Lieber Mitbürgerinnen und Mitbürger,
die Wahl zum 29. Unionsparlament stehen unmittelbar vor der Türe. Noch haben Sie genügend Zeit über Ihre Wahlentscheidung nachzudenken. Sie können sich, wie bei jeder der vergangenen 28 Wahlen zwischen mehreren Parteien und Einzellisten entscheiden. Jede politische Richtung ist auch diesmal gegeben. Für jeden Wähler sollte wieder eine wählbare Partei oder Liste dabei sein. Gehen Sie deshalb zur Wahl, machen Sie von Ihrem verfassungsgemäßen Recht Gebrauch, Ihre Stimme der oder den Personen Ihres Vertrauens die Stimme zu geben.
Ich appeliere an Ihre Bereitschaft, Ihre Stimme abzugeben. Ihre Stimme für eine Demokratische Union der Gemeinschaft und nicht der Zwietracht oder dem Populismus. Bedenken Sie bei Ihrer Wahl, wer für Sie Ihre Interesse am besten vertreten wird. Lassen Sie sich nicht von emotionalen Redebeiträgen nach dem Motto "die Anderen sind noch schlechter wie wir" beeinflussen, sondern entscheiden Sie danach, wer die Demokratische Union wieder festigen kann. Wer zuverlässig seine Arbeit im Unionsparlament machen wird, wird sich sicherlich wieder schnell herausstellen.
Auch ich bin vor einigen Monaten angetreten, voller Elan und mit vielen Ideen. Die langwierigen, aber sehr erfolgreichen Koalitionsgespräche bestärkten mich in meiner Ansicht, dass es eine gute und aktive Legislaturperiode geben würde. Dass es dann doch anders kam, lag zum Einen sicherlich an mir selbst. Daran, dass ich mich von vielen Nicklichkeiten und Unwägbarkeiten abbringen liess, meine Ziele gemeinsam mit den Koalitionspartnern zu erreichen. Ich bin nicht angetreten, um dieses Land in Stillstand versinken zu lassen, sondern ich wollte die Ziele der Koalition verwirklichen.
Der allzu frühe Tod von Rex Marker, das unangekündigte und in keinster Weise vorher abgesprochene Ausscheren aus der Koalition von Frau Sewell, der unerwartete persäönlich bedingte Ausstieg von Herrn Sendler und die Situation um die Nachfolge von Herrn Marker, haben deutliche Spuren bei mir hinterlassen. Dazu noch die ständigen, überwiegend sehr persönlichen Angriffe, vielfach unter der Gürtellinie, auf meine Person. Die Angriffe galten hier ausschließlich meiner Person und nicht dem politischen Gegner im Kanzleramt.
All dies hat nicht nur an meiner Seele, meinem Ego gekratzt, sondern hat auch dem Ansehen der Demokratischen Union in der µWelt sehr geschadet. Wenn man mit aller gewalt einen Kanzler zu demontieren versucht, dann hat dies auch Auswirkungen auf das Ansehen der Nation innerhalb der Staatengemeinschaft. Und dies ist völlig unabhängig von der Person des Kanzlers, das gilt für jeden der dieses Amt inne hat.
Schon durch die Aktion des ehemaligen Unionspräsidenten Schneider mich als vorgeschlagenen Unionskanzler auf der Basis rein subjektiver Empfindungen abzulehnen, hat nicht nur meinen Ruf, sondern auch den Ruf der Nation erheblich geschadet. Die Skepsis, die mir danach in den anderen Nationen entgegengebracht wurde, konnte ich nie mehr ausräumen.
Damit dies künftig nicht mehr passiert, appeliere ich an Sie als Wähler noch einmal eindringlich. Überlegen Sie sich, wen Sie ins Unionsparlament wählen. Wählen Sie mit Bedacht die Personen, die sie für integer genug halten, Sie zu repräsentieren und nicht nur ihren Egoismus an den Tag legen.
Politiker, die nicht respektvoll mit ihrem (politischen) Gegenüber umgehen können, haben im Unionsparlament nichts verloren.
Ich wünsche Ihnen, liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger, eine kluge Hand beim Ankreuzen Ihrer Personen(en) des Vertrauens und ich wünsche der Demokratischen Union ein Regierung, die zusammenhält, die zu ihren Worten steht und Taten folgen lässt.
Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit.
Ihr Unionskanzler Joeli Veitayaki