
Tradition und Reform – Jagonburg für Imperia
Meine sehr verehrten Damen und Herren, liebe Freunde!
Seit einiger Zeit schon, trage ich mich mit dem Gedanken mehr Verantwortung für Imperia zu übernehmen, als ich es in der Vergangenheit getan habe. Manche mögen vielleicht sagen, dass meine Kandidatur dazu dient dem Namen meiner Familie wieder bekannter zu machen. Ich würde viel eher sagen, dass meine Herkunft in mir den ehrlichen und aufrichtigen Wunsch entfacht hat, Imperia zu dienen und meinen Teil für Imperia zu tun, so wie es schon immer der Bestandteil meiner Erziehung war. Und ich sage ihnen ganz ehrlich, liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger, wenn ich keinen Plan und keine Ideen hätte, wie man Imperia aus seiner derzeitigen Strukturkrise herausführen könnte, dann würde ich auch nicht kandidieren. Ich will damit nicht sagen dass der Fünf-Punkte-Plan von Herrn McBryan schlecht ist und ich will auch nicht sagen, dass Herr McBryan nicht die nötige Kompetenz hätte um Imperia als Imperialkanzler zu dienen. Es ist jedoch meine feste Überzeugung, dass ich den besseren Plan habe und der bessere Mann bin um ihn umzusetzen. Diesen Plan möchte ich ihnen heute vorstellen.
Politische Absichten und Allgemeines
Seit langem schon krankt Imperia an recht häufig wechselnden Regierungschefs, von denen einige die volle Amtszeit aus verschiedensten Gründen nicht ausschöpfen konnten und deren Pläne und Absichten somit auf der Strecke blieben – eben so wie das imperianische Volk und unser gesamtes Staatswesen in dieser Zeit. Die darauf folgenden häufigen Wahlen und unklaren Mehrheit, haben die Lage nicht verbessert sondern eher noch verschlechtert. Es ist an der Zeit, dass Imperia wieder eine konstante Politik erfährt, unter durchgehender Aktivität und unter Einbindung aller Kräfte die bereit sind in Imperia politische Verantwortung zu übernehmen – unabhängig von ihrer Couleur. Imperia kann es sich nicht leisten sich in programmatischen oder ideologischen Auseinandersetzungen aufzureiben, denn es ist eine pragmatische Politik des Anpackens aller gesellschaftlichen Schichten nötig um Imperia im Innern und gegenüber der Union zu stabilisieren. Im Falle meines Wahlsieges garantiere ich eine kontinuierliche politische Arbeit über die gesamte Amtsperiode hinweg unter Berücksichtigung aller Gruppierungen oder Einzelpersonen die ihren Teil für Imperia leisten wollen. Ich garantiere ebenfalls eine ordentliche Vertretung der Republik Imperia im Unionsrat, die die imperianischen Interessen auf Unionsebene angemessen zum Ausdruck bringt. Es kommt hinzu dass ich mit absoluter Sicherheit für die nächste Amtsperiode keinerlei Ambitionen habe die über Imperia hinaus gehen – ich werde mich nicht in die Unionspolitik verabschieden, sondern meine Arbeit für Imperia und ausschließlich für die Leute in Imperia, gewissenhaft ausüben.
Zudem liegen bereits Gesetze in meiner Schublade, welche die lange aufgeschobene Reform des Bildungssystems endlich angehen und umfassende Bildungsmöglichkeit für alle Schichten unserer Gesellschaft unabhängig ihrer finanziellen, sozialen oder ethnischen Herkunft sicherstellen wird. Dazu zu späterem Zeitpunkt noch mehr.
Außerdem plane ich eine tiefgreifende Reform der Verkehrspolitik in Imperia, die unter Anderem eine LKW-Maut umfassend wird.
Der imperianische Haushalt braucht ebenfalls eine Grundüberholung und muss endlich auf sichere Füße gestellt werden. Dieses Themas werde ich mich im Falle meines Wahlsieges ebenfalls annehmen. Die imperianische Wirtschaft muss verstärkt werden und es ist nötig auch ausländische Firmen in unser Land zu holen um mehr Arbeitsplätze zur Verfügung stellen zu können um das Wachstum der gesamten imperianischen Wirtschaft sicherzustellen. Hierzu plane ich in den kommenden Wochen eine Investorenkonferenz mit verschieden inländischen und ausländischen Unternehmen, zu denen bereits ein fester Kontakt besteht, um den Wirtschaftsstandort Imperia attraktiver zu machen. Hierzu ist eine ordentliche Außendarstellung nötig. Womit wir bei meinem nächsten Punkt angelangt wären.
Außendarstellung
Um Imperia nicht nur für Wirtschaftsunternehmen, sondern auch für Neubürger und Touristen attraktiv zu machen sind zwei Dinge nötig: Eine grafische und inhaltliche Verbesserung der imperianischen Landeshomepage, die dringend aktualisiert und auch grafisch auf den neusten Stand gebracht werden muss. Es muss allgemein in Imperia grafisch aufgerüstet werden und ein einheitliches Corporate Design für die Republik erstellt werden, so zum Beispiel was die Verwendung von Flagge und Wappen angeht, sowie die Erstellung von Amtsgrafiken und Siegeln, sowie Stempeln. Bereits bestehende Grafiken sollen gesammelt und katalogisiert werden, fehlende Grafiken müssen auf hochwertigem Niveau erstellt werden. Hierzu stehe ich bereits mit Grafikdienstleistern im In- und Ausland in Verbindung um im Falle eines Wahlsieges die grafischen Instandhaltungsarbeiten schnellstmöglich durchführen zu können. In diesem Zusammenhang ist auch eine groß angelegte und grafisch auf hohem Niveau angesiedelte Werbekampagne für die Republik Imperia in der Union und im Ausland geplant, die Imperia, sowohl für Touristen, als auch Unternehmen und Neubürger interessanter machen soll. Eine konsequente Vertretung der Republik bei kulturellen Veranstaltungen wie der vEXPO ist ebenso fest eingeplant.
Für die Außendarstellung ist auch eine lückenlose und gut durchdachte Ausgestaltung sehr wichtig. Die Kartographie der Republik Imperia liegt trotz guter Zwischenergebnisse wieder seit langer Zeit brach und bedarf eines neuen Anstoßes, den zu geben ich vorbereitet bin. Es muss endlich eine grafisch hochwertige und vollständige, in eine Gesamtkarte gut eingefügte Karte der Republik Imperia geben.
Daneben ist auch das Vorantreiben der Geschichtsforschung sehr wichtig, denn auch hier wurde viel zu lange, viel zu wenig getan. Es ist die Mitarbeit aller Adelsfamilien und auch aller anderen geschichtlich interessierter Imperianer vonnöten um endlich eine ordentliche und durchdachte geschichtliche Darstellung Imperias fertigzustellen. Ich plane auch, die ehemals zu Imperia gehörenden Unionsländer Roldem, Freistein und die westlichen Inseln einzuladen an einer gemeinsamen geschichtlichen Ausgestaltung zu forschen und konsequent auf verwertbare Ergebnisse hinzuarbeiten.
Aussöhnung
Auch in anderen Bereichen liegt in Imperia einiges im Argen. Die Oktobersezession ist mittlerweile fast zwei Jahre her, die Wunden die zu dieser Zeit auf beiden Seiten geschlagen wurden, sind jedoch immer noch nicht verheilt. Von vielen Seiten gibt es Vorbehalte gegen imperianische oder ehemals imperianische Adelsfamilien oder andere Bestandteile der alten „Eliten“ des Kaiserreiches und andererseits beklagt man bei eben diesen, dass die imperianischen Traditionen einer blinden Reformwut geopfert werden und Imperia so zu einem Land wie jedem anderen wird, das nichts Besonderes mehr hat. Die Bedenken beider Seiten kann ich gut verstehen. Denn beide Seiten haben viel Richtiges bei ihren Argumenten. Die an der Sezession beteiligten Personen, Gruppierungen oder Familien haben den falschen Weg gewählt, denn Gewalt kann niemals die gesellschaftlichen oder politischen Probleme eines Landes oder eines Teils der Gesellschaft lösen und wo immer wir diese Probleme lösen wollen, müssen wir den demokratischen Weg wählen. Die Sezessionisten haben einen anderen Weg gewählt und das ist ihr Fehler. Aber ich halte den Sezessionisten zu Gute, dass sie aus Liebe zu Imperia gehandelt haben und in der Überzeugung das Richtige zu tun. Ebenso wie deren Gegner ebenfalls aus Liebe zu Imperia darum bemüht waren die demokratischen Errungenschaften Imperias innerhalb der Demokratischen Union zu bewahren. Doch auch hierbei muss Maß gehalten werden und die lieb gewonnenen und verwurzelten imperianischen Traditionen dürfen nicht zum Ausverkauf stehen. An den Traditionen sollte man nicht rütteln, wo es nicht aus reformistischer Sicht nötig ist. Und dennoch müssen sich auch die Traditionen und Werte der Diskussion stellen und ihre Bedeutung darin unter Beweis stellen. Doch um diese Diskussion zu führen und die Republik Imperia voranzubringen sind beide Lager nötig und von beiden Seiten müssen Impulse kommen, um Imperia als Ganzes zu stärken. Deswegen will ich beiden Parteien die Hände reichen, mit der ehrlichen Absicht zum Wohle der Republik Imperia zusammenzuarbeiten. Wir müssen zusammen arbeiten, für ein demokratisches, traditionsbewusstes, modernes und weltoffenes Imperia, das fest in der demokratischen Union verankert ist.
Neues imperianisches Sendungsbewusstsein
Imperia war schon immer ein Land mit einer ganz eigenen und außergewöhnlichen Kultur und auch ein Land, dass seine Kultur in die Welt hinaus getragen hat – zwar zum Teil auch mit Mitteln über die sich diskutieren lässt – aber alles in allem war Imperia immer ein Land mit großer Freiheit für Kulturschaffende, mit viel Platz für andere Kulturen und der Fähigkeit pluralistische Strömungen innerhalb von Kunst und Wissenschaft zuzulassen. Imperia braucht ein neues imperianisches Sendungsbewusstein, erfüllt von einer demokratischen Grundüberzeugung als integraler Bestandteil der Demokratischen Union. Es ist dringend nötig das Bildungssystem zu reformieren und den Zugang zu Bildungsstätten und privaten Bildungsmöglichkeiten und –einrichtungen für alle Bevölkerungsschichten zu verbessern. Auch die Förderung von Austauschprogrammen und das erlernen von Sprachen müssen gefördert werden. Wir müssen die imperianischen Universitäten besser unterstützen und bewerben und imperianische Wissenschaftler, Kulturschaffende und Künstler wo wir können unter die Arme greifen und ihnen Möglichkeiten eröffnen auf dem bestmöglichen Niveau arbeiten zu können. Hierzu werden wir auch Geld in die Hand nehmen, aber ich bin mir sicher, dass es sich auszahlt. Die Eröffnung neuer kultureller Einrichtung, sowie den Ausbau bereits bestehender kultureller Projekte und den Zugang zu diesen, sowie die Werbung für Theater, Opernspielhäuser, Kunstausstellungen und neuer Projekte ist ein sehr wichtiger Punkt auf meiner Agenda und ich werde mich bemühen im Falle meines Wahlsieges die größtmöglichen Fortschritte in diesem Bereich erzielen zu können.
Meine Damen und Herren, mein Programm ist ehrgeizig und meine Vorhaben sind umfassend. Und ich gestehe auch ein, dass ich Hilfe brauchen werde um sie umzusetzen. Doch ich bin gerne bereit mit allen demokratischen, politischen Kräften in Imperia zusammenzuarbeiten um diese Hilfe zu erreichen. Also helfen auch Sie mir, geben Sie mir in der Wahl zum Imperialkanzler ihre Stimme und ich werde mein Bestes für Imperia geben!
Vielen Dank.

