Original von pjotr
Darf man jetzt nicht mehr erwarten, dass ein zukünftiger Außenminister auf die Fragen von ausländischen Journalisten antwortet?
Oh, darf man nicht mehr erwarten als billiges instrumentalisieren einer absolut gerechtfertigten und in jedem anderen Land selbstverständlichen Aufforderung?
Westerwelle hat
1. nicht als Außenminister geantwortet, sondern als Parteichef einer deutschen Partei auf einer in Deutschland stattfindenden Pressekonferenz nach der deutschen Bundestagswahl.
2. auf Fragen von aus- und inländischen Journalisten gleichermaßen geantwortet. Die anderen ausländischen Journalisten (z.B. eine ukrainischen Journalistin) haben es auch hingekriegt, auf deutsch zu fragen.
Das albernste daran ist, dass der BBC-Reporter bei der deutschen Antwort von Westerwelle dann genickt hat und diese anscheinend gut verstanden hat. Er ist aber halt einfach davon ausgegangen, dass der doofe Deutsche schon brav auf Englisch antworten wird.
Es ist substanzlose billige Propaganda, hier so zu tun, als ob:
Westerwelle kein Englisch könnte,
Westerwelle keine Fragen von Ausländern beantworten wollte,
Der gute Deutsche: "Wie kann er denn dann Außenminister werden, wenn er nicht mal den Kotau vor einem arroganten britischen Journalisten hinkriegt?"
Bla bla, das ist kalter Kaffee.
Zuletzt geändert von Rafael van der Linden am Mi 30. Sep 2009, 12:58, insgesamt 1-mal geändert.