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Original von Rafael van der Linden

Genau, wie ich sagte. Der Job war also noch zu haben. Warum andere das Arbeitsangebot abgelehnt haben spielt dabei erst mal keine Rolle.

Angebot des Arbeitgebers: 7 Euro/Stunde

Arbeitnehmer erwartet: 9 Euro/Stunde

Adäquater Lohn? -> Für den Arbeitgeber 7 und für den Arbeitnehmer 9 Euro. Es gibt keine Objektivität in subjektiven Gehalts und Lohnvorstellungen.
Für den Arbeitgeber gibt es aber eben die Wirtschaftlichkeit, also in dem Fall: Zu welchem Preis der Arbeit kann damit noch ein Mehrwert erwirtschaftet werden.
Du ignorierst, das damit wieder Löhne gedrückt werden. Ich halte das nicht für ein legitimes Ansinnen.
 

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Kathryn Janeway-Palm
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Damian Fuller
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Original von Kathryn Janeway

Weshalb macht das Sinn? Ich sage es mal brutal: Warum müssen wir uns neben eigenen Problemen noch die Probleme einer Region aufhalsen, die irgendwo zwischen Steinzeit und Eisenzeit stecken geblieben ist?
Es gibt keine "eigenen" Probleme. Das hängt immer zusammen. Jeder Teil der Erde hat Verantwortung für das Schicksal des anderen. Im Übrigen: Du sagst es nicht nur "mal brutal", diese Denkweise ist brutal. Es ist ein selbstverständliches Gebot der Humanität, dass die Starken den Schwachen helfen.
Also sollte eine Europäische Union deiner Meinung nach nicht auf Europa begrenzt bleiben? Warum dann nicht auch noch Iran oder Kongo aufnehmen, wenn sie die Kriterien erfüllen?
Die EU ist eine regionale Vereinigung auf kontinentalem Maßstab. Natürlich macht es Sinn, dass etwa in Asien eine Asiatische Union und in Afrika eine Afrikanische Union eine vergleichbare Rolle erfüllt. Europas Grenzen sind aber geografisch nicht präzise definierbar. Objektiv gibt es keinen Grund, die Türkei auszuschließen.
Womit?
[/QUOTE]

Mit türkischen Arbeitskräften, die den ohnehin angekratzten Arbeitsmarkt Westeuropas noch weiter belasten würden.[/quote]
Ein Grund mehr, schnellstens für einen Strukturwandel in der Türkei zu sorgen.
 

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Es gibt keine "eigenen" Probleme. Das hängt immer zusammen. Jeder Teil der Erde hat Verantwortung für das Schicksal des anderen. Im Übrigen: Du sagst es nicht nur "mal brutal", diese Denkweise ist brutal. Es ist ein selbstverständliches Gebot der Humanität, dass die Starken den Schwachen helfen.
Hilfe zur Selbsthilfe, ja. Aber man kann doch nicht einigen Jahren das aufholen, was die Leute dort an die 1000 - 2000 Jahre verpasst haben.
Die EU ist eine regionale Vereinigung auf kontinentalem Maßstab. Natürlich macht es Sinn, dass etwa in Asien eine Asiatische Union und in Afrika eine Afrikanische Union eine vergleichbare Rolle erfüllt. Europas Grenzen sind aber geografisch nicht präzise definierbar. Objektiv gibt es keinen Grund, die Türkei auszuschließen.
Geographisch wird die Türkei zu 97 % zu Asien gerechnet. Objektiv ist das ein Grund, die Türkei auszuschließen. Dazu kommen die religiöse und kulturelle Inkompatiblität. Oder möchtest du, das am Ende ein AKP-Ministerpräsident über unsere Geschicke mitbestimmen darf?
Ein Grund mehr, schnellstens für einen Strukturwandel in der Türkei zu sorgen.
Wie soll das gehen? In vielen anatolischen Dörfern gibt es noch nicht mal Strom oder Wasser. Da ist noch nicht mal das 18. Jahrhundert angekommen.
 

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Kathryn Janeway-Palm
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Original von Rafael van der Linden

Bei der übers Knie gebrochenen Hartz-Einführung gabs etliche Fehler und Experimente. Da sieht sogar die böse FDP Handlungs- und Reformbedarf.
Ja, die will eine riesen Verwaltungsreform durchführen, um Kosten zu reduzieren. Was den Umgang mit Arbeitslosen angeht, wäre mir da wenig bekannt.
Nach Neigung und Eignung? Das klingt aber stark nach Marx. ;)
Ich weiß nicht wie ich das verstehen soll aber das ist der ursprüngliche Grundsatz der Ausbildungsförderung und steht bis heute etwa so am Anfang des Bafög.
Da sprechen halt auch einige Dinge dagegen, ökonomisch und auch sozial. Mindestlohn hört sich gerecht und moralisch gut an. Wenn er aber Arbeitsplätze kostet, den Einstieg in den ersten Arbeitsmarkt für manche Gruppen - denen er eigentlich helfen soll - deutlich erschwert, ist er meiner Meinung nach nicht mehr sinnvoll.
Der Mindestlohn hat Vorteile für diejenigen, die Arbeit haben und ihn bekommen - aber eben so lange sie Arbeit haben. Für Arbeitslose, besonders weniger qualifizerte, und Berufseinsteiger erschwert er dagegen vermutlich noch zusätzlich den Einstieg in reguläre Arbeit.
Die aktuelle "Aufstocker"-Praxis vernichtet nachweislich sozialversicherungspflichtige Arbeitsplätze. Warum nicht mal das Alternativmodell ausprobieren?
Nein, man muss weder das eine noch das andere akzeptiere. Gott sei Dank haben wir relativ große Meinungsfreiheit.
Behaupten aber auch die wenigsten, dass man den Wohlstand nur dadurch sichern könne.
Die "neoliberalen" Forderungen gehen eher nach Abschaffung von Subventionen, effizienterer Verwaltung, weniger Regulierung und einem einfacheren Steuersystem. Und diese Forderungen sind oft gar nicht so schlecht. Könnte vielleicht mehr Geld übrig bleiben:
- Beim Bürger, für den sich Leistung und Vermögensbildung lohnt
- Bei den Unternehmen, die es wirtschaftlich sinnvoll investieren können
- Beim Staat, der nicht Strukturkonservativismus, sondern Bildung, Forschung und bürgernahe soziale Dienstleistungen finanzieren könnte.
Dass deutschen Großunternehmen durch hohe Steuerbelastungen das Kleingeld für Investitionen fehle, hat sich wohl Dieter Hundt auf dem Klo vor der Anne-Will-Aufzeichnung ausgedacht. Der Mittelstand muss gefördert werden, dass findet sich sogar im Programm der Linken. Die Abschaffung der kalten Progression ist ebenfalls ursprünglich eine Forderung der Linken, dass haben sich Merkel und Westerwelle erst für diesen Wahlkampf abgeschrieben. Ein einfaches Steuersystem hört sich immer toll an, unter dem Strich gibt es aber Gründe dafür, warum das deutsche Steuersystem so ist, wie es ist. Vereinfachungen nach dem Merz-Schema würde zuerst mal den Wegfall von "Rabatten" für überdurchschnittlich belastete Arbeitnehmer wie Pendler bedeuten. Die werden sich dann für die einfachere Steuererklärung herzlich bedanken. Ein ganz cleveres Ding ist natürlich auch das "Stufenmodell" der FDP, dass Spitzenverdiener um ein vielfaches mehr entlastet als den Mittelstand und nebenher noch soviele Einnahmeausfälle einbringen würde, dass die staatlichen Leistungen, von denen wiederum vorallem der untere Teil der Einkommensskala profitiert, massiv sinken müssten.
So weit auseinander sind wirtschaftsförderliche Rahmenbedingungen und eine nachhaltig finanzierte soziale Leistungsfähigkeit des Staates nicht.
Genau meine Meinung ;)
 

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Original von Kathryn Janeway
Hilfe zur Selbsthilfe, ja.
Genau das macht die EU. Deren Entwicklungskonzepte zielen ja mitnichten darauf ab, Transferzahlungen zu zementieren.
Geographisch wird die Türkei zu 97 % zu Asien gerechnet. Objektiv ist das ein Grund, die Türkei auszuschließen.
Nein, das haben sich die Kartenzeichner des europäischen Adels so zurechtgelegt. Es gibt keine objektive Grenze zwischen Europa und Asien.
Dazu kommen die religiöse und kulturelle Inkompatiblität.
Kulturen sind nie inkompatibel. Religionen sind mir allesamt gleich fremd.
Oder möchtest du, das am Ende ein AKP-Ministerpräsident über unsere Geschicke mitbestimmen darf?
Wenn ich mir die Figuren an der Spitze europäischer Staaten so anschaue, hätten wir nach diesem Grundsatz die EU schon lange verlassen müssen.
Wie soll das gehen? In vielen anatolischen Dörfern gibt es noch nicht mal Strom oder Wasser. Da ist noch nicht mal das 18. Jahrhundert angekommen.
Für so einen Kulturschock musst Du nur eine Stunde mit dem Auto nach Polen reinfahren. Ok, da haben die Leute Strom, aber die gehen auch noch hinters Haus aufs Plumpsklo. Und das ist geografisch mitten in Europa.
 

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Beitrag von pjotr »

Original von Kathryn Janeway

Wieviele Arbeitsplätze davon werden von amerikanischen, japanischen, französischen, britischen, niederländischen und was weiß ich noch alles für Firmen bereit gestellt und wieviele von Türken?
Diese Zahl kann ich dir ebensowenig nennen, wie du mir die Zahl der von "Türken" weggenommenen deutschen Arbeitsplätze
 

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Beitrag von pjotr »

Original von Kathryn Janeway

Hilfe zur Selbsthilfe, ja. Aber man kann doch nicht einigen Jahren das aufholen, was die Leute dort an die 1000 - 2000 Jahre verpasst haben.
Du missachtest aber, WER davon vor 1000 Jahren noch die rückständige Kultur war...
Geographisch wird die Türkei zu 97 % zu Asien gerechnet. Objektiv ist das ein Grund, die Türkei auszuschließen.
Wollen wir Territorien oder nicht vor allem die Bevölkerung der Türkei aufnehmen?
Oder willst du das Territorium aufgrund einer "anderen Mentalität" ausschließen? :rolleyes:
Dazu kommen die religiöse und kulturelle Inkompatiblität. Oder möchtest du, das am Ende ein AKP-Ministerpräsident über unsere Geschicke mitbestimmen darf?
Noch viel weniger möchte ich, dass eine CSU-Agrarministerin da mitbestimmt. Ein Grund Bayern aus der EU auszuschließen?
Wie soll das gehen? In vielen anatolischen Dörfern gibt es noch nicht mal Strom oder Wasser. Da ist noch nicht mal das 18. Jahrhundert angekommen.
Das is doch ein Argument für die Aufnahme...
In vielen niederbayerischen Dörfern gibt es auch noch keinen Kanalanschluss, keine schnelle Telefonleitung und keinen Handyempfang.
 

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RA Prof. Prof. Pjotr Jerkov
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Mein Ergebnis beim Parteien-Vergleichstest von bürgerrechte-wählen.de

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Die Fragen sind wirklich etwas pauschal und daher manche schwierig mit einem klaren Ja oder Nein zu beantworten. Aber gute Idee so Wahlomaten und Informationen über die Positionen der Parteien in konkreten Bereichen.
 

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Ich sehe schon, es lohnt sich da nicht zu debattieren. Gegen Ideologie kann ich nichts ausrichten und das will ich auch nicht.
 

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Kathryn Janeway-Palm
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