hat den von manchen - mich offenkundig eingeschlossen - in dieser Diskussion vertretenen "Werterelativismus" moniert, worauf ich noch einmal eingehen möchte. Es gehört denke ich zu unserer historischen Erfahrung als Deutsche, dass ein freiheitlich-demokratisches Gemeinwesen ohne einen gewissen normativen Werterelativismus nicht von dauerhaftem Bestand ist. Ich kann es als niemandes "Freiheit" anerkennen, gestützt auf seine religiösen oder politischen Überzeugungen die Freiheit anderer zu beschränken oder abzuschaffen.
Man vergleiche z. B. nur einmal den Grundrechtskatalog des Grundgesetzes mit der Kairoer Erklärung der Menschenrechte im Islam. Man muss kein Jurist sein, um schon auf den ersten Blick zu erkennen, dass in einer Gemeinschaft nur das eine oder andere gelten kann, aber nicht beides nebeneinander! Es muss eine klare Entscheidung getroffen werden, welche der beiden Alternativen richtig und welche falsch ist, und dementsprechend gehandelt werden, indem man dem entgegentritt, der den für richtig befundenen Weg durch den falschen ersetzen will.
Leitet man aus Art. 4 Abs. 1 und 2 GG eine Pflicht zur Duldsamkeit gegenüber jedweder von spirituellen Vorstellungen beeinflussten Anschauungen und Verhalten ab, dann bestimmt irgendwann unweigerlich der, der es als Gebot seiner spirituellen Überzeugungen sieht, sie allen anderen aufzuzwingen, über deren Leben.
Orthodoxe Muslime und islamische Fundamentalisten fordern für sich die in den Staaten der westlichen Welt gewährleistete Religionsfreiheit ein um eine Religion auszuüben, die Andersdenkenden genau dieses Recht nicht nur nicht gewährleistet, sondern explizit abspricht und ihre Bekehrung verlangt. Wenn ich das unter Verweis auf ihre "Religionsfreiheit" toleriere, wird es eines Tages keine Religionsfreiheit mehr geben, denn dann herrscht der Islam, der Religionsfreiheit eben nicht als Menschenrecht anerkennt.
Auch Religionsfreiheit kann nur dann dauerhaft Bestand haben, wenn ihr klare Grenzen gezogen werden: was ist überhaupt eine Religion, und welche konkreten Handlungsfreiheiten kann der Einzelne gestützt auf seine Religion fordern? Diese Fragen lassen sich nur mittels eines gewissen "Werterelativismus" beantworten, denn etwa die freiheitlich-demokratische Grundordnung im Sinne des Grundgesetzes und der Islam nähern sich ihnen schon von völlig unterschiedlichen Warten aus: das GG leitet Religionsfreiheit aus der Würde des Einzelnen ab, der im Zentrum seines Weltbildes steht. Der Islam hingegen stellt die Gemeinschaft der Gläubigen als Kollektiv in das Zentrum seiner Weltsicht. Individualrechte, die Fähigkeit und das Recht des einzelnen Menschen, die Frage nach seinem Woher, Warum und Wohin zu beantworten und entsprechend seiner persönlich gebildeten Überzeugungen zu leben, sind seinem Menschenbild völlig fremd. Für ihn gibt es die eine richtige, von Gott offenbarte Religion, und der haben sich alle zu unterwerfen.
Zwischen diesen beiden Polen gibt es kein Nebeneinander, es gibt nur ein Entweder-Oder. Und wenn die, die die individualistische Lösung bevorzugen, nicht für sie aufstehen und als das Richtige verteidigen, wenn sie Angriffen nicht entgegentreten, weil sie andere Auffassungen als falsch ablehnen - dann werden sie irgendwann von der kollektivistischen Sicht des Islam überrollt und ihr unterworfen.
Man vergleiche z. B. nur einmal den Grundrechtskatalog des Grundgesetzes mit der Kairoer Erklärung der Menschenrechte im Islam. Man muss kein Jurist sein, um schon auf den ersten Blick zu erkennen, dass in einer Gemeinschaft nur das eine oder andere gelten kann, aber nicht beides nebeneinander! Es muss eine klare Entscheidung getroffen werden, welche der beiden Alternativen richtig und welche falsch ist, und dementsprechend gehandelt werden, indem man dem entgegentritt, der den für richtig befundenen Weg durch den falschen ersetzen will.
Leitet man aus Art. 4 Abs. 1 und 2 GG eine Pflicht zur Duldsamkeit gegenüber jedweder von spirituellen Vorstellungen beeinflussten Anschauungen und Verhalten ab, dann bestimmt irgendwann unweigerlich der, der es als Gebot seiner spirituellen Überzeugungen sieht, sie allen anderen aufzuzwingen, über deren Leben.
Orthodoxe Muslime und islamische Fundamentalisten fordern für sich die in den Staaten der westlichen Welt gewährleistete Religionsfreiheit ein um eine Religion auszuüben, die Andersdenkenden genau dieses Recht nicht nur nicht gewährleistet, sondern explizit abspricht und ihre Bekehrung verlangt. Wenn ich das unter Verweis auf ihre "Religionsfreiheit" toleriere, wird es eines Tages keine Religionsfreiheit mehr geben, denn dann herrscht der Islam, der Religionsfreiheit eben nicht als Menschenrecht anerkennt.
Auch Religionsfreiheit kann nur dann dauerhaft Bestand haben, wenn ihr klare Grenzen gezogen werden: was ist überhaupt eine Religion, und welche konkreten Handlungsfreiheiten kann der Einzelne gestützt auf seine Religion fordern? Diese Fragen lassen sich nur mittels eines gewissen "Werterelativismus" beantworten, denn etwa die freiheitlich-demokratische Grundordnung im Sinne des Grundgesetzes und der Islam nähern sich ihnen schon von völlig unterschiedlichen Warten aus: das GG leitet Religionsfreiheit aus der Würde des Einzelnen ab, der im Zentrum seines Weltbildes steht. Der Islam hingegen stellt die Gemeinschaft der Gläubigen als Kollektiv in das Zentrum seiner Weltsicht. Individualrechte, die Fähigkeit und das Recht des einzelnen Menschen, die Frage nach seinem Woher, Warum und Wohin zu beantworten und entsprechend seiner persönlich gebildeten Überzeugungen zu leben, sind seinem Menschenbild völlig fremd. Für ihn gibt es die eine richtige, von Gott offenbarte Religion, und der haben sich alle zu unterwerfen.
Zwischen diesen beiden Polen gibt es kein Nebeneinander, es gibt nur ein Entweder-Oder. Und wenn die, die die individualistische Lösung bevorzugen, nicht für sie aufstehen und als das Richtige verteidigen, wenn sie Angriffen nicht entgegentreten, weil sie andere Auffassungen als falsch ablehnen - dann werden sie irgendwann von der kollektivistischen Sicht des Islam überrollt und ihr unterworfen.
Amber Marie Ford
Richterin am Unionsgericht
Unionsministerin der Justiz a. D.
Präsidentin des Unionsparlamentes a. D.
Unionsvorsitzende der FDU a. D.
Ministerpräsidentin des Freistaates Freistein a. D.
Oberste Unionsanwältin a. D.
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Es wurden hier aber nicht Leute herausgegriffen, die zufällig rote Haare hatten und sich mit Kräuterheikunde auskannten, sondern die von sich aus ganz offen fremdenfeindliche Äußerungen von sich gaben. Das ist gegen die Spielregeln und wurde entsprechend geahndet. Wenn es dir nicht passt, sondern du lieber "ungefilterte" Typen um dich haben willst, kannst du ja jetzt selbst für die Spielleitung kandidieren und/oder eine Änderung der Spielregeln beantragen, die fremdenfeindliche, gewaltverherrlichende oder nazistische Sprüche hinnimmt.Original von Francis Taubenschlag
Die ganze Aktion hatte die meisten Facetten einer Hexenjagd.
Palin Waylan-Majere OEL
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Das ist doch der eigentliche Inhalt solcher Debatten und das Ziel dieser Volksinitiative: die Islamophobie zur Staatsräson mit Verfassungsrang erklären. Wo es kein Nebeneinander geben kann, kann es zwangsläufig auch keine muslimische Minderheit geben: entweder sie assimilieren sich oder werden abgeschoben.Original von Amber Marie Ford
Zwischen diesen beiden Polen gibt es kein Nebeneinander, es gibt nur ein Entweder-Oder. Und wenn die, die die individualistische Lösung bevorzugen, nicht für sie aufstehen und als das Richtige verteidigen, wenn sie Angriffen nicht entgegentreten, weil sie andere Auffassungen als falsch ablehnen - dann werden sie irgendwann von der kollektivistischen Sicht des Islam überrollt und ihr unterworfen.
Palin Waylan-Majere OEL
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Registriert: Mo 17. Nov 2008, 00:45
Da das Heilige Offizium nicht geruht hat, in seinem Bannspruch die für verurteilungswürdig befundenen Äußerungen zu zitieren und genau darzulegen, was an diesen nun "fremdenfeindlich, gewaltverherrlichend oder [sic!] nazistisch" war - könntest du das vielleicht übernehmen?Original von Palin Waylan-Majere
...ganz offen fremdenfeindliche Äußerungen...
...die fremdenfeindliche, gewaltverherrlichende oder nazistische Sprüche...
Amber Marie Ford
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Registriert: Mi 14. Mär 2007, 16:23
Nö. Es ist mir ehrlich gesagt zu blöd, in den Beiträgen zwischen rechtskonservativen, nationalchauvinistischen und faschistoiden Äußerungen zu unterscheiden. Das wäre Scheiße nach Geruch zu sortieren, um mal einen ehemaligen Ministerpräsidenten zitieren.Original von Amber Marie Ford
Da das Heilige Offizium nicht geruht hat, in seinem Bannspruch die für verurteilungswürdig befundenen Äußerungen zu zitieren und genau darzulegen, was an diesen nun "fremdenfeindlich, gewaltverherrlichend oder [sic!] nazistisch" war - könntest du das vielleicht übernehmen?
Palin Waylan-Majere OEL
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