Antworten
Beiträge: 1599
Registriert: Mo 9. Jul 2007, 22:48
Vorgestern war ich ziemlich blau, bin ich jetzt auch eine Rasse?
 

POSTREACT(ions) SUMMARY

Bild
S.M. Heinrich Julius I. von Jagonburg
Kaiser von Imperia, Herzog von Jal-Pur,
Fürst von Mixoxa, Fidei Defensor
König
Beiträge: 1369
Registriert: Mi 10. Jun 2009, 16:33
Benutzeravatar
König

Beitrag von Hans Sack »

Wenn es keinen Schwarzen Ahnen in der Familie gab, ist es absolut Unmöglich das Zwei Hellhäutige Menschen ein Schwarzes Kind bekommen. Es werden stets die Erbanlagen der Eltern weitergegeben, wenn es keinen Menschen mit Afrikanischen Körperbau und Schwarzer Hautfarbe in der Familie gab und auch die Eltern diese Merkmale nicht haben, ist es Definitiv Unmöglich diese nicht vorhandenen Merkmale weiter zu geben und somit ist es Unmöglich ein Schwarzes Kind zu bekommen.
 

POSTREACT(ions) SUMMARY

Ich bin Legastheniker und bitte um Verständnis.

Ministerpräsident des Freistaates Freistein.

Bekennender:
Exentriker
Foren Gott
Beiträge: 4333
Registriert: Mi 9. Mai 2007, 00:28
Ich find diese Diskussion lustig. Die Linken erheben den Menschen als höheres Wesen über das Tier und sehen den Menschen als mehr wert an als die anderen Lebewesen. Deswegen darf man das Menschentier nicht in Kategorien einteilen.

Gleichzeitig wird aus politisch gewollten Moralitäten eine rein naturwissenschaftliche Diskussion als geradezu verbrecherisch mit irgendwelchen spinnerten Rassenforschungen gleichgesetzt. Irgendwie erinnern mich einige Kollegen gefährlich an Evangelikale, die den Kreationismus forcieren. Und damit meine ich unsere linken Diskussionsteilnehmer.
 

POSTREACT(ions) SUMMARY

Routinier
Beiträge: 504
Registriert: Fr 29. Mai 2009, 01:09
Benutzeravatar
Routinier

Beitrag von Sven Wenzel »

Original von Michael Schneider
Ich find diese Diskussion lustig. Die Linken erheben den Menschen als höheres Wesen über das Tier und sehen den Menschen als mehr wert an als die anderen Lebewesen. Deswegen darf man das Menschentier nicht in Kategorien einteilen.

Gleichzeitig wird aus politisch gewollten Moralitäten eine rein naturwissenschaftliche Diskussion als geradezu verbrecherisch mit irgendwelchen spinnerten Rassenforschungen gleichgesetzt. Irgendwie erinnern mich einige Kollegen gefährlich an Evangelikale, die den Kreationismus forcieren. Und damit meine ich unsere linken Diskussionsteilnehmer.
Ich verwehre mich dagegen, nur weil ich gegen die Rassentheorie bin, links zu sein.

Ich verweise hier auf folgenden Link

Daraus nur ein paar Ausschnitte:

"Trotz erheblich erscheinender morphologischer Unterschiede sind die genetischen Distanzen zwischen den geographischen Populationen des Menschen gering. Sichtbare Unterschiede zwischen Menschen täuschen uns über genetische Differenzen. Einige wenige Merkmale überbewerten wir nur aus dem Grunde, weil sie besonders auffallen. Der "Typus" ist ein schlechter Wegweiser zu genetischen Distanzen: Zwischen (morphologisch fast nicht zu unterscheidenden) west- und zentralafrikanischen Unterarten des Schimpansen sind sie zum Beispiel etwa zehn Mal so groß wie zwischen menschlichen Populationen (z.B. Afrikaner und Europäer)."

"Der größte Anteil der genetischen Unterschiede zwischen Menschen befindet sich nicht zwischen, sondern innerhalb der geographischen Populationen. Mindestens 90 % der genetischen Unterschiede befinden sich innerhalb lokaler oder eng benachbarter Populationen, die Unterschiede zwischen den geographischen Gruppen umfassen höchstens 10% der genetischen Verschiedenheit."

"Die Pigmentierungsgrade der Haut korrelieren in verschiedenen Regionen der Erde mit der UV-Strahlung. Die Tönung der Haut ist durch Selektion unabhängig in mehreren Regionen der Erde gleichzeitig herausgebildet worden und gibt daher keine nähere Verwandtschaft zwischen den Populationen an. Obwohl selbst typologisch arbeitende Anthropologen heute die Pigmentierung der Haut daher für ein ganz ungeeignetes Merkmal zur Klassifizierung halten, beziehen sich die meisten Rassenklassifikationen nach wie vor auf Hautfarben."

"Zunächst ist festzustellen, daß der Terminus "Rasse" in der Zoologie weitestgehend obsolet ist. Der einzige Objektbereich, in dem "Rasse" als Fachwort angewendet wird, sind die Zuchtformen der Haustiere. Bei diesen liegen tatsächlich "zoologische Formengruppen" vor, die typologisch nach "Rassekriterien" zu beschreiben sind. Die Haustierrassen sind jedoch durch gezielte Auslese und Isolation vom Menschen auf jeweils einen Typ hin enggezüchtet worden. Insofern wurden hier vom Menschen selbst "Typen" erst geschaffen, wie sie Rassenkundier beim Menschen als Naturzüchtung zu erkennen glauben."

"Beim Menschen ist die Vielfalt innerhalb und zwischen den Populationen so komplex, daß es unzweckmäßig ist, diese Art zoologisch weiter zu untergliedern. Dieser Befund gilt nicht exklusiv für den Menschen, sondern auch für manche andere Tierart. Für die Untergliederung einer biologischen Art ist jedoch allein wichtig, daß deren geographische Differenzierung damit angemessen beschrieben wird. Das eben ist mit dem Rassenkonzept beim Menschen nicht möglich. Das Verwerfen des Menschenrassen-Konzepts hat also mit dem Postulat einer Sonderstellung des Menschen nichts zu tun. Es ist einfach untauglich, die genetische Verschiedenheit der Menschen in ihrer individuellen und geographischen Vielfalt angemessen zu erfassen."

"Wer weiterhin naturwissenschaftlich von Rassen des Menschen sprechen will, muß erklären, in welchem Sinne dies sachgemäß und auch im Lichte der geschichtlichen Wirkungen des Konzepts gerechtfertigt sein könnte. Hinter dieser Forderung lauert kein Denkverbot, sondern das Gebot, Denkgewohnheiten zu hinterfragen und Konzepte auch hinsichtlich ihrer ethischen Implikationen zu reflektieren. Wissenschaftler sind nicht nur verantwortlich für das handeln, sondern auch für das Denken, das sie nahelegen oder anstiften." [Hervorhebung von mir]

Wie gesagt, man kann dem folgen. Ich zwinge aber niemanden dies zu tun. Denn wie der Schreiber sagt, ist das mehr ein Denkanstoß als ein Denkverbot.
 

POSTREACT(ions) SUMMARY

Grünschnabel
Beiträge: 934
Registriert: So 18. Mär 2007, 17:49
Benutzeravatar
Grünschnabel

Beitrag von Lady Enigma »

Hat was wahres. Es ist doch so, daß diese ganzen Änderungen und Begriffsumdeutungen in den Wissenschaften zu einem Gutteil deshalb erfolgt sind, weil man diesen Leuten die Deutungshoheit über die Sprache faktisch kampflos überlassen hat. Und man hat den Fehler gemacht, die Auseinandersetzung nach deren "moralischen" Grundsätzen zu führen. Nach ihrem Moralverständnis eben. Leider hat sich keiner getraut , denen mal zu sagen, daß sie sich nicht um einen Deut von den Hitlerjungen unterscheiden, die 45 noch für den Endsieg gekämpft haben.
Ist ja auch schwer, gerade in Deutschland. Dieses Gesindel hat die Meinungshoheit, jedes Gegenargument wird mit der Nazikeule angegangen.
Dabei sind diese Typen genau wie das kahlgeschorene Spiegelbild nichts als arme Würstchen, die eigenes Denken durch Ideologie und Ersatzreligionen aller Art vermeiden.
 

POSTREACT(ions) SUMMARY

Bild

Der gebildete Mensch hat die Pflicht, intolerant zu sein
Nicolas Gomez Davila
Beiträge: 694
Registriert: Fr 1. Mai 2009, 11:01
Der Mensch ist kein Höheres Wesen, aber wie gesagt seit 1961 teilt man auch die Tiere nicht mehr in Varietäten ein, der Stand vor 1961 bei den Varietäten des Menschen war:

Khoisan (Homo sapiens sapiens capoid/Südafrika)
Negride (Homo sapiens sapiens negroid/Afrika)
Aboriginies (Homo sapiens sapiens australoid/Australien)
Mongolide (Homo sapiens sapiens mongoloid/Asien und Amerika)
Kaukaside (Homo sapiens sapiens caucasoid/Europa)

selbst wenn die Varietäten heute noch existieren würden, wäre diese Einteilung heute nicht mehr haltbar, heute würde man den modernen Jetztmenschen wohl in folgende Varietäten einteilen:

Khoisan (Homo sapiens sapiens capoid/Südwestafrika)
Kongosaharide (Homo sapiens sapiens congosaharoid/Afrika südlich 15 nördlicher Breite)
Indopazifide (Homo sapiens sapiens indopazifoid/Australien und Neuguinea)
Austro-Denekaukaside (homo sapiens sapiens austrodenecaucasoide/Ostasien,Kaukasus und Amerika)
Nostratide (homo sapiens sapiens nostratoid/Europa, Westasien und Nordafrika)

Aber das ist eh nur theoretisch, da die Varietäten 1961 abgeschafft wurden.
 

POSTREACT(ions) SUMMARY

Shanti

Kasturbai Gyasto
Mitgl. d. UP der VL & OB'm. Thingsala
V.'pres. & Pr. Min. Atraverdo
VR Soziales, Umwelt & Sport Tir Na nÒg

P.S.:

Sag Nein zu Nationalismus,
sag nein zu Bürokratie und Jurawahn,

damit Du Dich hinterher nicht übergibst.
Routinier
Beiträge: 826
Registriert: Sa 4. Apr 2009, 20:52
Es zeigt sich eben aber doch, dass es zwischen genetische Unterschiede gibt, die über das rein individuelle hinausgehen. Auch zwischen Menschen und Schimpansen besteht der genetische Unterschied in wenigen Prozent, dennoch sind es sogar verschiedene Arten. Man muss vielleicht das Rassekonzept überdenken und hinterfragen, man sollte aber vorsichtig sein, wenn man hier mit geschichtlichen und ethischen Konzepten arbeitet. Denn genau das ist das Problem: Ein eben nicht einheitliches Menschsein wird zurückgewiesen, weil früher mal mit der Vermengung naturwissenschaftlicher Klassifikationen und einer kruden Weltanschauung Schindluder getrieben wurde.
 

POSTREACT(ions) SUMMARY

Kathryn Janeway-Palm
Routinier
Beiträge: 826
Registriert: Sa 4. Apr 2009, 20:52
Original von Târâ Kasturbai Gyatso
Der Mensch ist kein Höheres Wesen, aber wie gesagt seit 1961 teilt man auch die Tiere nicht mehr in Varietäten ein, der Stand vor 1961 bei den Varietäten des Menschen war:

Khoisan (Homo sapiens sapiens capoid/Südafrika)
Negride (Homo sapiens sapiens negroid/Afrika)
Aboriginies (Homo sapiens sapiens australoid/Australien)
Mongolide (Homo sapiens sapiens mongoloid/Asien und Amerika)
Kaukaside (Homo sapiens sapiens caucasoid/Europa)

selbst wenn die Varietäten heute noch existieren würden, wäre diese Einteilung heute nicht mehr haltbar, heute würde man den modernen Jetztmenschen wohl in folgende Varietäten einteilen:

Khoisan (Homo sapiens sapiens capoid/Südwestafrika)
Kongosaharide (Homo sapiens sapiens congosaharoid/Afrika südlich des Äquators)
Indopazifide (Homo sapiens sapiens indopazifoid/Australien und Neuguinea)
Austro-Denekaukaside (homo sapiens sapiens austrodenecaucasoide/Ostasien,Kaukasus und Amerika)
Nostratide (homo sapiens sapiens nostratoid/Europa, Westasien und Nordafrika)

Aber das ist eh nur theoretisch, da die Varietäten 1961 abgeschafft wurden.
http://de.wikipedia.org/wiki/Variet%C3% ... 9#Zoologie

Die Varietäten von früher sind heute also als Unterarten zu werten. Die von dir beschriebenen Varietäten sind also einfach nur Unterarten des Jetztmenschen.
 

POSTREACT(ions) SUMMARY

Kathryn Janeway-Palm
Grünschnabel
Beiträge: 934
Registriert: So 18. Mär 2007, 17:49
Benutzeravatar
Grünschnabel

Beitrag von Lady Enigma »

Ist doch Streit um Kaisers Bart. Bin ich eben kein Rassist sondern Variätist...
 

POSTREACT(ions) SUMMARY

Bild

Der gebildete Mensch hat die Pflicht, intolerant zu sein
Nicolas Gomez Davila
Beiträge: 694
Registriert: Fr 1. Mai 2009, 11:01
Geht ja nicht, da der moderne Jetztmensch ja die Unterart ist.
 

POSTREACT(ions) SUMMARY

Shanti

Kasturbai Gyasto
Mitgl. d. UP der VL & OB'm. Thingsala
V.'pres. & Pr. Min. Atraverdo
VR Soziales, Umwelt & Sport Tir Na nÒg

P.S.:

Sag Nein zu Nationalismus,
sag nein zu Bürokratie und Jurawahn,

damit Du Dich hinterher nicht übergibst.
Antworten

Zurück zu „Off Topic“