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1. Oktober 1989:
Das "Neue Forum" in der DDR wurde vom Ministerium des Innern nicht als Vereinigung zugelassen. Daraufhin geben die Gründungsmitglieder des NF bekannt, dass Sie dagegen Beschwerde einlegen werden.
Noch geht es um Veränderung der DDR, nicht um Vereinigung mit der BRD
Für das Neue Forum sei die Wiedervereinigung kein Thema, "da wir von der Zweistaatlichkeit Deutschlands ausgehen und kein kapitalistisches Gesellschaftssystem anstreben. Wir wollen Veränderungen hier in der DDR".
Das "Neue Forum" in der DDR wurde vom Ministerium des Innern nicht als Vereinigung zugelassen. Daraufhin geben die Gründungsmitglieder des NF bekannt, dass Sie dagegen Beschwerde einlegen werden.
Noch geht es um Veränderung der DDR, nicht um Vereinigung mit der BRD
Für das Neue Forum sei die Wiedervereinigung kein Thema, "da wir von der Zweistaatlichkeit Deutschlands ausgehen und kein kapitalistisches Gesellschaftssystem anstreben. Wir wollen Veränderungen hier in der DDR".
Rafael van der Linden, Kellner im Café Sonderbar Manuri
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Gestern vor 20 Jahren ereignete sich auch schon einer DER Momente deutscher Nachkriegsgeschichte.
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Montag, der 2. Oktober 1989:
Wieder eine Montagsdemonstration in Leipzig. Bis zu 20.000 Menschen demonstrieren für Veränderung. Die Losungen lauten u.a. "Wir bleiben hier", womit der Staatsführung weitere Proteste bis zu deren Erfolg angekündigt werden sollen, "Gorbi, Gorbi"-Sprechchöre oder die Revolutionslosung "Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit".
Schließlich greift eine Kompanie der Volkspolizei mit Sonderausrüstung ein. Es kommt zu Verletzten und 20 sogenannten Zuführungen.
Wieder eine Montagsdemonstration in Leipzig. Bis zu 20.000 Menschen demonstrieren für Veränderung. Die Losungen lauten u.a. "Wir bleiben hier", womit der Staatsführung weitere Proteste bis zu deren Erfolg angekündigt werden sollen, "Gorbi, Gorbi"-Sprechchöre oder die Revolutionslosung "Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit".
Schließlich greift eine Kompanie der Volkspolizei mit Sonderausrüstung ein. Es kommt zu Verletzten und 20 sogenannten Zuführungen.
Rafael van der Linden, Kellner im Café Sonderbar Manuri
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3./4. Oktober 1989:
Die DDR schließt praktisch ihre Grenzen: Der visafreie Verkehr in die CSSR wird ausgesetzt. Einen Tag später wird auch der Transitverkehr nach Rumänien und Bulgarien untersagt.
Noch einmal dürfen etwa 7000 DDR-Bewohner, die erneut die BRD-Botschaft in Prag besetzt hatten, in verriegelten Sonderzügen in die Bundesrepublik ausreisen. In Dresden kommt es am Hauptbahnhof in der Nacht zum 5. Oktober zu Straßenschlachten zwischen Polizei und etwa 10.000 Menschen, die auch mit den Flüchtlingszügen mitfahren wollten.
Die DDR schließt praktisch ihre Grenzen: Der visafreie Verkehr in die CSSR wird ausgesetzt. Einen Tag später wird auch der Transitverkehr nach Rumänien und Bulgarien untersagt.
Noch einmal dürfen etwa 7000 DDR-Bewohner, die erneut die BRD-Botschaft in Prag besetzt hatten, in verriegelten Sonderzügen in die Bundesrepublik ausreisen. In Dresden kommt es am Hauptbahnhof in der Nacht zum 5. Oktober zu Straßenschlachten zwischen Polizei und etwa 10.000 Menschen, die auch mit den Flüchtlingszügen mitfahren wollten.
Rafael van der Linden, Kellner im Café Sonderbar Manuri
Haudegen
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9. Oktober 1989:
Im Anschluss an den montäglichen Friedensgottesdienst in der Nikolaikirche versammeln sich etwa 70 000 Menschen, um unter dem Motto »Wir sind das Volk« für Demokratie und eine Umgestaltung der DDR zu demonstrieren. Die Sicherheitskräfte, die in großer Zahl schon seit dem frühen Nachmittag an zentralen Punkten postiert sind, greifen nicht in das Geschehen ein. Die Behörden versuchen die Demonstranten als »Rowdys und Randalierer« abzutun und sprechen von »ungesetzlichen Zusammenrottungen«.
Im Anschluss an den montäglichen Friedensgottesdienst in der Nikolaikirche versammeln sich etwa 70 000 Menschen, um unter dem Motto »Wir sind das Volk« für Demokratie und eine Umgestaltung der DDR zu demonstrieren. Die Sicherheitskräfte, die in großer Zahl schon seit dem frühen Nachmittag an zentralen Punkten postiert sind, greifen nicht in das Geschehen ein. Die Behörden versuchen die Demonstranten als »Rowdys und Randalierer« abzutun und sprechen von »ungesetzlichen Zusammenrottungen«.
Carmen von Hohenburg-Lohe
Kaiserin von Dreibürgen
Vorsitzende des MicroKulturavereins
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