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Lebende Foren Legende
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Dass unsere kluge Obrigkeit uns dumme Untertanen auf Diät gesetzt hat ("Fit statt Fett") dürfte wohl jeder bereits mitbekommen haben. Bilde sich auch ja niemand ein, was er isst und ob er Sport treibt sei seine Privatsache! Nicht hier in Deutschland! Hier ist die Obrigkeit für Ernährung und Gewicht ihrer Untertanen ebenso zuständig wie für deren Familienplanung und Familienleben.

Der unter dem oben zitierten vorgestellte "nationale Aktionsplan" (schon wieder so eine gehirnwäscherische Frechheit, denn was hat die Nation damit zu tun? Es müsste eigentlich "Koalitionsaktionsplan" heißen!) las sich so belanglos und langweilig, als gehörte er zu einem vorgezogenen Sommertheater, wer dieser wie regelmäßig durch das Dorf getriebenen Sau mal nicht hinterrennen wollte und sich desinteressiert gab musste nicht fürchten, irgendwas zu versäumen. Schließlich hat das Land ja auch andere Probleme: das Nettoeinkommen eines Durchschnittsverdieners liegt bei unter 50% seines Bruttoverdienstes, die Arbeitslosigkeit ist trotz brummender Konjunktur doppelt so hoch wie in den USA, die Krankenkassenbeiträge dreimal so teuer wie in den Niederlanden, ein Liter Super bleifrei kostet über 1,30 €, an vielen Haupt- und "Gesamtschulen" herrschen zustände wie in den Slums von Johannesburg oder Bógota, deutsche Akademiker erreichen wegen ewig langer Ausbilungszeiten kaum noch eine Lebensarbeitszeit von dreißig Jahren, eine steigende Zahl von Schulabgängern ist infolge intellektueller Mängel für den regulären Arbeitsmarkt nicht zu gebrauchen, da sie auf diese Weise auch niemals ein ausreichendes Einkommen erzielen werden auch als Konsumenten untauglich, männliche Staatsbürger werden zu einem menschenunwürdigen und historisch überholten Zwangsdienst genötigt, der Ausfall ihrer Arbeitskraft richtet jährlich volkswirtschaftlichen Schaden in Milliardenhöhe an - man könnte noch lange so weitermachen...

Doch nun geht es ans Eingemachte! Dass etwa Bündnis '90/Die Grünen in verschiedenen Landtagswahlkämpfen bereits mit der Forderung angetreten sind, den Verkauf sog. "Junk-Foods" (Schokoladenriegel, Chips, Cola...) in Schulen zu verbieten hat nie große Beachtung gefunden, wäre auch nicht so schlimm, dann könnten die Kinder sich ja auf dem Schulweg an der Tankstelle eindecken, wo es auch nicht teurer ist als am Schulkiosk. Jetzt fordern die Grünen aber, Lebensmittel ähnlich wie in Großbritannien mit verschiedenfarbigen Aufklebern danach zu kennzeichen, was nach Meinung irgend eines "Öko-Institutes" diese Woche gerade gesund ist. Um die Liste des Gesundheitsministeriums zu führen müsste ein Heer von "Experten" angestellt werden, einige arbeiten in Bonn, andere in Berlin, alle bekommen Besoldungsgruppe B, einen Dienstwagen und die Macht, auf dem Nahrungsmitelmarkt herumzupfuschen, indem sie mit hoheitlichem Siegel bekanntgeben, was gekauft werden darf, und was nicht. Die für diesen Irrsin entstehenden Kosten werden dann wahrscheinlich den Lebensmittelerzeugern auferlegt, und von diesen auf die Verbraucher abgewälzt, das fällt denen schon nicht auf, die Dummen glauben doch, das hätte mit den geplanten gesetzlichen Einschränkungen von Sonderangeboten zu tun, die auch kommen und Nahrungsmittel verteuern sollen. Die Hartz IV-Empfänger zumindest werden es merken, doch deren selbstausgerufene Lobby-Partei, die SED, findet die Idee auch richtig klasse. Es muss die Damen und Herren vor ein Rätsel stellen, warum sie einst von Leuten zum Teufel gejagt wurden, die endlich Bananen haben wollten, jetzt haben sie welche, und essen trotzdem weiter nur Schoko-Gelee-Bananen.

Zur Verteidigung der von Deutschland gehaltenen roten Laterne im weltweiten Vergleich der demokratischen Staaten auf dem Gebiet der Meinungsfreiheit wollen die Grünen zudem noch die Werbung für Süßigkeiten im TV bis in die späten Abendstunden hinein verbieten, ob es bereits ein Konzept zur Finanzierung der Einnahmeausfälle bei den Fernsehsendern, welche in letzter Konsequenz Arbeitsplätze gefährden würden, gibt, ist nicht bekannt. Zumindest die öffentlich-rechtlichen Sender könnten aber mit einer Gebührenerhöhung entschädigt werden.

Die Koalition hat aber eine viel, viel tollere Idee - die will nämlich die Mehrwertsteuer auf Süßigkeiten von 7 auf 19% fast verdreifachen, ähnlich der Strafabgabe, die Erwachsene schon auf sog. "Alco-Pops" zahlen müssen, weil Jugendliche nach Meinung der Obirgkeit zuviel davon trinken.

Aber das allertollste ist - die FDP ist auch dafür! Deutschland hurra!
 

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Amber Marie Ford
Richterin am Unionsgericht
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Dass Steuern auch nach inhaltlichen Überlegungen erhoben werden, ist doch nichts neues...
 

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Lebende Foren Legende
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Sie werden vor allem nach der Überlegung erhoben, welche Steuerquelle nicht versiegen wird. Da muss ich - Achtung, aufgepasst! - ausgerechnet SED-Vortuner Gregor Gysi (!) mal loben, für einen Anpfiff den er schon vor Jahren an Verschuldungsminister Waigel richtete als er feststellte, der Staat hätte einst Besteuerungen von Tabak, Bier, Brand- und Schaumwein eingeführt, um den Konsum dieser Genussmittel drosseln, hörten die Leute aber in signifikantem Maße auf, zu paffen und zu saufen wäre der Staat pleite... :rolleyes:
 

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Amber Marie Ford
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Das ist echt schon eine Krönung politischer Blödheit. Wer um alles in der Welt ist denn so schlau, und glaubt, Schokolade, Chips oder Cola sein gesund? Es weiß doch quasi jeder, dass das in großen Mengen nicht so ist. Wenn man es dennoch konsumiert, ist das ein freier Entschluss dazu (und daran wird Aufklärung, Ökosiegel oder eine höhere Steuer nichts ändern).

Ich stimme der guten Amber ausnahmsweise einmal vollkommen (!) zu. ;)
 

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Maximilian von Rohan-Mason
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In zu großen Mengen ist nichts gesund. Ich finde es aber wirklich widerlich, wie man den Menschen wieder mal in ihre Privatangelegenheiten pfuschen will.

Seien wir brave Staatsbürger und trinken nur noch Diätlimo, Cola Light (trotz dem Aspertam, dass im Gegensatz zu Zucker im Verdacht steht, Krebserregend zu sein) und futtern Diätschokolade und -bonbons.
 

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Mh. Generell stimmt es schon, dass die Menschen für sich allein verantwortlich sind. Dennoch unterstütze ich die Initiative, die hier ergriffen wird (wenn auch nicht in vollem Umfang). Der Staat muss sich Gedanken machen, wenn bekannt wird, dass das Volk das fetteste Europas ist. Nicht nur, weil Fettheit dem Staat enorm viel kostet (Krankensystem), ich denke auch aus moralischen Gründen.
Der Punkt ist: Zumeist werden heutzutage Leute, die vorher schlank waren, ja nicht plötzlich mit 30 total dick. Es beginnt nämlich im Kindesalter. Die Eltern erziehen die Kinder in dieser Hinsicht, die Kiddies stopfen sich alles rein, ohne zu wissen was das für Konsequenzen für sie hat.
Paul kommt mit 6 in die Grundschule und plötzlich merkt er, dass das irgendwie doof ist, so wie er ist. Er wird immer von den anderen gehänselt, als "Fettsack" bezeichnet. Das verbitttert ihn und macht ihn traurig. Er braucht Trost. Hey, Schokolade! Die macht wieder glücklich. Pauls Eltern sagen da ja auch nichts gegen. Dadurch wird er natürlich noch dicker, wird noch mehr gehänselt.... Im Laufe der Jahre sammeln sich immer mehr Frustrationen in Paul. Die er dann mit Essen, er hat es ja nicht anders gelernt, befriedigt. Mit 13 ist Paul schwer übergewichtig. Er hat so einige Kilos mehr drauf als seine Klassenkameraden. Seine Eltern merken langsam dass das auch nicht so okay ist und sagen zu Paul "Ess doch nicht mehr soviel Schokolade, du bist zu dick, Paul!" Machen ihm also Vorwürfe und setzen ihn unter Druck. Druck hat Paul natürlich auch in der Schule. Er ist "der Dicke", wird oft gehänselt, was ihm mittlerweile aber nicht mehr sooo stört, weil er schon verbittert ist und sich irgendwie in sich selbst zurück gezogen hat. Beim Sport macht er nie mit, dann müsste er sich nämlich umziehen und dann würden die anderen seinen Schwabbel sehen. Sein Banknachbar Alex hat seit einer Woche ne Freundin. Überhaupt sind plötzlich alle am flirten. Paul hat natürlich auch Interesse an den Girlies entdeckt, aber keiner interessiert sich für ihn. Er ist fett. Er geht weinend nach Hause, schließt sich in sein Zimmer ein und beschließt jetzt abzunehmen. Keine Schoki mehr und so. Ist doch easy. da wird er plötzlich aus seinen Gedanken gerissen "Paulchen, Essen ist fertig! Currywurst mit Pommes! :)".
In den nachfolgenden Jahren ändert sich nicht viel an seiner beschissenen Situation. Er weiß, dass er abnehmen muss, versucht das auch mehrmals. Aber immer scheitert er. Irgendwas macht Paul falsch und Motivation hat er auch nicht. Niemanden der ihn unterstützt.
Mit 20 hockt unser fetter Paul in seiner Wohnung, und zieht sich Barbara Salesch rein. Was soll er auch sonst machen? Eine Ausbildung hat er nicht. Es ist eben schwer mit dem Gewicht genommen zu werden.
Mit 47 stirbt Paul an einem Herzinfarkt.

Ich weiß, dass diese Geschichte nicht exakt so auf jeden zutrifft, aber vom Grundgerüst ist es auf jeden Fall so, da bin ich mir sicher. Manch einer mag sich sagen, dass ich übertreibe, kann sein. Kann aber auch sein, dass es untertrieben ist.

Man wird in einem Alter fett in dem man noch nicht wirklich weiß, was man d atut. Wenn man es dann realisiert ist es oft zuspät. Viele kommen aus diesem Teufelskreis nicht heraus.

Und deshalb ist die Forderung richtig, zu sagen, man kontrolliert Kinder. Die Forderung der Grünen, dass es in Schulen kein Junkfood mehr geben sollte, unterstütze ich. Klar kann man jetzt sagen "Geht er eben zur Tanke", das tun vielleicht auch manche. Aber eben nicht alle und die Kleinen sowieso nicht.

Ich denke aber, dass der Staat nicht unbedingt soviel machen kann. Schuld sind einfach mal wieder die Eltern.
 

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Patrick van Bloemberg-Behrens
Regierender Bürgermeister der Unionshauptstadt Manuri
Sprecher der Grünen Offensive Salbor-Katista

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Foren Gott
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Natürlich sinds die Eltern. Die kümmern sich nicht mehr um ihre Kinder. Bei allgemeiner Erziehung, Gesundheit oder ähnlichem guckt doch kaum noch ein Elternteil hin. Außer das Kind hat shclechte Noten. Dann sind die Lehrer schuld! Der Junge ist ja so lieb udn brav und lernt immer fleißig...ha!

Aber noch was anderes: mein bruder war jahrelang sehr schlank. Während Schule, Bundeswehr, Studium. Jetzt arbeitet er am Schreibtisch und man konnt zusehen wie er zunimmt. Sport? Wann denn? Wenn er abends um 8 Uhr zu hause ist nach 10 Stunden Tag mit Pendeln ist er viel zu geschlaucht. Am Wochenende fährt er Fahhrrad, oder wenns warm ist zum Bahnhof um zur Arbeit zu kommen. Oder er joggt. Aber das reißt nix. Das Essen in der Kantine ist jedenfalls nicht gesund.
 

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Jungspund
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Jungspund

Beitrag von Angelo Falcone »

Liebe Amber ;)

Die Grundproblematik ist ja eine andere: Die Krankenkassen können die Fetten nicht mehr zahlen. Freßsucht, FastFood-Wahn, stopfen stopfen stopfen....das alles führt zu Mehrkosten - Fettleibigkeit, schlechte Blutwerte, Zucker, Cholesterin,....

Aber dass zeigt doch wieder was das Problem ist: Der Sozialstaat hölt den Staat aus und den Menschen selbst....: Bin ich fett, gibt es immer noch eine Gesundheitsversorung auf die ich mich verlassen kann. Also fresse ich was das Zeug hält....um es mal krass zu formulieren.
 

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Il Padre
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Beitrag von kapuczynski »

Dick sein, oder werden hat auch was mit mit den Genen zu tun. Ich kann zB. essen ohne Ende und nehme nicht zu.
 

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:evil: Parteivorsitzender AAR :evil:

Vereinsvorsitzender der Roten Panther

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Original von kapuczynski
Dick sein, oder werden hat auch was mit mit den Genen zu tun. Ich kann zB. essen ohne Ende und nehme nicht zu.
Kenne ich ;). Ich habe jetzt aber dank wenig Bewegung und viel Futtern ganze 5 Kilo zugenommen.
 

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