Original von Montgomery Scott
Gerade nicht, weil ich eben damit etwas demonstrieren wollte
Das hab ich schon verstanden, aber das wird er so nicht verstehen
Die Konsenstheorie der Wahrheit ist vorallem durch Leute wie Habermas und Apel und ich glaube auch Charles Taylor (nein, nicht der Typ aus Liberia

) entwickelt worden.
Ja das stimmt wohl, aber sie baut inhaltlich sehr stark auf die Korrespondenztheorie auf, die Wittgenstein mitentworfen hat.
Dass sie veraltet ist, würde ich auf keinen Fall sagen, auch wenn ich da nicht 100%ig drin bin.
Ich bin gerade sehr in Erkenntnistheorie und Bewusstseinsphilosophie drin weil ich die Chance nutzen muss bei einigen der weltweit fähigsten Leute auf diesem Gebiet studieren zu können, wer weiß wie lange so jemand Professor an einer Uni bleibt.
Ich würde die Konsenstheorie inhaltlich bei Korrespondenztheorie, Kohärenztheorie und Evidenztheorie einordnen, also bei den epistemischen Wahrheitstheorien und die haben alle ein entscheidendes Problem mit dem Wahrmacher. Hinzu kommt, dass die epistemischen Wahrheitstheorien und ebenso die Konsenstheorie wenn ich die Funktionsweise der Theorie richtig verstanden habe, voll im Agrippa-Trilemma hängen, im Rechtfertigungszirkel. Dass der Rechtfertigungszirkel mitunter so groß ist das man ihn nicht mehr überblicken kann, ändert nichts an der Tatsache, dass das dadurch entstandene Konstrukt keinerlei Verbindung mit der Realität aufweist. Versucht man das zu beheben endet man also entweder, wie immer, im infiniten Regress oder im Rechtfertigungsabbruch und beides ist logisch unzulässig. Das Agrippa-Trilemma ist eine zu große Nuss für die Konsenstheorie.
Zum Thema "Fiktion": Eine Fiktion ist etwas, das sich jemand ausgededacht hat. Ein wenig näher an eine sinnvolle Aussage über das Wesen der Realität kommt man vielleicht, wenn man "Fiktion" durch "Konstruktion" ersetzt, was gleichzeitig aussagekräftiger, realitätsnäher (ich weiß...) und offener ist.
Der Begriff ist besser ja, aber wir hatten ja die ganze Zeit schon "Fiktion" benutzt
